Klare Niederlage für Neuwieder BärenIn 69 Sekunden geht alles dahin

Lukas Schaffrath stand in Herford unter Beschuss und musste sich neunmal geschlagen geben. (Foto: Verein)Lukas Schaffrath stand in Herford unter Beschuss und musste sich neunmal geschlagen geben. (Foto: Verein)
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Zum ersten Mal in dieser Saison herrscht bei der Mannschaft von Jens Hergt Ernüchterung, zum ersten Mal musste sie einsehen, dass sie an diesem Tag chancenlos war. „Herford war läuferisch und körperlich überlegen“, musste der Trainer neidlos anerkennen. „Außerdem haben wir zu viele Strafen kassiert. Das kostete Kraft.“

35:46 Minuten sind in der Eissporthalle im Kleinen Feld in Herford am Freitagabend gespielt, als bei den Neuwieder Bären Hoffnung aufkeimt. Kurz nachdem Deion Müller auf 1:4 verkürzt hatte, legt Stephan Fröhlich nach. Die Neuwieder haben Rückenwind, wollen mehr und ähnlich wie am Sonntag zuvor in Dinslaken den Fehlstart ausmerzen. Im Eishockey kann es schnell gehen, jetzt noch den Anschlusstreffer und im Spitzenspiel der Regionalliga West ist wieder alles drin für die Gäste. Es dauert auch nicht lange, bis der Puck das nächste Mal im Netz zappelt – einmal, zweimal sogar. Aus Neuwieder Sicht allerdings auf der falschen Seite. 69 Sekunden nach Fröhlichs Treffer liegen die Dragons mit 6:2 vorne. Ross John Reed und Nils Bohle haben getroffen, und die Neuwieder Hoffnung verwandelt sich in Enttäuschung. „Vielleicht sind wir nach dem 2:4 etwas zu euphorisch geworden, anstatt zunächst einmal die Defensive zu stärken. Die beiden Gegentreffer innerhalb einer Minute waren dann die Entscheidung“, so Hergt. Die Deichstädter mussten sich somit schon vor der zweiten Pause damit anfreunden, dass die Revanche für die Play-offs im Frühjahr nicht gelingen wird. Und zu allem Überfluss wurde das Resultat am Ende auch noch deutlich, weil der kanadische Paradesturm der Gastgeber in der zweiten Hälfte des Spiels in den Rausch kam, den Neuwied verhindern wollte. Killian Hutt hatte am Ende zwei-, RJ Reed dreimal eingeschenkt. In den letzten drei Minuten machten sie aus dem 6:2 den 9:2-Endstand. Aus einer Niederlage entwickelte sich eine Klatsche. 15 Minuten lang verlief das Schlussdrittel ausgeglichen, ehe Herford in der Schlussphase noch einmal das Tempo erhöhte.

„Wir haben keine Zeit den Kopf in den Sand zu stecken. Schon am Sonntag geht es mit dem Heimspiel gegen Hamm weiter, und dann wollen wir zurückkommen. Bis dann werden wie dieses Ergebnis aufgearbeitet haben“, erklärte Hergt, was am Samstag im Icehouse ansteht.

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