Eifel-Mosel Bären unterliegen Löwen Frankfurt mit 6:7Vor einer Rekordkulisse bis ins Penaltyschießen

(Foto: Peter Barisch/Eifel-Mosel Bären)(Foto: Peter Barisch/Eifel-Mosel Bären)
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Über 400 Zuschauer und somit so viele wie noch nie in der Ära der Eifel-Mosel Bären, sahen eine erinnerungswürdige Hessenliga-Partie bei der einige DEL- und DEL2-Erfahrung auf dem Eis stand. Trotz der zahlreichen Besucher wurde es zunächst ganz still in der Eissporthalle Bitburg, als die Löwen aus Frankfurt bereits in der vierten Spielminute in Überzahl mit 1:0 in Führung gehen konnten. Ganz anders als Marcel Hirsch in der zehnten Spielminute den Spielstand egalisierte und Lukas Golumbeck nur zwei Minuten später die heimischen Bären in Führung brachte.

Im mittleren Spielabschnitt gelang es erneut Marcel Hirsch in Überzahl einen umjubelten 3:1-Zwischenstand herzustellen, jedoch zeigten die Löwen daraufhin ihr wahres Gesicht. So waren es nämlich die ehemaligen DEL- und DEL2-Cracks der Löwen, die eiskalt zuschlugen. Marc Schaub in der 31. und Frederik Gradl in der 34. Spielminute, drehten die Partie in kürzester Zeit. Dies war besonders ärgerlich, da die Bären während beiden Gegentoren eigentlich in Überzahl spielten. Es war auch erneut Gradl, der zum Ende des zweiten Drittels, dieses Mal in Überzahl der Löwen, den 4:3-Führungstreffer für die Mainstädter schoss.

Für den letzten Spielabschnitt motivierte Spielertrainer Michal Janega seine Eifel-Mosel Bären erneut und nur wenige Sekunden nach Wiederbeginn, wurde bereits eine Strafe gegen den Frankfurter Philipp Laufer angezeigt. Wie üblich verließ Bären-Goalie Sean Broderick sein Gehäuse für einen weiteren Angreifer, da die Partie abgepfiffen werden würde, sobald ein Löwen Spieler an die Scheibe käme. Das Kuriosum: Während des laufenden Angriffes der Bären, die zu diesem Zeitpunkt mit sechs Feldspielern bestückt waren, misslingt ein Rückpass zur gegnerischen blauen Linie. Stattdessen findet die schwarze Hartgummischeibe aus etwa 60 Meter Entfernung den Weg ins Tor – das eigene, leere Tor der Eifel-Mosel Bären – 3:5, offizieller Torschütze, Frankfurts Torhüter Hansconrad, da sonst kein weiterer Frankfurter am Puck war. Eine sinnbildliche Situation für diesen katastrophalen Spielabschnitt, bei dem auch sichtbar wurde, dass die Eifel-Mosel Bären in der noch jungen Saison weit von einer Top-Form entfernt sind.

Dennoch gaben die Cracks aus Bitburg und Trier nicht auf. Golumbeck war nur kurze Zeit später in Überzahl erfolgreich und brachte die Mannschaft im schwarzen Dress erneut ins Spiel. Die Löwen schlugen jedoch ebenfalls in Überzahl zurück und gingen zehn Minuten vor Schluss mit 4:6 in Führung. Ein Torhüterwechsel bei den Bären sollte neue Impulse bringen und dem war tatsächlich so. Nico Rietz (50.) und Thomas Barth (51.) glichen die Partie im Nu wieder aus. In einer umkämpften Schlussphase hätten die Bären um ein Haar sogar in Führung gehen können, jedoch fielen keine weiteren Tore und das Penaltyschießen musste den Sieger bestimmen.

Hier hatten am heutigen Tag die Löwen aus Frankfurt die besseren Hände und verwandelten auch eiskalt zwei jener drei direkten Duelle mit Bären-Goalie Sean Broderick, sodass ein spannendes Eröffnungsspiel mit 6:7 (2:1, 1:3, 3:2, 0:1) nach Penaltyschießen endete. Unter dem Strich starten die Bären somit besser in die neue Saison, als noch im vergangenen Jahr, gaben jedoch die drei Punkte selbst aus der Hand.

Bereits am kommenden Sonntag, 22. Oktober, um 19 Uhr gibt es die nächste Herausforderung in der Eissporthalle Bitburg. An diesem Tag kommt es zum Aufeinandertreffen mit dem amtierenden Meister EJ Kassel Huskies „89ers“, die aktuell mit zwei Spielen und zwei Siegen auch die Tabellenführung in der neuen Saison innehaben.

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