Gute Leistung gegen die Moskitos EssenDinslakener Kobras verlieren mit 4:8

Die Dinslakener Kobras unterlagen den Moskitos Essen mit 4:8. (Foto: Dinslakener Kobras)Die Dinslakener Kobras unterlagen den Moskitos Essen mit 4:8. (Foto: Dinslakener Kobras)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Insbesondere im Eröffnungsdrittel war kaum ein Unterschied zwischen den Giftschlangen und den Stechmücken zu erkennen. Man merkte sofort, dass sich die Hausherren einiges auf den Zettel geschrieben hatten und keine Zweifel aufkommen ließen, dass sie es dem mit ehemaligen Oberligaspielern gespickten Stechmücken das Leben so schwer wie möglich machen wollten. Doch sie stellten sich nicht nur hinten rein, sondern mischten munter mit. Den Lohn dafür holten sie sich bereits nach 135 Spielsekunden ab, als Dennis Appelhans seinen ehemaligen Teamkollegen Marvin Frenzel erstmalig zur 1:0-Führung überwinden konnte. Und beinahe wären die Hausherren auch mit dieser Führung in die Pause gegangen, hätte nicht ein Dinslakener Verteidiger zehn Sekunden vor Ende des 1. Drittels einen Schlagschuss von Andre Huebscher, unglücklich und unhaltbar für Lukas Eckardt in die eigenen Maschen abgefälscht. Beide Teams hatten in diesem Abschnitt noch weitere gute bis sehr gute Gelegenheiten, das Ergebnis für die eigenen Farben zu verbessern, doch in erster Linie verhinderten beide Schnapper einen weiteren Treffer. Das 1:1 war dann auch der erste Pausenstand.

Von den Spielanteilen her änderte sich zu Beginn des Mittelabschnitts nicht sehr viel, doch eine Strafzeit gegen die Kobras brachte die Führung für die Gäste. Aaron McLeod überwand in dieser Situation bei 24:36 Lucas Eckardt. Doch Niklas Clusen & Co. zeigten sich keineswegs geschockt, legten den Vorwärtsgang ein und beschäftigten immer wieder Marvin Frenzel im Kasten der Gäste. Der Erfolg sollte sich in der 28. Spielminute einstellen, als Dennis Appelhans zum zweiten Mal dem Essener Goalie das Nachsehen gab. Der Dosenöffner für die Gäste waren dann drei Treffer zwischen der 35. und 40. Spielminute. Ex – Kobra Tom Goldmann, David Gorski und erneut Andre Huebscher sorgten für einen beruhigenden 5:2 -Vorsprung für das Team von Frank Petrozza.

Als dann noch Leonard Günther in der 48. Spielminute auf 2:6 stellen konnte, schien der Drops zugunsten der Gäste vom Westbahnhof gelutscht. Aber es gab ja noch Dennis Appelhans. Er brachte für die, die es mit den Kobras hielten, das Fünkchen Hoffnung durch die Vollendung seines Hattricks wieder zurück. Als dann noch Philipp Heffler in der 56. Spielminute das 4:6 erzielte, war zumindest ein leistungsgerechtes Ergebnis wiederhergestellt.  Doch die Gäste zeigten sich in der Schlussphase eiskalt und effizient, als sie zwei Unkonzentriertheiten der Vanek-Truppe durch die gleiche Anzahl an Toren durch Enrico Saccomani und Dominik Luft den 4:8-Endstand herstellten.

Am Rande der Bande: Mit von der Partie für die Dinslakener war auch Joey Menzel, der nach einer Saison bei den Ratinger Ice Aliens wieder zu den Kobras zurückgekehrt ist.

Wie lange die Dinslakener auf die Dienste von Sebastian Bürgers, der Ende des zweiten Drittels nach einem Check mit der Trage vom Eis gefahren werden musste, verzichten müssen, ist derzeit unklar. Er hatte sich dabei eine Steißbeinprellung zugezogen und fällt wohl für das Rückspiel am Sonntag aus. Genauso wie Martin Brabec, der nach seiner Verletzung aus dem Spiel bei den Dortmunder Eisadlern noch nicht wieder ganz genesen ist.

Dinslakens Trainer Milan Vanek kommentierte die gestrige Partie wie folgt: „Nach Durchsicht der Statistik hatten wir im ersten Drittel nicht nur mehr vom Spiel, wir haben auch mehr Schüsse auf des Gegner Tor abgegeben. Hätten wir daraus ein, zwei Treffer mehr gemacht, wäre das Spiel eventuell etwas anders verlaufen. Aber hätte, hätte, Fahrradkette. Dem war eben nicht so. Unsere Unkonzentriertheiten haben uns ein besseres Ergebnis gekostet. Zehn Sekunden vor Ende des ersten Drittels einen Treffer kassiert, kurz vor Ende des Mittelabschnitts zwei Treffer und in der 59. Spielminute innerhalb von 25 Sekunden traf uns nochmal ein Doppelschlag. Das sind zwei, drei Minuten, in denen wir schlafen und dafür mit fünf Gegentreffern bestraft werden.“

Jetzt die Hockeyweb-App laden!