Grefrather EG schießt sich in die Aufstiegsrunde9:3 gegen den ESV Bergisch Gladbach

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Der Zug in Richtung Aufstiegsrunde war eigentlich schon abgefahren. Erst auf der Zielgeraden der Landesliga-Hauptrunde war der Grefrath Phoenix mit zuletzt fünf Siegen in sechs Spielen in Fahrt gekommen und hatte sich somit doch noch die letzte Chance auf einen angestrebten Platz unter den Top-4 offen gehalten. Nun galt es noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren und den direkten Mitkonkurrenten aus dem Bergischen Land zu bezwingen.

Grefrath begann konzentriert und machte es den Gästen aus einer gesicherten Defensive heraus schwer, vor das von Oliver Nilges gehütete Tor zu kommen. Selbst riskierten die Blau-Gelben in dieser frühen Spielphase nicht zu viel. Zu schmerzlich war vielen GEG-Akteuren noch die bittere 0:4-Hinspiel-Niederlage in Erinnerung geblieben, in der die Realstars so manche Grefrather Unachtsamkeit eiskalt bestraft hatten. Die Geduld sollte sich bald bezahlt machen, denn Max Parschill (11.), Dennis Lüdke (12.) und Lukas Bisel (13.) gelang es binnen 86 Sekunden eine komfortable 3:0-Führung auf die Anzeigetafel zu zaubern, die bis zur ersten Pause Bestand haben sollte.

Auch nach dem Seitenwechsel, blieb das Team von der Niers seiner konsequenten Linie treu. Per Doppelschlag in der 22. Minute erhöhte Torjäger Patrick Büren auf 5:0, so dass Gäste-Keeper Stephan Schwarz entnervt seinen Platz für Backup Robin Sievering zwischen den Pfosten räumte. Aber auch dieser musste nur wenige Minuten später erstmals hinter sich greifen. Nach dem 6:0 durch Phoenix-Kapitän Andreas Bergmann in der 26. Minute war Bergisch Gladbach sichtlich bedient und die verwunderten Zuschauer im Grefrather Eis-Oval aus dem Häuschen. Der GEG schien bis hierhin einfach alles zu gelingen.

Trotz des deutlichen Rückstandes gaben sich die Realstars nicht auf und verkürzten noch bis zur zweiten Drittelpause durch zwei Tore von Verteidiger Peter Zirnow in der 27., sowie bei doppelter Überzahl  in der 38. Minute auf 2:6.

Der Schlussabschnitt begann mit einer stark ausgeführten Grefrather Überzahlsituation. Gerade einmal 37 Sekunden waren gespielt, da traf Julius Krölls von der Blauen Linie zum viel umjubelten 7:2. War das bereits die Entscheidung? Die Gäste kamen in der 43. Minute noch einmal auf 3:7 heran, fanden jedoch gegen stets kämpferische und konsequent lauernde  Feuervögel nicht wirklich ins Spiel zurück. So ließen Patrick Büren mit seinem dritten Treffer des Abends (52.) und Roby Haazen per Überzahltor (53.) die Phoenix-Fans noch einmal jubeln.

Tragisch: In der Schlussphase der Begegnung verletzte sich GEG-Torhüter Oliver Nilges nach einem Zusammenprall so schwer, dass für ihn die Saison vorzeitig beendet scheint. Für ihn brachte Backup Sven Budde den deutlichen und hochverdienten 9:3-Erfolg über die Zeit.

Geschafft: Mit dem Showdown-Sieg gegen die Realstars geht die Grefrather EG als Dritter über die Landesliga-Ziellinie und ist somit auf dem letzten Drücker für die Aufstiegsrunde zur Regionalliga qualifiziert. Für die „Grefrather Jungs“ gab es entsprechenden Beifall und die obligatorische „Humba“ von den durchweg zufriedenen Phoenix-Anhängern.

Auch Trainer Karel Lang zeigte sich nach dem Erreichen des Saisonziels sehr angetan von der Leistung seines Teams: „Aus meiner Sicht hat die Mannschaft heute ihre beste Saisonleistung abgeliefert. Wir haben uns fast keine Fehler im Aufbau geleistet, dabei gut gekämpft und auch die nötige Geduld im Überzahlspiel gezeigt. So können wir auch in der Aufstiegsrunde jedem Gegner Probleme bereiten.“ Ein Sonderlob gab es für Junioren-Spieler Viktor Hubbertz, welcher den fehlenden Sascha Schmetz im Angriff ersetzte und selbst einen Assist beisteuerte.

Die Qualifikationsrunde mit den hessischen Regionalliga-Vertretern aus Frankfurt und Lauterbach, sowie den Landesligisten aus Wiehl, Dortmund, Bergisch Gladbach und eben Grefrath beginnt bereits am kommenden Freitag voraussichtlich mit einem Heimspiel. Gespielt wird eine Einfachrunde mit Hin- und Rückspielen. Die genauen Termine werden in Kürze bekannt gegeben.