Eisadler gewinnen Derby gegen HammDortmund dreht 0:3-Rückstand

Eisadler gewinnen Derby gegen HammEisadler gewinnen Derby gegen Hamm
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Die Dortmunder Eisadler sind mit einem 6:4 (0:3, 3:0, 3:1)-Sieg bei den Hammer Eisbären in die Endrunde der 1.Liga West gestartet. Dabei sahen die 1011 Zuschauer ein packendes Spiel mit einem am Ende verdienten Sieger aus Dortmund.

Derbystimmung, eine große Kulisse, Kampf und Leidenschaft. Das sind die Zutaten für einen großen Eishockeyabend. Und den gab es, zumindest aus Dortmunder Sicht, am Sonntagabend in Hamm.

Im ersten Drittel sah es allerdings noch gar nicht nach einem Dortmunder Erfolg aus. Unnötige und zumindest in einigen Teilen diskussionswürdige Strafzeiten führten dazu, dass die Eisadler in den ersten 20 Minuten selten komplett auf dem Eis standen. Uns so fiel auch das 1:0 aus Hammer Sicht als zwei Dortmunder auf der Strafbank saßen. Kevin Thau erzielte den Treffer in der siebten Spielminute, und als Robin Loecke und nochmals Kevin Thau die Führung auf 3:0 ausbauten, waren nicht mehr viele Dortmunder Fans vom Sieg der Eisadler überzeugt.

Doch Trainer Krystian Sikorski fand in der Kabine die richtigen Worte, denn im zweiten Drittel sahen die Fans eine andere Eisadler-Mannschaft. Zielstrebig erarbeitete man sich immer mehr Spielanteile. Und so war der Treffer von Sebastian Licau in der 27. Minute die logische Konsequenz des nun verbesserten Dortmunder Spiels. Die Eisadler agierten nun immer besser und bestimmten die Partie. Und als Jiri Svejda und Andre Kuchnia per Doppelpack zum 3:3 ausglichen, kannte der Jubel unter den Dortmunder Fans keine Grenzen mehr.

Auch im letzten Drittel sahen die Zuschauer eine spielerisch auftrumpfende Dortmunder Mannschaft, die durch einen weiteren Doppelpack von Malte Bergstermann sogar auf 5:3 davonzog, allerdings auch einen Schreckmoment verdauen musste. Marc Kolberg musste nach einem hohen Stock blutend vom Eis und wurde direkt zur Untersuchung in ein Krankenhaus gefahren. „Übeltäter“ Ibrahim Weißleder wurde zum Duschen geschickt.

Doch auch ohne Weißleder gaben die Eisbären nicht auf und konnten durch Mike Ortwein nochmal verkürzen. Sie setzten nun alles auf eine Karte, nahmen Goalie Sebastian May aus dem Tor, und mussten dann aber 46 Sekunden vor Schluss den 6:4 Siegtreffer durch Dortmunds Jiri Svejda hinnehmen, der cool und routiniert den Puck im leeren Tor unterbrachte.

Fazit: Ein Wahnsinnsspiel mit einem verdienten Derbysieger aus Dortmund. Bleibt zu hoffen, dass das Rückspiel am 08.01. in Dortmund endlich mal wieder vor einer ähnlich beeindrucken Kulisse stattfinden wird, so wie es jetzt in Hamm der Fall war. Das nächste Spiel der Eisadler ist aber erst einmal ein weiteres Auswärtsspiel. Am 3. Januar treffen die Dortmunder auf die Lauterbacher Luchse.

Tore: 1:0 (6:55) Thau (Furda, Weißleder), 2:0 (9:38) Loecke (Kraft, Ulrich), 3:0 (12:29) Thau (Demuth, Ehlert), 1:3 (27:58) Licau (Bitter), 2:3 (35:53) Svejda (Kuchnia), 3:3 (36:13) Kuchnia (Potthoff, Licau), 3:4 (43:20) Bergstermann (Bitter, Licau), 3:5 (52:12) Bergstermann (Kuntu- Blankson), 4:5 (55:29) Ortwein (Loecke, Furda), 4:6 (59:24) Svejda (Potthoff). Strafen: Hamm 8 + 5 + Spieldauer (Weißleder), Dortmund 12. Zuschauer: 1011.