Ice Dragons siegen zweistellig in Frankfurt10:2-Erfolg für den Herforder EV

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Entsprechend zufrieden war Coach Jeff Job, der zusätzlich zu den schon am Freitag fehlenden Spielern nun auch noch auf den beruflich verhinderten Leon Nasebandt verzichten musste, mit seiner Mannschaft: „Nach dem schweren Spiel gegen Dinslaken, dass uns viel Kraft gekostet hat, haben wir das heute gut gemacht. Wir sind viel gelaufen, haben das Tempo hoch gehalten. Und sind jetzt mit den sechs Punkten natürlich rundum zufrieden.“

An der Favoritenrolle wollten die Ice Dragons von der ersten Sekunde an keinen Zweifel aufkommen lassen. Sie hielten das Tempo hoch, setzten die Gastgeber sofort unter Druck und sorgten für Vollbeschäftigung beim Frankfurter Goalie Janis Wagner. Der konnte sein Team bis zur fünften Minute vor einem Rückstand bewahren, dann jedoch fälschte Ben Skinner einen Schuss von Aric Schinke unhaltbar zum 1:0 ab. Auch in der Folgezeit war es immer wieder Janis Wagner, der im Blickpunkt stand und mit teilweise unfassbaren Paraden sein Team im Spiel hielt. So dauerte es bis zur neunten Minute, ehe der Dauerdruck der Ice Dragons erneut zum Erfolg führte. Nils Bohle fand  Kris Gehring an der blauen Linie, der zog ab und die Scheibe zappelte zum 2:0 im Netz. Allerdings hatten die Unparteiischen die 13 und die 23 verwechselt und so Aaron Reckers das Tor zugeprochen. Den Schlusspunkt unter ein recht einseitiges erstes Drittel setzte dann Gleb Berezovskij, der nach Vorarbeit von Killian Hutt und Ben Skinner in der 18. Minute auf 3:0 erhöhte.

Im zweiten Drittel war es dann Gleb Berezovskij, der Wagner gleich zu Beginn auf dem falschen Fuß erwischte. Über die rechte Seite lief er ins Frankfurter Drittel, zog direkt ab und die Scheibe zappelte im Netz, das 4:0 in der 22. Minute war schon die Vorentscheidung. Das schienen sich allerdings auch die Ice Dragons gedacht zu haben, die nun ein wenig den Fuß vom Gas nahmen, wodurch die Gastgeber etwas mehr Raum bekamen und so nun auch Tim Stenger im Herforder Tor des öfteren beschäftigen konnten. Der war dann auch chancenlos, als Tassilo Varvaroussis in der 26. Minute auf 1:4 verkürzte. Angestachelt durch diesen Gegentreffer zogen die Ice Dragons nun das Tempo wieder ein wenig an, wodurch sofort wieder Janis Wagner in den Blickpunkt rückte. Doch der Frankfurter Goalie vereitelte selbst beste Torchancen. Erst, als Killian Hutt in der 33. Minute alleine auf das Frankfurter Tor zulief, war Wagner chancenlos, zu platziert war der Schuss, mit dem Hutt das Ergebnis auf 5:1 erhöhte. Kurze Zeit später war Hutt erneut alleine durch, dieses Mal jedoch war es der Frankfurter Goalie, der, eigentlich schon geschlagen, mit einem unglaublichen Reflex die Oberhand behielt.

Trotz bester Möglichkeiten, die Ice Dragons schafften es zu Anfang des letzten Drittels einfach nicht, das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben. Zehn Minuten lang berannten sie das Tor von Janis Wagner erfolglos, dann ging es plötzlich ganz schnell. Denn mit einem Mann weniger, Jan-Niklas Linnenbrügger saß auf der Strafbank, erhöhten sie innerhalb von nur sieben Sekunden auf 7:1. Erst vergoldete Gleb Berezovskij einen Konter in der 41. Minute zum 6:1. Dann gewann Fabian Staudt das anschließende Bully, die Scheibe kam über Philipp Brinkmann zu Ben Skinner, der tankte sich gegen zwei Gegenspieler durch und hämmerte die Scheibe zum 7:1 in den Winkel. Kris Gehring mit seinem zweiten Schlagschuss-Tor an diesem Abend erhöhte auf 8:1 in der 56. Minute und Kapitän Fabian Staudt legte mit Ablauf eben dieser Spielminute das 9:1 nach. Zwar verkürzten die Gastgeber in Überzahl in der 58. Minute durch Tim Ansink noch einmal auf 2:9, doch das letzte Wort an diesem Abend hatten wieder die Ice Dragons: 19 Sekunden vor Schluss machte Ben Skinner das Ergebnis zweistellig.

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