Hamm gleicht Halbfinal-Serie gegen die EG Diez-Limburg ausRockets machen auswärts zu wenig

Thomas Lichnovsky erzielte das 1:1 für die Hammer Eisbären. (Foto: fischkoppMedien/EG Diez-Limburg)Thomas Lichnovsky erzielte das 1:1 für die Hammer Eisbären. (Foto: fischkoppMedien/EG Diez-Limburg)
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Irgendwie wollte am Sonntagabend nicht so zusammenlaufen, was die EGDL in dieser Saison ausgemacht hat: Sicherer Spielaufbau, gute Kombinationen, viel Torgefahr, solide in der Arbeit nach hinten – viele Stärken der Raketen fanden im zweiten Halbfinalspiel nicht statt. Stattdessen hatten die Zuschauer schon früh den Eindruck, dass die Eisbären an diesem Abend irgendwie bereiter waren – sie standen schließlich auch mit dem Rücken an der Wand.

Dass im ersten Drittel noch keine Tore fielen, hatten die Gäste vornehmlich Jan Guryca zu verdanken, der einige klare Chancen der Eisbären parierte. Dass im zweite Drittel nur zwei Tore fielen, ging erneut auf das Konto des Rockets-Keepers, der lediglich beim Winkelschuss von Thomas Lichnovsky (37.) chancenlos war. Vor ihm hatte David Lademann (22.) zur etwas glücklichen EGDL-Führung getroffen. „Mit dem 1:1 nach 40 Minuten konnte ich und konnten wir sehr gut leben“, wusste Trainer Frank Petrozza, dass seine Mannschaft nicht den besten Abend erwischt hatte.

Die Führung der Eisbären im letzten Drittel brachte die Raketen dann endgültig aus der Bahn. Den Treffer von Dustin Demuth hatten die Unparteiischen zunächst nicht gegeben, das Spiel weiterlaufen lassen. Bei der nächsten Unterbrechung jubelten dann plötzlich die Gastgeber, weil aus der vermeintlich vergebenen Chance ein Tor wurde (41.). Die Bemühungen der EGDL auf den Ausgleich verliefen anschließend im Sande – auch, weil man zu viel auf der Strafbank saß. „Wir dürfen in der Phase nicht so viele Strafen kassieren“, ärgerte sich Petrozza. Die Aufholjagd in der Schlussphase entfiel.

Stattdessen machte Hamm final den Deckel drauf: Milan Svarc traf in einfacher Überzahl (52.), Igor Furda in doppelter (59.). Am Ende stand ein 4:1-Heimsieg auf der Anzeigentafel. „Ein verdienter Sieg“, gratulierte Petrozza dem Gegner. „Hamm hat es heute mehr gewollt. Dass es nicht von alleine geht, haben wir heute Abend gesehen – auch wenn das wenig überraschend ist. Wir wussten immer, dass es nicht leicht werden würde. Und wir wussten auch, dass es ohne harte Arbeit nicht geht. Nun liegt es an uns, am Freitag im Heimspiel die richtige Antwort auf den heutigen Abend zu geben.“

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