Kanadische Offensive eine Nummer zu groß für den EHCTroisdorf unterliegt Herford

Kanadische Offensive eine Nummer zu groß für den EHCKanadische Offensive eine Nummer zu groß für den EHC
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Es bleibt vorerst dabei: Spitzenspiele sind in dieser Saison nicht das Ding des EHC Troisdorf. Auch im vierten Anlauf hatte das Team von André Koslowski das Nachsehen und unterlag dem Herforder EV am Ende deutlich mit 1:7 (0:3, 1:3, 0:1). Somit konnten die Dynamites keines der vier Top-Spiele gegen Herford (3:6 und 1:7) und Paderborn (3:4 n.P. und 3:5) für sich entscheiden und müssen sich innerhalb des Spitzentrios der Regionalliga West mit dem dritten Platz zufrieden geben. Die erfreuliche Nachricht: Zumindest die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur 1. Liga West ist auch nach der erneuten Niederlage gegen die Ice Dragons nicht in Gefahr und - trotz zweier noch ausstehender Partien – bereits in trockenen Tüchern.

Den Unterschied in der Begegnung gegen den Tabellenführer machten einmal mehr die beiden Kanadier des HEV aus, die für insgesamt fünf der sieben Herforder Tore verantwortlich zeichneten. Insbesondere Top-Scorer Killian Hutt stellte dabei wieder seine Qualität unter Beweis. Obwohl Troisdorf versuchte, den nur 1,73 Meter großen Stürmer aus Edmonton mit Manndeckung möglichst aus dem Spiel zu nehmen, trug dieser sich mit drei Treffern in die Torschützenliste ein und war eigentlich nie wirklich zu stoppen. Zunächst Hutt (4. Spielminute) und dann dessen Landsmann Chad Evans (8. Spielminute) brachten die Gäste relativ früh mit zwei Toren in Front. Sichtlich beeindruckt von der gegnerischen Übermacht „Made in Kanada“, ließ der EHC in der Offensive selbst den gewohnten Druck vermissen. Und wenn man sich dann doch mal eine Torchance erspielt hatte, wurde diese mehr als leichtsinnig verschenkt. Beispielhaft dafür war eine Chance von Sebastian Kleimann, der das leere Tor vor sich hatte und eigentlich hätte nur noch beherzt einschießen müssen. Allerdings wartete der Troisdorfer Stürmer viel zu lange und gab Herfords Torhüter somit die Gelegenheit, sich wieder in Position zu bringen und den Torschuss abzuwehren. Dass es Herford nicht ausschließlich kanadisch kann, bewies Mitte des ersten Spielabschnitts Leon Nasebandt, der mit seinem Tor die 3:0-Pausenführung für die Ice Dragons herstellte.

Im zweiten Drittel das gleiche Bild: Während die Hausherren darum bemüht waren, die Aktionsräume des kanadischen Duos einzuschränken, ließ sich dieses davon nicht wirklich einschüchtern und machte dem EHC weiterhin das Leben schwer. Mit Erfolg: Zunächst traf erneut Evans zum 4:0 aus Sicht der Gäste, und als kurze Zeit später dann auch noch Lukas Derksen und zum zweiten Mal Killian Hutt für den HEV nachlegten, schien die Partie gelaufen. Für einen Funken Hoffnung sorgte Daniel Fegus, der kurz vor Ende des zweiten Drittels zumindest für den 1:6-Anschlusstreffer sorgte.

Im Schlussabschnitt versuchte der EHC noch mal alles und baute weiter Druck auf die Herforder Defensive auf. Dies allein reichte an diesem Abend allerdings nicht aus, um ein Team wie den Herforder EV wirklich noch mal ins Wanken zu bringen. Den Schlusspunkt setzte schließlich erneut Kanada-Import Killian Hutt, der Mitte des Drittels in Unterzahl mit dem 1:7 für die endgültige Entscheidung sorgte.

„Wir haben heute nicht unser bestes Spiel gezeigt“, betonte André Koslowski, der mit Tobias Schäfer, Alexander Richard und Sven Walterscheid erneut auf drei Stammkräfte verzichten musste. Schuld an der Niederlage war das fehlende Personal allerdings nicht. „Herford bringt mit seinen beiden Ausländern die Liga durcheinander. Die spielen auf einem anderen Level“, so der EHC-Coach, der den gegnerischen Offensivkräften größten Respekt zollte: „Ich bin mir sicher, das wir Killian Hutt kommende Saison in einer der oberen Ligen in Deutschland spielen sehen. Er ist ein ganz besonderer Spieler, der in Nordamerika den Durchbruch nur aufgrund seiner Körpergröße nicht geschafft hat.“

Für Koslowski und sein Team geht es nun darum, für die Aufstiegsrunde bestens vorbereitet zu sein. „Das wird schwer genug. Unser Ziel ist es am Ende mindestens eine Mannschaft aus der 1. Liga hinter uns zu lassen", betonte der Troisdorfer Übungsleiter. Bevor es allerdings in die Aufstiegsrunde geht, warten noch zwei Pflichtaufgaben auf die Dynamites: Zunächst empfängt man am kommenden Freitag, 18. Dezember, um 20 Uhr die 1b-Vertretung des Neusser EV im heimischen Icedome. Am Sonntag, 20. Dezember, um 19 Uhr kommt es dann zum Showdown in Soest. Im letzten Spiel der Hauptrunde geht es gegen die Bördeindianer wahrscheinlich um Platz drei. Die Soester EG konnte sich am Wochenende ebenfalls ihren Platz in der Aufstiegsrunde sichern und lauert aktuell hinter dem EHC Troisdorf auf Platz vier der Tabelle.

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