Eisadler besiegen Ice Aliens5:2-Erfolg für Dortmund

Eisadler besiegen Ice AliensEisadler besiegen Ice Aliens
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Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch waren die zahlreichen Dortmunder Fans nach Ratingen aufgebrochen, denn das Spiel am Freitag gab nicht viel Anlass zu Optimismus, dass man beim bisherigen Ligaprimus in Ratingen punkten könnte. Was folgte, war aber ein fantastischer Eishockeyabend mit allem, was diesen Sport ausmacht. Kampf, Leidenschaft und ein unbändiger Siegeswille bei beiden Teams, und am Ende ein hochverdienter 5:2-Erfolg der Eisadler.

Dabei machten es beide Teams spannend. Ratingen ging früh in Führung, aber kurz danach konnte Felix Berger bereits den Ausgleich erzielen. Und Dank Andre Kuchnias Tor gingen die Dortmunder mit einer 2:1-Führung zum ersten Mal in die Kabine. Im zweiten Drittel erkämpften sich die Eisadler viele weitere Chancen, oftmals in Überzahl, aber ein weiteres Tor wollte einfach nicht gelingen, wie schon so häufig in dieser Saison. Stattdessen brachte Milan Vanek mit dem Ausgleichstreffer zum 2:2 seine Aliens wieder ins Spiel. Nun musste also das letzte Drittel die Entscheidung bringen. Und die Eisadler starteten furios. Bereits nach 26 Sekunden brachte Jiri Svejda mit einer tollen Einzelaktion sein Team wieder in Front. Doch die Aliens gaben sich noch lange nicht geschlagen. Immer wieder stürmten die Ratinger vor das Dortmunder Tor, doch die verteidigten aufopferungsvoll die knappe Führung. Und nicht nur das, durch einen fulminanten Schuss von der blauen Line erhöhte Kapitän Niko Bitter sogar auf 4:2.

Wer nun dachte, dass er bis dahin ein spannendes Spiel gesehen hat, sollte eines Besseren belehrt werden. Es wurde noch spannender. Dortmund nun fast immer in Unterzahl und die Ratinger Angriffsmaschinerie rollte immer wieder vor das Dortmunder Gehäuse. Aber wenn es mal ein Eisadler nicht geschafft hat, seinen Körper zwischen Schütze und Tor zu werfen, war Marius Dräger zur Stelle. Als dann kurz vor Ende Ratings Coach Alexander Jacobs auch noch Goalie Dennis Kohl vom Eis nahm und somit eine 6:3-Überzahlsituation erzeugte, rechnete jeder mit dem längst fälligen Anschlusstreffer. Doch wiederum war es Jiri Svejda der sich ein Herz fasste, den Puck unter Kontrolle brachte und souverän zum 5:2 (2:1, 0:1, 3:0)-Sieg der Dortmunder in das leere Gehäuse traf.

Der Jubel auf Seiten der Dortmunder Fans kannte nun kein Ende mehr und die Mannschaft hat einmal wieder gezeigt, wozu sie fähig ist. Mit diesem Sieg hat man nun auch erst einmal den vierten Platz in der Tabelle gefestigt. Doch von nun an gibt es nur noch Endspiele, so eng ist die Tabellensituation in der ersten Liga West. Sechs Spiele muss das Team von Trainer Krystian Sikorski noch bestreiten, dann steht fest, ob es für Platz vier und damit für die Teilnahme an den Playoffs gereicht hat.

Das erste Endspiel findet bereits am kommenden Mittwoch um 19.30 Uhr im Eisstadion an der Strobelallee statt. Gegner in diesem Spiel sind dann die Kobras aus Dinslaken. Dieser Gegner ist den Eisadlern in keiner guten Erinnerung, denn das Team um Kapitän Sven Linda hat den letzten Vergleich in Dortmund mit 5:4 gewinnen können.

Zudem muss das Team der Eisadler auf Matthias Potthoff verzichten, der in Ratingen nach einem unbeabsichtigten Stockstich mit Verletzungsfolge für das Duell gegen die Kobras gesperrt ist.

Trotzdem wäre ein Sieg für die Eisadler in diesem Nachholspiel immens wichtig, denn dann würde der Abstand auf die Kobras auf neun, und auf den Neusser EV auf sechs Punkte anwachsen. Bei einer Niederlage würde der Vorsprung auf beide Teams nur noch drei Punkte betragen.

Tore: 1:0 (1:11) Wilson (Behlau, Becker), 1:1 (3:57) Berger (Bergstermann, Kuchnia), 1:2 (10:05) Kuchnia (Bergstermann, Domula), 2:2 (20:26) Vanek (Scharfenorth, Fischbuch), 2:3 (40:26) Svejda (Potthoff), 2:4 (51:19) Bitter (Potthoff), 2:5 (59:45) Svejda. Strafen: Ratingen 10 + 10 (Piotrowski), Dortmund 12 + 10 (Kuchnia) + 5 + Spieldauer (Potthoff). Zuschauer: 401.