Herforder EV unterliegt 4:5 in der OvertimeEishockeydrama mit besserem Ende für Hamm

Jan-Niklas Linnenbrügger erzielt den Ausgleich. (Foto: Herforder EV)Jan-Niklas Linnenbrügger erzielt den Ausgleich. (Foto: Herforder EV)
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Bereits in den ersten Minuten bekamen die über 700 Besucher ein temporeiches Spiel mit Chancen auf beiden Seiten zu sehen. Viel stand für beide Teams in dieser Begegnung auf dem Spiel, benötigten doch sowohl der HEV, als auch die Hammer Eisbären dringend Punkte im Kampf um die vier Play-off-Tickets. Im ersten Drittel durften die Ostwestfalen dabei auf ein effektives Überzahlspiel vertrauen und nutzten in der 6. Minuten das erste Powerplay zur 1:0-Führung durch Gleb Berezovskij. Obwohl beide Mannschaften mehrere Gelegenheiten hatten, dauerte es bis zur 17. Minute bis zum nächsten Treffer. Erneut nutzte der Gastgeber eine Überzahlsituation und Killian Hutt erhöhte auf 2:0. Nur kurze Zeit später folgte eine Spielszene, die noch auf der anschließenden Pressekonferenz Gesprächsthema bleiben sollte. Gleb Berezovskij, der bis zu diesem Zeitpunkt eine sehr starke Begegnung zeigte, wurde schwer gecheckt und musste das Eis verletzt verlassen, doch Schiedsrichter Marc Andre Naust ahndete weder die Schwere des Fouls, noch die Verletzungsfolge und verhängte lediglich eine Zwei-Minuten-Strafe. „Bei einem Check gegen den Kopf oder den Nacken gibt es weltweit eine Spieldauerstrafe. Hier wird nur eine einfache Strafzeit gegeben. Ich weiß nicht, ob Gleb am Sonntag auflaufen kann“, äußerte sich Chefcoach Jeff Job nach dem Spiel.

Im zweiten Durchgang agierte Herford nun etwas mehr aus der Defensive und behielt das Spiel auch zunächst im Griff. Doch innerhalb von sechs Minuten vermochten die Eisbären, dem Duell eine Wende zu geben. Kevin Orendorz verkürzte in der 32. Minute auf 1:2, Ibrahim Weißleder gelang in der 36. Minute der Ausgleich und nur 120 Sekunden später überwand Kevin Thau mit einem sehenswerten Treffer Torhüter Jendrik Allendorf ein drittes Mal.

Auch im Abschlussdrittel wirkte dieser Schock der drei Hammer Treffer noch bei den Herfordern nach. Doch Stück für Stück fanden die Ice Dragons wieder über den Kampf in die Partie zurück. Rund zehn Minuten vor dem Ende gelang Jan-Niklas Linnenbrügger abermals in einer Powerplay-Situation der 3:3-Ausgleich. Herford drängte nun auf das nächste Tor, doch in der 55. Minute zeigte Kevin Orendorz seine ganze Klasse, als er die gesamte HEV-Hintermannschaft umkurvte und auch Goali Allendorf keine Chance ließ. Die Ice Dragons warfen nun alles nach vorne, überstanden noch einmal eine Unterzahlsituation und nahmen rund 50 Sekunden vor Schluss auch den Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Die Sekunden tickten immer weiter herunter und als sich alles auf eine Niederlage eingestellt hatte, nahm sich Jan-Niklas Linnenbrügger die Scheibe und setzte zu einem letzten Angriff an. Mit einer Energieleistung arbeitete er sich an drei Hammer Abwehrspielern vorbei und netzte 8 Sekunden vor dem Ende zum vielumjubelten 4:4-Ausgleich ein, womit es in die Verlängerung ging.

In der Overtime setzte sich Hamm sofort im Drittel der Herforder fest und erspielte sich mehrere Torgelegenheiten. In der 63. Minute nutzte Kevin Thau eine weitere zum nicht unverdienten 5:4-Erfolg der Gäste, die somit zwei Punkte mit nach Hause nahmen.

In der Tabelle bleibt Herford aufgrund des Punktgewinns knapp vor den Hammer Eisbären auf Platz 3. Da die Ratinger Aliens zeitgleich ihre Begegnung in Neuwied verloren, haben sich beide Mannschaften ein klein wenig Luft auf Platz 5 verschafft. Bereits am morgigen Sonntag kommt es um 18.30 Uhr in der Hammer HeLi.NET Eissportarena zum Rückspiel, in dem es mit Sicherheit wieder sehr hitzig zugehen wird.

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