Ersatzgeschwächte Eisbären verlieren in Neuss Hamm musste mit Mini-Kader antreten

Ersatzgeschwächte Eisbären verlieren in Neuss Ersatzgeschwächte Eisbären verlieren in Neuss
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Die Eisbären reisten mit einem kleinen Kader von nur zehn Feldspielern nach Neuss. Neben den gesperrten Weissleder, Loecke und Ulrich fehlten auch Mangold und Mäkijärvi, die aufgrund ihrer Verletzungen aus dem Ratingen-Spiel nicht mitwirken konnten. Dennoch zeigten die Eisbären vor allem kämpferisch eine überzeugende Leistung. Das Spiel begann zunächst verhalten, die Eisbären versuchten defensiv geordnet zu agieren und waren bei ihrem schnellen Umschaltspiel stets gefährlich. Gefährliche Torchancen blieben in den ersten zehn Minuten allerdings Mangelware. In der 11. Minute gingen die Eisbären nach einem dieser Angriffe in Führung. Demuth setzte Thau in Szene und dieser legte mustergültig quer auf Oliver Kraft der die Scheibe zum 0:1 über die Linie bugsierte. Die Freude währte aber nur kurz, denn Dietrich besorgte keine Minute später bereits den Ausgleich, als er eine Unordnung in der Defensive der Eisbären nutzte. Der dünne Eisbärenkader reduzierte sich dann weiter. Dustin Demuth musste nach einer unglücklichen Aktion wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge vorzeitig unter die Dusche. Die verbliebenen neun Feldspieler wehrten sich nach Kräften und überstanden die fünfminütige Unterzahl ohne Gegentreffer.

Im zweiten Drittel zeigten die Eisbären die deutlich bessere Spielanlage und kreierten eine Reihe guter Chancen, die sie allerdings nicht nutzen konnten. Teils wurden die Schüsse neben das Tor gesetzt oder der gut aufgelegte Ken Passmann im Neusser Tor verhinderte weitere Treffer der Eisbären. Auf der anderen Seite merkte man den Eisbären den zunehmenden Kräfteverschleiß durch zunehmende Unkonzentriertheiten an. Die Gastgeber nutzten dies konsequent aus und schafften binnen 7 Minuten die Vorentscheidung. Zunächst traf Bineschpayouh, als sein Schuss von der Bande glücklich wieder zurück kam und er ins leere Tor einschieben konnte (31.). Nur vier Minuten später traf Dietrich ins obere Toreck zum 3:1 und als Rüwald einen Abpraller zum 4:1 verwertete war die Vorentscheidung gefallen (38.).

Ein wenig Hoffnung keimte bei den Eisbären nach dem schnellen Anschlusstreffer durch Ehlert (42.) auf. In der 45. Minute dann der nächste Rückschlag für die Hammer. Sebastian May hatte einen Schuss gegen den Kehlkopf bekommen und blieb benommen auf dem Eis liegen, musste anschließend gar ins Krankenhaus gebracht werden, wo er zur Kontrolle eine Nacht verbringen musste: „Sebastian geht es den Umständen entsprechend gut. Er wurde gut versorgt und ist zur Vorsicht stationär im Krankenhaus in Neuss aufgenommen worden. Wir hoffen, dass die Verletzung nicht so gravierend ist, nach ersten Erkenntnissen handelt es sich nicht um einen Bruch, so dass wir vorsichtig optimistisch sind“, so Trainer Daniel Galonska. Rene Sembach, der Marc Fleischer als Back-Up vertrat, ging für die letzten 15 Minuten ins Tor und er machte seine Sache gut. Die Eisbären versuchten nochmal alles um das Spiel doch noch zu drehen. Aber Passmann hatte an diesem Abend etwas dagegen und vereitelte mehrere hochkarätige Chancen der Eisbären. Als die Eisbären bei eigener Unterzahl nochmal die letzten Kräfte mobilisierten und mit drei Spielern forecheckten, liefen sie in einen Konter, den Lingscheidt zum 5:2 abschloss (60.). Das 5:3 durch Oliver Kraft in Überzahl eine Sekunde vor Schluss bedeutete nur noch Ergebniskosmetik. Daniel Galonska war nach der Begegnung dennoch zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Ich muss meinen Jungs heute ein Riesenkompliment machen. Wir haben es trotz des Rumpfkaders geschafft uns immer wieder gute Chancen herauszuspielen. Es wäre nicht unverdient gewesen, wenn wir hier etwas mitnehmen. Gedanklich haken wir das Spiel schnell ab und konzentrieren uns auf die nächsten schweren Aufgaben und drücken Sebastian die Daumen, dass er schnell wieder auf die Beine kommt.“

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