Einmal Bad Nauheim hin und zurückDinslakener Kobras

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Dabei müssen die Dinslakener am 5. Oktober zunächst nach Hessen. Nur eine Woche später, am 12. Oktober, stellen sich die Teufel dann erstmalig in der Dinslakener Eissporthalle zur Revanche vor – für welches Team auch immer dieses Wort gelten mag.

Die Mannschaft vom Nauheimer Trainer und Urgestein Marcus Jehner besteht aus erfahrenen und jungen, hungrigen Akteuren. Da beide Vereine im Seniorenbereich seit über sieben Jahren keinerlei Berührungspunkte hatten, werden die Dinslakener mit den meisten Teufeln in der nächsten Woche ihre ersten Erfahrungen sammeln. Dennoch zieren auch Namen die Mannschaftsliste, die selbst in den Niederungen der Regionalliga West aufhorchen lassen.

Der bekannteste ist wohl Martin Prada. Die Statistik des gebürtigen, heute 47-jährigen Tschechen mit deutscher Staatsbürgerschaft nötigt jedem Gegner Respekt ab. Er erzielte in der letzten Saison in der Hessenliga für seine Nauheimer in neun Spielen 33 Scorerpunkte bei nur zwei Strafminuten. Der Mann weiß, wo er für sein Team am wertvollsten ist: auf dem Eis. In den 1980er-Jahren war sein Wirkungskreis hauptsächlich in unseren Regionen, trug er doch die Trikots von Herne, Duisburg, Unna und der Schalker Haie, mit denen er in der Saison 1985/86 auch in der Oberliga gegen den DEC angetreten ist.

Ganz frisch aus Herne nach Bad Nauheim gewechselt ist Verteidiger Dennis Schlicht. Auch hier belegt die Statistik, das Schlicht ein Offensiver ist und weiß, wo die schwarze Hartgummischeibe hingehört, erzielte der 23-jährige doch in der letztjährigen Hauptrunde für den HEV in 13 Partien sechs Tore und sieben Vorlagen.

Zudem ist da noch Matthias Baldys, der wieder aufs Eis zurückkehrt. Nach dem Ende der Saison 2012/13 wechselte er ins Management der Roten Teufel. Offensichtlich fehlt ihm aber doch der Kontakt zum eisigen Untergrund zu sehr, als dass er sich ganz von der aktiven Laufbahn verabschieden möchte. Dazu ist er mit seinen 31 Lenzen auch eigentlich noch zu jung. Der gebürtige Österreicher erlernte das Eishockeyspielen in unserer Kreisstadt Wesel. Bis 2007 spielte er für die Teams von Köln, Grefrath, Oberhausen und Herne, bevor er in Bad Nauheim heimisch wurde.

Insbesondere auf heimischem Geläuf dürften es die Hessen jedem Gegner schwer machen, da an solchen Tagen davon auszugehen ist, dass sie selbst alle Mann an Bord haben werden und die Gegner häufig dezimiert anreisen müssen.

Spielbeginn in Bad Nauheim am Sonntag, 5. Oktober, ist um 17.30 Uhr; das Rückspiel in Dinslaken startet ebenfalls am Sonntag, jedoch dem 12. Oktober, wie gewohnt um 19 Uhr. Die Kobras setzen Richtung Bad Nauheim einen Bus ein, mit dem auch bis zu 20 Fans für je 15 Euro mitfahren können. Abfahrt ist um 12 Uhr ab Eissporthalle Dinslaken.