Eisbären machen Sechs-Punkte-Wochende perfekt Hamm gewinnt in Lauterbach

Eisbären machen Sechs-Punkte-Wochende perfekt Eisbären machen Sechs-Punkte-Wochende perfekt
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Mit lediglich zehn Feldspielern und zwei Torhütern reisten die Hammer Eisbären nach Hessen zu den Luchsen Lauterbach. Die Vorzeichen auf einen Erfolg waren alles andere als gut, was die Zuschauer geboten bekamen, waren nie aufgebende und bis zum Umfallen kämpfende Eisbären. Den besseren Start erwischten die Gastgeber, bereits in der 6. Minute traf Schulz nach einem Konter zur frühen Führung. Die Eisbären trugen ihre Angriffe geordnet vor. Einen dieser Angriffe nutzte Kevin Thau in abgebrühter Weise als er Grunewald geschickt ausspielte (11.). Das größte Manko der Eisbären an diesem Abend war allerdings die nicht aggressiv genug zu Werke gehende Defensive, so traf zunächst erneut Schulz (12.) nach einem Puckverlust der Eisbären im eigenen Drittel und nur eine Minute später erhöhte Grund aus dem Slot gar auf 3:1 (13.). Aber die Eisbären antworteten mit weiteren Angriffen. In der 19. Minute dann der Anschlusstreffer durch Paunio, der einen Schuss von Pietzko ins Tor abfälschte. Es ging mit der knappen Führung der Lauterbacher zum ersten Pausentee.

Im zweiten Drittel begannen die Eisbären druckvoll und schnürten die Gastgeber zeitweise in dessen Drittel ein, hatten aber auch Pech bei einem Pfostentreffer von Furda (25.) – einer von insgesamt vier Aluminiumtreffer an diesem Abend. In dieser Druckphase fiel der Ausgleich, Paunio verlud zwei Abwehrspieler und vollendete gekonnt (26.). In Überzahl gingen die Eisbären Tim Pietzko mit einem Hammer von der blauen Linie in den Winkel in Führung und drehten somit diese Partie (34.). Völlig überraschend fiel der Ausgleich für die Luchse in der 38. Minute als Horak einen Schuss vom Bully weg abfälschte. Die Eisbären waren ungeordnet nach diesem Gegentreffer und nur kurz darauf kam Grund im Slot frei zum Schuss und drehte das Spiel wieder zu Gunsten der Lauterbacher.

Ins letzte Drittel kamen die Eisbären besser hinein. Thau nutzte ein Gestocher vorm Tor von Grunewald und traf im Nachsetzten zum erneuten Ausgleich. Die Gäste übernahmen die Kontrolle, scheiterten aber bei ihren Versuchen am Aluminium oder an Grunewald. Die Drangphase blieb ohne Erfolg. Auf der anderen Seite konnte sich auch Marc Fleischer im Eisbärentor auszeichnen und vereitelte einige Chancen der Gastgeber in den letzten fünf Minuten. Eigentlich hatten sich alle Beteiligten bereits auf das Penaltyschiessen eingestellt. 12 Sekunden vor Ende kannte der Jubel bei den Gästen keine Grenzen mehr, als Kevin Thau einen Handgelenksschuss platzierte. Der Ton einer Scheiben am Aluminium hallte durch den Luchsbau, es war allerdings nicht die Latte, sondern das innere Gestänge welches Thau traf und der Schiedsrichter gab das Tor für die Eisbären. Der Sieg war perfekt, entsprechend begeistert zeigte sich Daniel Galonska nach der Partie: „Ich muss der Mannschaft heute ein Riesenkompliment machen, wie sie hier aufgetreten ist und bis zum Ende an sich geglaubt hat. Über die gesamte Spielzeit gesehen hatten wir die besseren Chancen, aber Ende ist der Sieg so kurz vor Ende der Partie ein wenig glücklich. Ich konnte von meiner Position aus nicht erkennen ob die Scheibe im Tor war oder nicht, der Schiedsrichter stand allerdings gut und hat sofort auf Tor entschieden. Durch die Siege gegen Dortmund und Lauterbach haben wir den Vorsprung auf die direkten Verfolger ausbauen können. Jetzt werden wir kurz regenerieren und uns gezielt und voll konzentriert auf Ratingen vorbereiten“, so Galonska.