Ice Aliens gewinnen mit 13:3Nebelschlacht von Den Bosch

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Ursächlich für dieses Bild waren sehr sommerliche Temperaturen, eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine Eisfläche. Nach schnellen, sehr fairen und teilweise „mehr als undurchsichtigen“ sechzig Spielminuten gewannen die Ratinger Ice Aliens mit 13:3 (2:2, 5:1, 6:0) gegen die gastgebenden Red Eagles Den Bosch aus belgisch-niederländischen BeNeLeague.

Im ersten Drittel gingen die Aliens in der achten Minute mit einem Shorthander durch Dennis Fischbuch in Führung, allerdings glichen die Den Bosch Red Eagles 24 Sekunden später, ihr Powerplay jetzt in Nahschuss nutzend, umgehend zum 1:1 aus. In der 13. Spielminute drehten die Niederländer dann den Spieß um und erzielten ihrerseits ein Unterzahltor. Ein geblockter Schuss trudelte durch die „Wolkendecke“ auf das Ratinger Tor zu und senkte sich hinter Goalie Christoph Oster zum 2:1 für das Heimteam ins Tor. Eine zweite Strafzeit der Red Eagles ließen die Ratinger dann aber nicht ungenutzt verstreichen. Das Tor von Milan Vanek in der 20. Minute konnte man von der Spielerbank allerdings nur anhand des satten „Einschlaggeräuschs“ erahnen – zu sehen war kaum etwas.

Anfang des zweiten Spielabschnitts hatten die Hausherren ihre stärkste Phase, in welcher sie in der 23. Minute ein Überzahltor zum 3:2 erzielten und kurzzeitig erheblichen Druck auf das Tor ihrer Gäste ausübten. Eine Strafzeit beendete diese Drangphase jedoch und der Ratinger Sturm glich, nach einer schnellen Passfolge, zum 3:3 im Powerplay durch Pascal Behlau aus. In der 30. Minute folgte dann ein Doppelschlag der Gäste, die durch Dennis Fischbuch sowie Pascal Behlau innerhalb von weniger als 25 Sekunden mit 5:3 in Führung gingen. Nachdem sich das Team von Coach Alexander Jacobs, der mit dem ersten Drittel seiner Mannschaft nicht zufrieden war, langsam „eingegroovt“ hatte, dominierten die Rot-Weißen das Geschehen zwischen den Nebelbänken immer deutlicher. Bis zum Ende dieser zwanzig Minuten musste der Goalie aus s'Hertogenbosch trotz starker Reflexe und Paraden noch zweimal hinter sich greifen. Mit dem zweiten Treffer von Milan Vanek und einem Tor von Dennis Appelhans wurde der Toreabstand auf 7:3 für die Außerirdischen ausgebaut.

Das Schlussdrittel könnte man als „Bewegungstherapie“ für beide Seiten werten, denn es ging in teilweise offenem Schlagabtausch schnell zwischen Angriff und Verteidigung hin und her. Die  Dominanz der Jacobs-Truppe, die ab dem Mittelabschnitt das Spieltempo immer vehementer anzog, konnten die Red Eagles aber nicht mehr durchbrechen. Auf Zuspiel von Milan Vanek leitete in der 41 Spielminute die „Kuchynka-Show“ mit dem 8:3 eine Serie von insgesamt fünf weiteren Toren bis zur Schlusssirene ein: 51. Minute, 9:3 durch Alexander Schneider, 52. Minute, 10:3 durch Philipp Hoth, 57. Minute, 11:3 durch Sebastian Schröder und zum guten Schluss, in  der 58. und 60. Minute, das 12:3 bzw. 13:3 durch Joel Stegelmann. Überbewerten darf man das Ergebnis dieses Vorbereitungsspiels jedoch nicht, aber für Alexander Jacobs ergab sich auf jeden Fall die Erkenntnis, dass sein Team, nachdem man seit erst zwei Wochen wieder das Training auf dem Eis aufnahm, zunehmend in der Lage ist, sich und das Tempo in sechzig Minuten kontinuierlich zu steigern. Auf das Rückspiel in Ratingen dürfen sich die Zuschauer freuen, denn die Red Eagles sind eine Mannschaft, die bis zur letzten Sekunde läuft und versucht, ihr Tor zu machen. Insofern wird das nächste Aufeinandertreffen am Sandbach wahrscheinlich nicht mehr so klar an die Außerirdischen gehen – aus Fehlern wird man klug; das ist ja auch der Sinn von Vorbereitungsspielen.


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