Ein gebrauchter TagDinslaken verliert mit Minikader

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Mit einem Kader von zwölf Feldspielern plus zwei Torhütern reisten die Dinslakener Kobras am Freitag ins hessische Lauterbach. Dort unterlag man den Luchsen verdient mit 1:5 (1:2, 0:2, 0:1). Dass einige Spieler berufsbedingt verhindert sein würden, war bereits im Vorfeld klar. Doch zu allem Überfluss musste am Spieltag auch noch Kapitän Sven Linda krankheitsbedingt passen.

Und schon auf der Hinfahrt deutete sich an, dass dies nicht der Tag der Kobras werden würde. Eine Vollsperrung der Autobahn A45 nach einem Verkehrsunfall zwang den Tross, eine Umleitung in Kauf zu nehmen. Dadurch kam die Mannschaft deutlich später als gewünscht im Luchsbau an und die Vorbereitungszeit aufs Spiel war beträchtlich eingekürzt. Noch schlimmer wog, dass drei Spieler, die sich mit dem Privat-PKW auf den Weg gemacht hatten, in eben diesem Stau standen und erst Mitte des ersten Drittels am Spiel teilnehmen konnten. So begannen die Kobras mit der Mindestbesetzung für ein Eishockeyspiel.

Die Luchse, ihrerseits mit drei kompletten Blöcken ausgestattet, legten los wie die Feuerwehr und berannten pausenlos das von Lukas Schaffrath gehütete Kobra-Gehäuse. Die ersten zehn Minuten gehörten eindeutig den Hausherren und die Kobras kamen kaum aus ihrem Verteidigungsdrittel heraus. Es war nur eine Frage der Zeit, wann der Führungstreffer für die Hausherren fallen würde. Nach gut vier Minuten war es dann soweit. Julian Grund hatte seine Farben mit 1:0 in Front geschossen. Und die Luchse ließen nicht nach. Den mitgereisten Kobra-Fans schwante nichts Gutes zu diesem Zeitpunkt. Doch das Abwehrbollwerk hielt noch stand. Im Gegenteil: Als sich die Kobras eines der seltenen Male im gegnerischen Drittel aufhielt, erzielte Kamil Vavra sehenswert und eiskalt vom Bullypunkt weg das 1:1.

Apropos eiskalt: In der Eishalle am Vogelsberg herrschte an diesem Abend eine Eiseskälte in der Halle, von der selbst die Lauterbacher Fans überrascht waren, wie der Moderator in der anschließenden Pressekonferenz andeutete. Das Vavra-Tor gab den Gästen ein wenig Auftrieb und schockte gleichzeitig das Heimteam. Der Schwung der Luchse war verflogen und beide Teams bewegten sich nun auf gleichem Niveau. Eine Strafzeit zu Drittelende leitete dann die Niederlage der Kobras ein. 13 Sekunden vor Drittelende nutzten die Luchse diese numerische Überzahl zur erneuten 2:1-Führung. Das Auslassen der sich bietenden Gelegenheiten sowie deutlich zu viele Strafminuten ließen die Dinslakener für den Rest der Begegnung auch nicht mehr ins Spiel zurückfinden. Die nachlassenden Kräfte aufgrund des geringen Personals taten ihr Übriges. Sebastian Haßelberg erhielt zudem eine Spieldauerdisziplinarstrafe wegen Kniechecks.

Tore: 1:0 (4:11) Julian Grund (Jakob Fardoe, Pierre Wex), 1:1 (15:22) Kamil Vavra (Sebastian Schmitz), 2:1 (19:47) Jens Feuerfeil ( Jakob Fardoe, Kevin Schophuis), 3:1 (34:37) Michael Mroz ( Jens Feuerfeil, Jakob Fardoe), 4:1 (39:18) Julian Grund (Jakob Fardoe), 5:1 (54:55) Benjamin Schulz (Hendrik Horak, Marko Filip). Strafen: Lauterbach 12 +10 (Julian Grund), Dinslaken 18 + 10 (Alexander Brinkmann) + 5 + Spieldauer (Sebastian Haßelberg).

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