Herforder Ice Dragons starten mit Sieg in die Play-offs5:2-Erfolg gegen die Soester EG

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Vor den Augen von Goalie Justin Figge, der erstmals nach einer schweren Lungenentzündung wieder in der Eishalle war, ließen die Ice Dragons nichts anbrennen und schalteten erst nach einer 5:0-Führung ein wenig zurück, um Kraft für den weiteren Verlauf der Serie zu sparen.

Die Ice Dragons zeigten von der ersten Sekunde an, dass sie für die Play-offs bereit sind, spielten wie entfesselt auf  und überrannten ihre Gäste förmlich. Aus einer sicheren Defensive, die den Bördeindianern schon in der neutralen Zone den Zahn zog, starteten sie immer wieder schnelle Angriffe mit viel Zug zum Tor, setzten bei verlorenen Scheiben aggressiv nach, gewannen die Zweikämpfe an den Banden und bauten so mächtig Druck auf die Bördeindianer auf. Einzig das erhoffte frühe Tor wollte nicht fallen, Gästetorwart Marc Fleischer wollte trotz bester Chancen keine Scheibe passieren lassen. So dauerte es bis zur neunten Minute, ehe das erste Mal Jubel auf der Tribüne aufbrandete. Aric Schinke hatte einen Aufbauversuch der Gäste unterbunden, reagierte blitzschnell, schickte Killian Hutt auf die Reise. Der lief alleine auf Fleischer zu und ließ dem Soester Keeper keine Chance. Und während die Gäste sich noch über den Gegentreffer ärgerten, immer noch lief die neunten Minute, fiel schon das 2:0. Nach toller Vorarbeit von Ben Skinner, der sich hinter dem gegnerischen Tor gegen zwei Mann durchsetzte und dann mit der Rückhand überlegt vors Tor passte, hielt Nils Bohle aus kurzer Distanz unhaltbar für Fleischer drauf. Die Ice Dragons wollten unbedingt weiter nachlegen, wurden kurz zu offensiv, was zu ersten echten Torchance der Gäste führte. Plötzlich war ein Soester Stürmer alleine durch, lief auf den bis dahin kaum geprüften Kieren Vogel zu. Doch der ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, fischte den Schuss aus der Luft. Dieser Konter jedoch schien zur rechten Zeit zu kommen, sofort spielten die Ice Dragons wieder disziplinierter. Und legten kurze Zeit später erneut nach. In Überzahl wurde Leon Nasebandt mit einer tollen Kombination vor dem Tor freigespielt und konnte sich die Ecke aussuchen, bevor er in der elften Minute jubelnd abdrehte.

Auch im zweiten Drittel gaben die Ice Dragons den Ton an. Die erste große Chance auf den vierten Treffer hatte Jan-Niklas Linnenbrügger, der nach einer klugen Vorarbeit von Maurice Becker und Gleb Berezovskij alleine auf Marc Fleischer zu lief und erst im letzten Moment durch ein Foul gestoppt werden konnte. Den fälligen Penalty jedoch konnte er nicht verwandeln, so dass es weiter beim 3:0 blieb. Kurze Zeit später war dann plötzlich wieder Kieren Vogel im Blickpunkt, der sich einem brandgefährlichen Konter der Bördeindianer ausgesetzt sah. Doch auch bei diesem Versuch der Gäste blieb der Herforder Schlussmann souveräner Sieger, sorgte dafür, dass die Bördeindianer nicht zurück ins Spiel fanden. Wie man einen Alleingang erfolgreich abschließt, zeigten dann die Ice Dragons in der 29. Minute. Kieren Vogel stoppte eine Scheibe, spielte sofort weiter zu Florian Kiel, der schickte Killian Hutt auf die Reise. Der Topscorer der Ice Dragons lief alleine auf Fleischer zu, ließ den Schlussmann der Gäste geschickt aussteigen und erhöhte auf 4:0.

Auch das letzte Drittel begann ganz nach dem Geschmack der Herforder Eishockeyfans. Wieder war es Killian Hutt, der, in der 43. Minute in Szene gesetzt von Ben Skinner, einen Weg vorbei an Fleischer fand und mit seinem Treffer zum 5:0 für die Vorentscheidung sorgte. In der Folge war es immer wieder vor allem Marc Fleischer, der im Mittelpunkt des Geschehens stand. Doch egal wer nun noch vor ihm auftauchte, ob Jan-Niklas Linnenbrügger, Leon Nasebandt, Fabian Staudt, Ben Skinner oder Maurice Becker, der mit einem Solo über die ganze Eisfläche für Szenenapplaus sorgte, der Soester Schlussmann blieb stets erster Sieger. Nach und nach richteten sich die Ice Dragons nun defensiver ein, ließen den Gästen mehr Freiräume und wurden dafür dann auch 2 Mal bestraft! Marc Polter konnte in der 48. Minute im Nachschuss auf 1:5 verkürzen, Martin Juricek sorgte mit einem sehenswerten Treffer in der 56. Minute gar für das 2:5. Ein Treffer, der den Ice Dragons deutlich vor Augen führte, dass man den Bördeindianern nicht zu viel Platz lassen darf, woraufhin sie sich defensiv wieder deutlich aggressiver zeigten und den Vorsprung routiniert über die Zeit brachten.

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