Eisbären verpassen TabellenführungHeute Derby in Dortmund

Eisbären verpassen TabellenführungEisbären verpassen Tabellenführung
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Durch eine Freikartenaktion zur Stärkung der Eishalle Hamm fanden 734 Zuschauer den Weg zum Nachholspiel gegen den Neusser EV. Die Gäste hatten vor dem Spiel mit einer erschwerten Anreise zu kämpfen, dennoch erwischten sie den besseren Start. Bereits in der vierten Minute traf Bineschpayouh mit einem Schlenzer in den Winkel zur frühen Führung. Die Eisbären antworteten mit wütenden Angriffen und wurden in der neunten Minute durch den Ausgleichstreffer von Thomas Ehlert belohnt. Die Freude währte jedoch nicht lange, im direkten Gegenzug brachte Dietrich die Gäste erneut in Führung. Was folgte, war ein Sturmlauf der Eisbären, doch entweder das Aluminium oder Jugendtorwart Sievering verhinderten einen weiteren Treffer der Eisbären.

Im zweiten Drittel änderte sich das Bild nicht. Die Eisbären drängten auf den Ausgleich, doch schlichen sich durch den Offensivdrang auch einige Fehler in der taktischen Disziplin bei den Eisbären ein. Nach einem Scheibenverlust im gegnerischen Angriffsdrittel fuhren die Gäste einen Konter, den Rüwald zum 1:3 abschloss (25.). Kurz darauf fast das gleiche Bild: Scheibenverlust der Eisbären im gegnerischen Drittel, Konter der Gäste und Tor durch Rüwald (26.). Daniel Galonska nahm eine Auszeit um sein Team neu zu sortieren. Dies zeigte zunächst auch Wirkung. In überzahl gelang Martin Köchling nach einem Alleingang der Anschluss zum 2:4 (29.). Weitere hochkarätige Chancen vereitelte der zum zweiten Drittel eingewechselte Passmann im Neusser Gehäuse. Den Kampfgeist konnte man den Eisbären nicht absprechen, auch im letzten Drittel lief das Spiel fast ausschließlich in Richtung Neusser Tor. Als Igor Furda einen Abpraller nach einem Schuss von Ortwein zum 3:4 verwertete keimte bei den Zuschauern Hoffnung aus das Spiel noch drehen zu können (51.). Letztendlich erkämpften sich die Gäste aber den Sieg. Bei den Eisbären standen am Ende vier Aluminiumtreffer zu Buche. Trainer Galonska war nach dem Spiel angesäuert: „Wenn man den Gegner auf die leichte Schulter nimmt und nicht von Beginn an mit voller Konzentration im Spiel ist, muss man sich nicht wundern, dass man einem Rückstand hinterher läuft. Wir haben das Spiel dann in den Griff bekommen und uns auch sehr gute Chancen herausgespielt, aber letztendlich wollte Neuss den Sieg um jeden Preis und hat sich ihn über die kämpferische Einstellung verdient.“

Die Eisbären haben bereits heute Abend wieder die Möglichkeit zur Wiedergutmachung, wenn um 20 Uhr das Derby bei den Eisadlern Dortmund auf dem Programm steht. Die Spiele in dieser Saison waren stets ausgeglichen, die Bilanz ist zu Gunsten der Eisbären positiv. Dennoch dürfen sich die Zuschauer auf eine spannende Begegnung freuen, so sieht es auch Galonska: „Wie in den vergangenen Spielen auch, wird es auch heute wieder ein enges Spiel sein, das von Kleinigkeiten entschieden wird. Ich kann ich es nicht oft genug sagen, wenn wir uns auf unsere Tugenden konzentrieren und voll konzentriert an die Aufgabe herangehen, können wir jeden Gegner schlagen. Wir möchten gerne den Druck auf Ratingen hoch halten und gerne in Dortmund punkten.“

Personell müssen die Eisbären auf Mikael Paunio verzichten der sich gegen Neuss eine Rippenblessur zugezogen hat und länger auszufallen droht. Ein Einsatz von Lari Mäkijärvi wird sich kurzfristig aufgrund seines grippalen Infektes entscheiden. Dafür stoßen mit Klinke und Schäfer wieder zwei Förderlizenzspieler zum Kader der Eisbären.