Ein Sieg auf Messers SchneideMitreißendes Spitzenspiel

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Der Endstand der Partie der Ratinger Ice Aliens gegen die Hammer Eisbären ähnelt mit einem 2:1 (0:1, 2:0, 0:0) eher einem Fußballergebnis, zeigt aber auch wie eng diese Auseinandersetzung war.

Daniel Galonska, Trainer der Hammer Eisbären, sagte im Anschluss, dass dies die bisher beste Saisonleistung seiner Spieler gewesen sei und sah in seinem Team die bessere Mannschaft des Abends. Das sehen die Aliens im letzten Punkt freilich anders.

Am 2. Januar trafen auf jeden Fall zwei wirklich starke Kontrahenten aufeinander, die sich über 60 Minuten gegenseitig kaum Atempausen gönnten, sich zeitweise aber auch mehr oder weniger „neutralisierten“.

Das Publikum bekam während der 60 Minuten immer wieder schnelle Wechsel zwischen Angriff und Verteidigung geboten und konnte auf beiden Seiten jeweils sehr starke Torleute zwischen den jeweiligen Pfosten beklatschen, die mit einer gehörigen Anzahl von Glanzparaden überzeugen durften. Die Hammer Eisbären forderten den rot-weißen Hausherren tatsächlich die letzten Reserven ab und wenn man so will, hatten die Aliens wirklich das „glücklichere“ Ende für sich. Zunächst ging Hamm kurz vor Ende des ersten Drittels in eine vehemente „Schlussoffensive“ der Außerirdischen hinein, durch Robin Loecke mit 1:0 in Führung. Nach Wiederbeginn konnten die Ice Aliens anfangs mehrere Strafzeiten gegen ihre Gegner nicht nutzen, da sich die Eisbären mit „Zähnen und Klauen“ gekonnt zur Wehr setzten. Erst eine Strafe gegen gleich zwei Gästespieler ermöglichte dann den Ausgleich durch Benjamin Musga, der eine Kombination zwischen J.P. Priebsch sowie Milan Vanek schlussendlich in der 31. Minute über die Torlinie des Hammer Gehäuses abfälschte. Der zweite Ratinger Treffer fiel ebenfalls während einer Überzahlsituation, denn auf Pass von Dominik Scharfenort ließ sich Pascal Behlau in der 36. Spielminute die Gelegenheit zur 2:1-Führung nicht entgehen.

Anschließend ebenfalls in Unterzahl geraten, erwehrten sich die Ratinger mit Biss, aber auch viel Glück, der bis zur Pause vehement auf den Ausgleich drängenden Gäste-Sturmreihen.

Das letzte Drittel war dann ein Krimi. Strafzeiten, vergebene Torchancen auf beiden Seiten und zwei Tore der Eisbären, denen wegen Torraumabseits bzw. eines Torschützen, der sich noch auf der Strafbank hätte befinden müssen, die Anerkennung verweigert wurde, sorgten immer wieder für einen schnelleren Puls bei allen Beteiligten. Wenn Kevin Wilson, Pascal Behlau und mehrfach Štěpán Kuchynka nicht am Eisbären-Torhüter gescheitert wären, hätte sich die Truppe von Alexander Jacobs eine bis zur letzten Sekunde sehr anstrengende Abwehrschlacht ersparen können – den Zuschauern gefiel diese Hochspannung aber sichtlich.

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