Harte Sonntagsarbeit bei der Mittagsschicht in Bad NauheimRatingen gewinnt mit 4:2

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Nach einem kurzen Zwischentief zeichnet sich bei den Ratinger Ice Aliens wieder ein „Hochdruckgebiet“ am Horizont ab. Bisher spielte die Mannschaft eine konstant gute Saison, die auch der starken Konkurrenz Respekt abnötigte. Allerdings war – insbesondere vor dem Hintergrund der Krankheitswelle – die Luft in Bezug auf die letzten Spiele der Hauptrunde etwas raus. In der Kurstadt Bad Nauheim konnte man aber schon wieder den alten Kampfgeist erahnen, auch wenn dem einen oder anderen Spieler die letzte Kraft noch fehlte. Gegen unbequeme, ruppige Rote Teufel 1b erspielte sich das Team von Alexander Jacobs einen zum Schluss verdienten, aber hart erarbeiteten 4:2 (1:1; 1:0, 2:1)-Auswärtssieg.

Zunächst gingen die Roten Teufel während eines Überzahlspiels in Führung. Der Versuch eines Ratinger Befreiungsschlags landete in der achten Minute missglückt auf einem Nauheimer Schläger, nachfolgend präzise sowie flach in der unteren Torecke des von Dennis Kohl gehüteten Tors.

Obwohl die Ratinger ihre Gegner anschließend mit gefälligen Kombinationen unter Druck setzten, kam dabei nicht mehr als eine leichte optische Überlegenheit heraus. Zwischendurch musste sich der Aliens-Schlussmann Dennis Kohl immer wieder „teuflischer Angriffe“ erwehren. Marvin Moch (16.) sowie Dennis Fischbuch (33.) sorgten dann endlich bis zur zweiten Drittelpause mit zwei schönen Toren zum 2:1 für Zählbares auf Seiten der Außerirdischen. Den Ice Aliens blieb außerdem ein weiterer Erfolg versagt, als Marvin Moch, von Dominik Scharfenort angespielt, den RT-Goalie sauber tunnelte, weil das Schiedsrichtergespann dem schnellen Spielzug etwas „hinterherhinkte“.

Im letzten Drittel rächte sich die trotz hochkarätiger Einschussmöglichkeiten schwache RIA-Chancenverwertung, denn die Kurstädter erzielten in der 47. Minute den 2:2-Ausgleich. Das Duo Fischbuch-Moch erhöhte in der 55. Minute erneut; dabei zog die Ratinger Nummer 20 im gegnerischen Drittel allen Verteidigern davon und versenkte die schwarze Hartgummischeibe gekonnt im „Höllentor“. Den folgenden Sturmläufen setzten die Gastgeber noch „ein wenig mehr Eishockey-Härte“ entgegen, was knapp vier Minuten vor Spielende zu einem Powerplay der Aliens führte. Auch wenn der Tabellenführer aktuell etwas nach seiner alten Form sucht, dieses Angebot ließen sich die Aliens nicht entgehen. Sie nagelten den Gegner vor seinem Tor fest, ohne allerdings einen Treffer zu markieren; letztendlich lief die Zeit gegen das Heimteam und Angriff – so heißt es – ist die beste Verteidigung. 59 Sekunden vor Ende der Begegnung wurde der Bann durch ein Zuspiel von Stepan Kuchynka auf Pascal Behlau gebrochen, denn mit dem 4:2 war der Auswärtssieg nun in trockenen Tüchern.

Alexander Jacobs resümierte seine Erkenntnisse nach dem Spiel folgendermaßen: „Es sind noch ein paar Abstimmungen notwendig. Wir haben uns eine Zeitlang selber durch die Verärgerung über viele nicht geahndete Nickeligkeiten auf dem Eis aus dem Spiel genommen. Wenn wir unsere Torchancen konsequenter genutzt hätten, wäre das Spiel früher entschieden gewesen. Trotzdem ein großes Lob an die Mannschaft, denn sie hat Charakter gezeigt und viele der Spieler, die krankheitsbeding aktuell nicht fit sind, haben sich durchgebissen.“ 

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