Hauptsache gewonnen3:2-Erfolg gegen Solingen

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Die Raptoren des EC Bergisch Land erwiesen sich für die Dinslakener Kobras tatsächlich als die harte Nuss, die nur schwer zu knacken war. Trotzdem blieben die drei Punkte beim 3:2 (2:1, 0:1, 1:0)-Sieg der Dinslakener bei der Heimmannschaft.

Der EC Bergisch Land präsentierte sich kämpferisch und hatte den Spielaufbau gegenüber früherer Jahre deutlich verbessert. Sie beschränkten sich diesmal nicht nur auf ihr ohnehin schon gefährliches Konterspiel, sondern waren im Eröffnungsdrittel phasenweise die spielbestimmende Mannschaft. Zeitgleich kamen die Giftschlangen nur sehr schwer in Tritt. Die Dinslakener mühten sich redlich, doch ein flüssiges Zusammenspiel kam anfangs nur schwer zustande. Ein Segen wurde zum Fluch. Trainer Schmitz hatte endlich wieder so viel Personal an Bord, dass er die Partie mit drei Reihen komplett durchspielen lassen konnte. Der Nachteil: Die Formationen hatten so noch nicht zusammen gespielt. Und so durfte es niemanden verwundern, dass es eine relativ große Anhäufung von Fehlpässen gab. Als man dann seitens der Kobras auch noch in Unterzahl geriet, kam das, was passieren musste: Die Gäste erzielten in der dritten Minute den Führungstreffer.

Wenn es mit dem Zusammenspiel nicht klappt, muss eine Einzelaktion her. Das muss sich Jan Nekvinda bei seinem Sololauf in der zehnten Minute gedacht haben, schnappte sich den Puck im eigenen Drittel, umkurvte zwei Solinger Spieler und ließ Torwart Winkelsträter im Gästegehäuse keine Chance. Doch auch danach blieb das Spiel zäh und die Kobras taten sich mit ihren Gegenübern schwer. Es bedurfte einer weiteren Überzahlsituation, den Bann zu brechen. In der 17. Minute vollstreckte Kamil Vavra ein Zuspiel von Jan Nekvinda zur erstmaligen Kobra-Führung. Mit diesem 2:1 ging es in die erste Pause.

Das Mitteldrittel sah dann eine deutlich überlegene Dinslakener Mannschaft, die sich aber gegen tief stehende und clever verteidigende Raptors schwer tat. Es gab viel Verkehr vor dem Tor von Raptors-Goalie Tizian Winkelsträter, doch mit dem Glück der Tüchtigen hielten die Bergischen ihren Kasten sauber. Dann kam wieder die alte Binsenweisheit zum tragen, dass, wenn man es trotz drückender Überlegenheit nicht schafft, einen Treffer zu erzielen, dieser Schuss irgendwann nach hinten losgeht. So geschehen in der 30. Spielminute. Schlitzohr Marvin Wintgen spitzelte dabei den Puck am kurzen Pfosten, der von Felix Zerbe eigentlich zugestellt war, zwischen dem Kopf des Dinslakener Keepers und dem Pfosten hinter die Torlinie. Das 2:2 bedeutete dann auch den Pausenstand.

Im Schlussabschnitt bekamen die Gäste wieder mehr Zugriff aufs Spiel und erarbeiteten sich dabei auch gute Möglichkeiten. Doch auch die Giftschlangen zeigten, dass man die drei Punkte nach Dinslaken holen wollte. Beide Teams neutralisierten sich nahezu. Und so bedurfte es einer Überzahlsituation für die Hausherren, eine Entscheidung herbeizuführen. Drei Minuten vor dem Ende der Begegnung, als ein Solinger Spieler das Sünderbänkchen drückte, legte Sebastian Haßelberg mustergültig quer zu Pierre Klein, der sich vor das Tor der Gäste geschlichen hatte. Dieser hatte dann wenig Mühe, zum entscheidenden 3:2 zu verwandeln. Trotz Herausnahme ihres Torhüters waren die Bergischen nun nicht mehr in der Lage, das Tor von Felix Zerbe ernsthaft in Gefahr zu bringen. Somit gewannen die Kobras die drei Punkte zwar verdient, aber am Ende auch etwas glücklich. Denn auch die Gäste hatten Chancen, das Spiel in regulärer Zeit für sich zu entscheiden. Zumindest waren sie nicht weit davon entfernt, sich ins Penaltyschießen zu retten.

Maximilian Peters, Neuzugang bei den Kobras, hatte ein gelungenes Debüt und zeigte, dass er künftig für die Kobras eine echte Verstärkung sein kann.

Tore: 0:1 (2:20) Felix Wolter (Marvin Wollmann), 1:1 (9:20) Jan Nekvinda (Tim Cornelißen), 2:1 (16:11) Kamil Vavra (Jan Nekvinda), 2:2 (29:05) Marvin Wintgen (Tim Neuber), 3:2 (57:01) Pierre Klein (Sebastian Haßelberg, Daniel Pleger). Strafen: Dinslaken 18, Solingen 20.

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