GEG feiert Auswärtssieg beim SpitzenreiterGrefrath besiegt Solingen

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Zum geplanten Rückspiel im Grefrather EisSport & EventPark am Sonntagabend kam es nicht. Orkan-Tief „Sabine“ erwies sich als Spielverderberin.  Aus Sicherheitsgründen wurden seitens des Eishockey-Verbandes NRW sämtliche Begegnungen des Tages abgesagt.

Die Erinnerungen an das letzte Gastspiel bei den Raptors waren keine guten. Mit 3:9 ging der Saisonauftakt sang und klanglos verloren. Eine Erfahrung, die sich für das Team von der Niers auf keinen Fall wiederholen sollte. Im Tor gab Trainer Karel Lang Oliver Nilges den Vorzug vor Sven Budde als Backup. Mit gerade einmal vier Verteidigern angereist, startete der Phoenix konzentriert und mit gebotener Vorsicht in die Begegnung mit den besonders offensiv starken Gastgebern. Aufgrund der dünn besetzten Defensive half Allrounder Christoph Kiwall diesmal hinten mit aus.

Während Solingen als Tabellenführer vor eigenem Publikum versuchte das Spiel zu machen, übernahm die GEG die Rolle des konternden Gäste-Teams. Mit Erfolg. Scheiterte Carsten Reimann in der sechsten Minute noch an Tizian Winkelsträter im Tor der Raptors, muss dieser eine Minute später Gerrit Ackers‘ Schuss zum 0:1 durch die Schoner gleiten lassen (7.). Die Bergischen kamen in der 11. Minute zum Ausgleich, nachdem Robin Arnold Oliver Nilges im 1-gegen-1 keine Chance ließ. Mit einem leistungsgerechten 1:1 ging es erstmals in die Kabinen.

Auch nach dem Seitenwechsel sahen die knapp 100 Zuschauer in der Solinger Eissporthalle ein über weite Strecken ausgeglichenes, dabei jedoch zunehmend intensiver geführtes Eishockeyspiel. Ausgerechnet eine Grefrather Unterzahlsituation bescherte den Blau-Gelben die erneute Führung. Willy Schut war nach vorherigem Pfostentreffer und anschließender Goalie-Aktion im dritten Versuch erfolgreich (1:2, 33.).

Der Treffer zeigte Wirkung bei den Klingenstädtern und war auf Grefrather Seite das Startsignal zu einem regelrechten Angriffsfeuerwerk, in welchem einfach alles gelang. Kai Weber (35.), Max Parschill (36.) und Carsten Reimann (37.) schraubten das Ergebnis binnen zwei Minuten auf 1:5 in die Höhe. Der letzte Grefrather Torjubel war noch nicht ganz verstummt, als Robin Arnold postwendend mit seinem zweiten Tor für die Gastgeber noch einmal auf 2:5 verkürzen konnte (37.). Bis zur zweiten Pause blieb es beim Grefrather 3-Tore-Vorsprung.

Zum letzten Spielabschnitt ersetzte Torfrau Jennifer Klömpges den etwas glücklosen Tizian Winkelsträter im Tor der Raptors. Als diese in der 42. Minute schließlich noch einmal auf 3:5 verkürzen konnten, keimte noch einmal Hoffnung bei den Gastgebern auf. Jetzt war „Musik“ im Spiel. Beide Teams wollten unbedingt gewinnen und gingen entsprechend robust in die harten, aber nicht unfair geführten Zweikämpfe. Das Grefrather 6:3 fiel nach sehenswerter Vorarbeit von Dennis Lüdke und Lukas Bisel in der 50. Minute. Willy Schut hatte ein Überzahlspiel für die GEG genutzt. Dennoch war die Entscheidung noch nicht gefallen, da der EC Bergisch Land nur eine Minute später (51.) auf 4:6 verkürzen konnte.

In der Schlussphase der Begegnung war der Spielfluss längst dahin, da es jetzt immer wieder zu Unterbrechungen nach Nickeligkeiten zwischen den körperbetont spielenden Grefrathern und zunehmend frustrierten Gastgebern kam. Das Schiedsrichter-Duo Carsten Solbach und Martin Skalecki hatte nun oft seine liebe Mühe mit der Leitung der unruhigen Partie und verhängte insgesamt 60 Strafminuten (Solingen 22, Grefrath 28+10) gegen beide Teams.

Die Solinger gingen zunehmend größeres Risiko, so dass Dennis Lüdke schließlich in der 57. Minute einen schnellen Konter in Penalty-Manier zum entscheidenden 4:7-Endstand verwandeln konnte.

GEG-Trainer Karel Lang nach dem Spiel: „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Besonders mit der Leistung meiner Verteidiger Gerrit Ackers, Kai Weber, Joschua Schmitz und Tobias Meertz sowie Christoph Kiwall bin ich sehr zufrieden“. Als einen Schlüssel zum wichtigen Auswärtserfolg freute sich Lang auch über das gute Penalty-Killing seiner Grefrather Jungs, welche in allen zwölf Unterzahlsituationen ohne Gegentor blieben.

Weiter geht es für die GEG am Mittwoch, 12. Februar, um 20 Uhr mit einem Nachholspiel bei den Moskitos Essen 1b. Gegen die Ruhrstädter wollen sich die Blau-Gelben für die 4:5-Heimniederlage aus dem Hinspiel revanchieren. Danach erwartet der Phoenix am Freitag, 14. Februar, um 20 Uhr die Black Tigers Moers im Grefrather EisSport & EventPark.

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