Eintracht gewinnt Play-off-KrimiEintracht Frankfurt

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Die von Coach Roger Nicholas clever eingestellte Rumpftruppe (elf Mann), durch zahlreihe lautstarke Eintracht-Fans unterstützt, erreichte einen 6:5-Auswärtssieg nach spannendem Spiel und Penaltyschießen.

Beide Mannschaften begannen hochkonzentriert und dynamisch und es entwickelte sich ein gutes, schnelles und von gegenseitigem Respekt geprägtes Eishockeyspiel. Obwohl die Eintracht in den ersten Minuten einige gute Einschussmöglichkeiten erspielte und nur wenige organisierte Angriffe zuließ,  ging Darmstadt durch eine schöne Einzelleistung 1:0 und wenig später 2:0 in Führung.  Gut für die Eintracht, dass nur  30 Sekunden danach Kevin Müller aus einem Konter nach doppeltem Doppelpass mit Tim Krahforst das 1:2 markierte. Krahforst selbst glich kurz darauf zum 2:2 aus, ehe Kevin Müller kurz vor Drittelende die Eintracht mit 3:2 in Führung brachte.

Das zweite Drittel war taktisch geprägt, verlief ausgeglichen und offen, nur Darmstadt nutze eine der Gelegenheiten zum 3:3-Ausgleich. Dramatik dann im dritten Drittel, die Eintracht war zu Beginn mehrmals auf der Strafbank und Darmstadt legte rasch mit zwei Treffern vor und schien das Momentum auf seiner Seite zu haben. Doch die Eisadler steckten nicht auf, sondern verstärkten trotz  nur elf Feldspielern die Anstrengungen, fanden  gute Einschussmöglichkeiten vor,  brachten den Puck aber wieder und wieder nicht im Tor unter. Solide auch in dieser Phase der Rückhalt vom neuen Goalie Marco Schwarzer, der einige Gegenstöße parierte. Doch die Zeit lief rasend schnell weiter und je mehr Chancen ungenützt blieben, umso mehr stieg der Spannungsbogen bei den Adlerträgern.  In der 56. Minute war es dann endlich soweit, Tim Krahforst  ließ nach Pass von Victor Leip  mit einem Schlagschuss die Spieler,  Bank und die Fans jubeln. Spannung pur dann in den letzten Minuten, die Eintracht warf alles nach vor, spielte aggressiv  konnte den Puck aber nicht im Tor unterbringen oder scheiterte am soliden Darmstädter Goalie. Als 2:40 Minuten vor Schluss Darmstadt eine Strafe kassierte, riskierte Roger Nicholas frühzeitig alles und nahm den guten Goalie Marco Schwarzer zugunsten eines sechsten Feldspielers heraus. Mit Sechs gegen Vier ging es dann in die letzten drei Minuten, die Eintracht warf alles nach vor, zeigte unglaublichen Kampfgeist, aber  Darmstadt hielt voll dagegen und konnte den Puck mehrmals aus der Gefahrenzone bringen.  Der Lohn des Einsatzes dann 32 Sekunden vor Schluss: Der Puck ging über mehrere Station Richtung Tor und nach Pass von Kevin Müller traf Tim Krahforst aus fast unmöglichem Winkel von der Torlinie aus hoch unter die Latte. Riesenjubel  bei Spielern und Betreuern. Die restlichen Sekunden verliefen ohne Chancen, nur eine Schrecksekunde, als der starke Fredi Böttcher nach einem Check an der Bande vom  Eis musste.

Die Entscheidung musste also ein Penaltyschießen bringen. Die Eintracht begann, zuerst versenkten Tim Krahforst und Jan Nissen unhaltbar zum 1:1, danach traf Hannes Braun frech und abgezockt aus kurzer Distanz durch die Schoner. Als dann der zweite Darmstädter Schütze am nervenstarken Marco Schwarzer scheiterte, hatte es Kevin Müller in der Hand das Spiel zu entscheiden. Und der torgefährliche Stürmer bewies seine Qualitäten und verwertete cool zum uneinholbaren 3:1. Jubel und Befreiung bei den Spielern, den Verantwortlichen und den lautstarken Eintracht Fans.

Nun heißt es regenerieren und Energie tanken bevor am Samstag, 8. Februar, um 19.30 Uhr das zweite Spiel der Serie auf heimischen Eis in Frankfurt stattfindet.

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