Eisadler kassieren erste Niederlage der SaisonEisadler Dortmund

Eisadler kassieren erste Niederlage der SaisonEisadler kassieren erste Niederlage der Saison
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Ein ungewohntes Gefühl nach 15 Siegen in Folge, und das merkte man der Mannschaft nach Spielende deutlich an. Denn während der Herforder EV den verdienten 4:3-Heimsieg vor knapp 500 Zuschauern ausgiebig feierte, flüchteten die geschlagenen Eisadler sogar noch vor der Ehrung der Spieler des Abends frustriert in die Kabine.

Von Spielbeginn an merkte man, dass die Gastgeber bestens auf ein intensives Kampf- und Konterspiel eingestellt waren. Zwar gaben die Eisadler bereits nach 19 Sekunden den ersten Schuss auf das Gehäuse des guten Herforder Keepers Sören Werth ab, aber die Ostwestfalen ließen mit ihrer ersten Chance auch nicht lange auf sich warten.

Schnell wurde klar, dass die Gastgeber zwar tief in der Abwehr standen, aber auch immer wieder mit schnellen Kontern Nadelstiche setzten. So konnte der HEV-Keeper in der 4. Minute erst retten, dann einen schnellen Konter seiner Mannschaft sehen, wieder beherzt eingreifen und danach das 1:0 seiner Truppe bejubeln. Die Eisadler wirkten irritiert, den „Freitagabend-Ausflug“ hatten sie sich anders vorgestellt. Trotzdem versuchte das Sikorski-Team dagegen zu halten, eroberte sich mehr Spielanteile und gute Möglichkeiten, der Ausgleich fiel aber erst zwei Minuten vor der ersten Drittelpause. Verteidiger Kai Domula zog bei doppelter Überzahl von der blauen Linie ab, und sein Schuss wurde noch von Constantin Wiechern zum 1:1-Ausgleich abgefälscht.

Die Dortmunder Freude hielt aber keine 90 Sekunden an, dann gab es einen weiteren schnellen Herforder Konter, gemixt mit Adler-Abwehr-Konfusion und der erneuten Führung der Gastgeber. So ging es auch nach der ersten Pause weiter: Eisadler Chancen, aber auch Unkonzentriertheiten und Stellungsfehler im Defensivverhalten, schnelle Herforder Konter und weitere Chancen auf beiden Seiten.

Das 2:2 in der 31. Spielminute entstand durch ein beherztes Nachsetzen von Malte Bergstermann hinter dem gegnerischen Tor, und das sogar in Unterzahl. Er luchste Sören Werth die Hartgummischeibe ab und schob sie dann mit einigem Glück über die Linie. Auch der zweite Dortmunder Ausgleich brachte die Herforder Dragons nicht von ihrem Plan ab und der lautete: Erneut kontern, und zum dritten Mal in Führung gehen. Dies geschah in der 37. Minute und wieder war es ein Mix aus Ostwestfalenkonter und Dortmunder Abspielfehler, und wieder war es der gerade erst von einer Knieverletzung genesene Jan-Niklas Linnenbrügger, der gekonnt vollstreckte.

Im Schlussabschnitt gab es dann das 3:3 nach schöner Einzelaktion von Michael Alda und die erneute und endgültige Herforder Führung zum 4:3-Siegtreffer, zusätzlich noch reichlich Strafzeiten, darunter ein Spielausschluss gegen Felix Berger sowie den verletzungsbedingten Ausfall von Roberto Rinke.

Im Sinne der Chronistenpflicht sollte noch erwähnt werden, dass die Eisadler mit Nils Sondermann, Marc Kolberg und Thomas Branz auf gleich drei Verteidiger verzichten mussten. Als Ausrede soll dies aber nicht verstanden werden. Den Sieg hat sich der Herforder EV redlich verdient, den Eisadlern blieb nur die Erkenntnis, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen, und dass man aus Niederlagen auch lernen kann, auch oder vor allem wenn es die erste ist.

Das nächste Heimspiel der Eisadler Dortmund findet am kommenden Sonntag, 16. Februar, statt. Dann wird um 19 Uhr an der Strobelallee die Zweitvertretung des Neusser EV erwartet.

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