Erster Punktgewinn für NeussNEV unterliegt Lauterbach nach Penaltyschießen

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Ein Punkt im Heimspiel gegen den EC Lauterbach und die erwartet schwere Aufgabe in Hamm mit einer Niederlage, die das Team in Grenzen hielt und eine Matchstrafe, die aus Sicht des Neusser EV fragwürdiger nicht sein konnte, gab es am Wochenende.

Wie schon in den letzten Spielen erwischte das Neusser Team einen guten Start. In den ersten drei Minuten wurden schon zwei gute Torchancen erspielt. Die sechste Minute brachte die Führung durch Jamie Lindt mit einem Schuss aus vollem Lauf ins Gehäuse der Lauterbacher. Das erste Drittel wurde weiterhin vom Heimteam dominiert und Sascha Drehmann ließ in der 18. Minute nach Vorlage Thimo Dietrich und David Bineschpayouh das 2:0 folgen. Bei Ausnützen der vorhandenen Tormöglichkeiten hätte der NEV schon in diesem Drittel den Sack zumachen können. Im zweiten Drittel kam eine andere Gastmannschaft aus der Kabine. Arno Lörsch, der Gästecoach, sagte später in der Pressekonferenz: -“In der ersten Drittelpause bin ich laut geworden. Was ich gesehen habe, ließ mich konsternieren.“ Der Anschlusstreffer der Gäste fiel in der 26. Minute. Was mit Kampfgeist möglich ist, bewies einmal mehr Sascha Drehmann. In Überzahl agierend verlor er die Scheibe im gegnerischen Drittel, erkämpfte sich diese zurück und schoss verdeckt zwei Meter hinter der blauen Linie auf das Gästetor und es stand 3:1 für den NEV in der 27. Minute. Als Paul Gebel auf der Strafbank saß, der erneute Anschlusstreffer der Luchse in der 31. Minute, da die Abwehr die Scheibe nicht aus dem Drittel bekam. Im letzten Drittel sahen die Zuschauer ein Spiel auf Augenhöhe. Zuerst konnte Holger Schrills in Überzahl auf Vorlage Alex Richter und Alex Wolf mit dem 4:2 den Zwei-Tore Abstand wiederherstellen. Der Gast kämpfte weiter und wurde in der 47. Minute mit dem Anschlusstreffer belohnt. So blieb es bis 140 Sekunden vor Schluss. Der Schiedsrichter pfiff eine mehr als aus Neusser Sicht umstrittene Strafzeit gegen den NEV. Die Folge: Arno Lörsch ließ sein Team nach einer Auszeit mit 6 gegen 4 agieren und 52 Sekunden vor Schluss schlug die Scheibe in das Herz der Neusser ein. Im anschließenden Penaltyschießen war Lauterbach glücklicher. Wieder einmal konnte kein Neusser den gegnerischen Keeper, bei einem Treffer der Lauterbacher, überwinden.

Festzuhalten bleibt: Drei Punkte waren möglich, der dritte Block schoss drei Tore. Bei der Pressekonferenz sagte Arno Lörsch: „Wir sind hier heute mit einem blauen Auge davon gekommen. Mehr war heute nicht drin, Penalty ist auch immer Glück.“ NEV-Trainer Andrej Fuchs: „Die Mannschaft muss 60 Minuten arbeiten. Ich sage es immer wieder, und ich hatte mit mehr als einem Punkt gerechnet. Eishockey ist ein Sport, bei dem man nie das bekommt, was man verdient.“

Im Spiel gegen die Hammer Eisbären war der NEV der klare Außenseiter. Das Endergebnis von 5:1 für den Gastgeber gibt auch den Spielverlauf in einem von unzähligen Strafzeiten geprägten Spiel wieder. Im ersten Drittel wurde vom NEV eine 5:3-Überzahl nicht genützt. Viel besser machten es die Eisbären, die in der zwölften Minute mit einem Spieler weniger die Führung durch Ibrahim Weißleder erzielen konnten. Drei Minuten später das zweite Tor für den Gastgeber, diesmal mit zwei Spielern mehr auf dem Eis. In diese personelle Überzahl der Eisbären ein Alleingang von Pascal Rüwald, der jedoch am Hammer Schlussmann Sebastian May scheiterte. Den Schlusspunkt im ersten Drittel setzte Justin Demuth mit dem 3:0 in der 18. Minute. Das zweite Drittel verlief torlos. Geprägt wurden diese 20 Minuten von drei Dingen, zwei Alleingängen der Eisbären auf das Neusser Tor und einer aus NEV-Sicht absolut irregulären Matchstrafe gegen Nils Lingscheidt. Im letzten Drittel erhöhte Hamm in Person von Igor Furda in der 45. Minute auf 4:0. Das letzte Tor der Gastgeber schoss wie schon das erste Ibrahim Weißleder in Überzahl zwei Minuten später. Eine erneute 5:3-Überzahl kurz darauf konnte wie schon im ersten Drittel nicht vom NEV genutzt werden. Kapitän Holger Schrills war 77 Sekunden vor Schluss mit dem einzigen Tor für das Team erfolgreich.

Zur Matchstrafe erklärte der Neusser EV in seiner Mitteilung: „Bei der Matchstrafe gegen Nils Lingscheidt liegt kein Verschulden des Spielers vor. Er kollidierte unglücklich mit der Hauptschiedsrichterin und brachte diese beim Aufstehen zu Fall. Diesen Vorfall hatte auch der Mannschaftskapitän der Hammer Eisbären, der zu diesem Zeitpunkt auf der Strafbank nur vier Meter entfernt saß, gesehen. Mit einer sehr sportlichen und fairen Geste unterstützt er den NEV mit einem Zusatzbericht zum Geschehen. Jetzt bleibt abzuwarten, wie der Verband hier entscheidet.“

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