Erst die „Leichtigkeit des Seins“ – dann doch ein ArbeitssiegSpannung nach 3:0-Führung

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In der Vorankündigung zu diesem Match stand: Spiele gegen die Dinslakener Kobras sind weder etwas für zart besaitete Gemüter noch schwache Nerven, denn wenn Ratinger Ice Aliens gegen Kobras antreten, geht es regelmäßig richtig zur Sache. Nach 60 Minuten Spielzeit und 14 Toren dürfte diese Beschreibung für den 8:6 (3:0, 0:3, 5:3)-Auswärtssieg der Außerirdischen zutreffend gewesen sein.

Wache, angriffslustige und schnell kombinierende Aliens erspielten sich im ersten Drittel, aus einer Verteidigung, die sehr konzentriert nur wenige Möglichkeiten der Gastgeber zuließ, auf ziemlich beeindruckende Weise einen Drei-Tore-Vorsprung. Auch wenn sich die Kobras erheblich wehrten, schnürten die Ratinger ihre Gegner langsam aber sicher immer mehr ein, sodass der Treffer zum 1:0 in der zehnten Minute durch die Wilson-Kuchynka-Behlau-Angriffsformation fast schon zwangsläufig fallen musste. Nach einer überstandenen Unterzahlsituation nutzten die Aliens dann in der 14. Minute ihrerseits ein Überzahlspiel, um nachzulegen: Von Dennis Fischbuch sowie Marvin Moch freigespielt, vollstreckte Milan Vanek mit einem „satten Schuss mit Nachhall“ in die Maschen. Verteidiger Max Piotrowski leitete zwei Minuten vor Drittelende den dritten Streich über seinen schnellen Sturmkollegen Maurice Musga ein. Vollendet wurde dieser Konter durch Robert Licau, der den gegnerischen Goalie gekonnt umspielte und zum 3:0-Pausenstand einschob.

Und dann kam das zweite Drittel, in dem alles, was das Spiel der Ice Aliens vorher ausgemacht hatte, „irgendwie“ wie weggewischt war. Zuordnungen bzw. Laufwege passten nicht mehr so ganz, Stockfehler schlichen sich ein und die Außerirdischen handelten sich eine absolut unglückliche, doppelte Unterzahl ein. Nach Ablauf von vierzig Minuten waren die Auswirkungen dieses „Blackouts“ auf der Anzeigetafel ablesbar – 3:3.

Anfang der letzten zwanzig Minuten schien es ähnlich weiterzugehen, denn bei einer Kobras-Attacke hüpfte der Puck wie in einem Flipperautomaten zwischen den Schienen des Ice Aliens-Schlussmanns Christoph Oster hin und her, rutschte aber glücklicherweise nicht durch. Nach diesem erneuten Schreck in der Abendstunde erfolgte dann aber endlich die Antwort: 42. Minute, das 4:3 durch Štěpán Kuchynka, 44. Minute, das „abgefälschte“ 5:3 von Dennis Fischbuch und 51. Minute eine sehenswerte Reihe von Pässen zwischen Marvin Moch, Dennis Fischbuch und Milan Vanek, die mit dem 6:3 endete.

Das hätte der Knock-out, der endgültiger Niederschlag, sein müssen – aber weit gefehlt. Beide Mannschaften machten sich das Leben weiter schwer und ließen es immer schön abwechselnd im gegnerischen Kasten „krachen“. Für Ratingen hämmerte Dennis Fischbuch die Hartgummischeibe in der 54. Minute zum 7:4 in den Dinslakener Torwinkel; das Trio Pascal Behlau, Štěpán Kuchynka und Milan Vanek konterte den Gegner in der 60. Minute beim 8:5 überfallartig aus. Das „letzte Wort“ überließen die Gäste pflichtschuldig dann ihren Gastgebern – 59:57 Minute, Tor für die Kobras und der Endstand von 8:6 für die Ratinger Ice Aliens.

Tore: 0:1 (9:23) Pascal Behlau (Milan Vanek, Kevin Wilson), 0:2 (13:30) Milan Vanek (Marvin Moch, Dennis Fischbuch), 0:3 (17:47) Robert Licau (Maurice Musga, Max Piotrowski), 1:3 (28:33) Alexander Brinkmann (Sebastian Haßelberg, Daniel Pleger), 2:3 (35:30) Kamil Vavra (Sven Linda, Jan Nekvinda), 3:3 (37:47) Jan Nekvinda (Kamil Vavra, Marvin Linse), 3:4 (41:52) Stepan Kuchynka (Pascal Behlau, Kevin Wilson), 3:5 (43:06) Dennis Fischbuch (Lukas Becker, Milan Vanek), 3:6 (50:26) Milan Vanek (Dennis Fischbuch, Marvin Moch), 4:6 (51:05) Jan Nekvinda (Kamil Vavra, Sebastian Haßelberg), 4:7 (53:13) Dennis Fischbuch (Milan Vanek), 5:7 (57:05) Daniel Pleger (Marvin Linse, Benedikt Hüsken), 5:8 (59:27) Milan Vanek (Stepan Kuchynka, Pascal Behlau), 6:8 (59:57) Alexander Brinkmann (Daniel Pleger, Marvin Linse). Strafen: Dinslaken 8, Ratingen 10 + 10 (Kevin Wilson).

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