Erfolgreiche Extraschicht, aber neue UngewissheitMainzer Wölfe

Erfolgreiche Extraschicht, aber neue UngewissheitErfolgreiche Extraschicht, aber neue Ungewissheit
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Schon vor dem Heimspiel gegen die sicher für das Finale qualifizierten Eifel-Mosel Bären hatte sich die Arithmetik erheblich verändert. Nach dem im Penaltyschießen sichergestellten 5:4-Heimsieg gegen Bitburg, für den es zwei Punkte gibt, stellt sich die Situation nun wie folgt dar: Gewinnt Beaufort seine beiden Nachholspiele gegen den EHC Neuwied II, wovon auszugehen ist(am Samstag hieß es 7:1), fällt am 9. Februar (17.30 Uhr, Eissporthalle am Bruchweg) im letzten Hauptrundenspiel der Wölfe gegen Beaufort die Entscheidung um die Finalteilnahme. Dann reicht den Wölfen in jedem Fall ein Unentschieden nach 60 Spielminuten, um die Chance auf die Titelverteidigung zu wahren.

TSV Schott Mainz – Eifel-Mosel Bären 5:4 (0:0, 1:1, 2:2, 1:0) n.P.: „Wir brauchen die Punkte dringend“, wusste Teammanager Milan Nosek bereits vor dem ersten Bully. Dass es am Ende nur zwei und nicht drei wurden, war unglücklich. 4:3 führte Mainz wenige Minuten vor Schluss, als Nicolas Johansson bei einem Konter mit der Rückhand wohl die hintere Torstange traf, von wo die Scheibe zurücksprang. Einen Videobeweis gibt es in der fünften Liga leider nicht – daher war die Entscheidung „kein Tor“ von den Schiedsrichtern nicht nachzuprüfen. Stattdessen fand, als Bitburg mit sechs Feldspielern auf den finalen Ausgleich drängte, ein Schuss von David Müller über Michel Janegas Schläger den Weg an Marc Stromberg vorbei ins Tor: 16 Sekunden vor Schluss hieß es 4:4, Penaltyschießen. Hier brachten Stromberg und sein Pendant, der Amerikaner Ian Harper, die Schützen reihenweise zum Verzweifeln. Nachdem David Nytra mit dem 15. Schuss erstmals getroffen hatte, legte Marco Hillgärtner prompt nach. Erst der 24. Schuss brachte die Entscheidung – und wieder traf Nytra in den linken oberen Torwinkel. Jubel. Humba. Aber noch nicht das Finale.

In einem ausgeglichenen ersten Drittel hatte Stromberg die stärkste Szene, als er mit der Fanghand gegen Thomas Barth klärte (17.). Ansonsten neutralisierten sich beide Teams weitgehend. Bitburg war zwar nur mit neun Feldspielern nach Mainz gereist, doch die zeigten wie gewohnt eine beherzte Leistung. Mainz musste ständig auf der Hut sein. Einmal gelang das nicht, als Müller entwischte, und der bestrafte das sogleich mit dem 0:1 (22.). Der Mainzer Ausgleich durch Viktor Brauer (26.) war aber verdient; Johansson war um das Tor gekurvt, am Torkreis standen plötzlich Maxim Mustaf und Brauer vollkommen ungedeckt. In Überzahl fand zu Beginn des Schlussdrittels ein Schuss von Janega den Weg zum 1:2 (41.). Nytra verwertete einen glänzenden Diagonalpass von Michael Horcicka zum Ausgleich (47.), doch abermals gingen die Gäste in Führung, weil Müller einen Mainzer Scheibenverlust zu einem erfolgreichen Alleingang nutzte (51.). Im Anschluss bewies Spielertrainer Alexey Gebel zweimal seinen Torinstinkt und stellte auf 4:3 für Mainz. Doch bis zum Heimsieg sollte anschließend noch eine ganze Zeit samt langer Extraschicht vergehen.

Tore: 0:1 (22.) Müller (Fink/4-5), 1:1 (26.) Brauer (M. Mustaf, Johansson), 1:2 (41.) Janega (Tschammer/5-4), 2:2 (47.) Nytra (Horicka, Balgar/5-4), 2:3 (51.) Müller (4-5), 3:3 (52.) Gebel (M. Mustaf, Wölk), 4:3 (56.) Gebel (Johansson, Horcicka/5-4), 4:4 (60.) Janega (Müller, Golumbeck/6-5), 5:4 Nytra (Penalty). Strafen: Mainz 14, Bitburg 16.


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