Eifel-Mosel Bären unterliegen den Kassel Huskies „89ers“Spannung pur: Penaltyschießen gegen den Meister

(Foto: Roman Widung/Eifel-Mosel Bären)(Foto: Roman Widung/Eifel-Mosel Bären)
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Als Nico Rietz in der 26. Spielminute das 3:0 für die Eifel-Mosel Bären schoss, mussten über 200 Zuschauer in der Eissporthalle Bitburg freudig anerkennen, dass sich die Bären im Vergleich zur Vorwoche deutlich besser präsentierten. Die „89ers“ aus Kassel mussten anfänglich einige strittige Strafzeiten hinnehmen, sodass die Bären mit Überzahlsituationen deutliches Selbstvertrauen gewinnen konnten. Unglücklicherweise ließen die Gastgeber dabei auch einige Großchancen liegen, sodass die Führung durchaus hätte höher ausfallen können. Erst kurz vor der ersten Drittelpause (20. Spielminute) nahm sich Marcel Hirsch ein Herz und hämmerte den Puck in Überzahl einfach mal vorbei an Felix Michel, im Kasten der „89ers“.

Kurz vor dem Treffer von Rietz, war es auch Punktegarant Lukas Golumbeck, der in der 25. Spielminute das 2:0 für die Eifel-Mosel Bären erzielte. Andreas Tim brachte Kassel jedoch kurze Zeit später (28.) mit dem 3:1-Anschlusstreffer wieder zurück in die Partie. Nachfolgende Unterzahlsituationen für die Bären änderten nichts an jenem Pausenergebnis nach dem 2. Drittel.

Als Nils Vogel in der 44. Spielminute das 3:2 erzielen konnte, kam große Spannung in die anschauliche und niveauvolle Hessenliga-Partie. Eine Partie die bis dato kaum Strafminuten hatte und keine unnötige Härte vorwies, aber dennoch in den letzten Spielminuten deutlich vom Schiedsrichtergespann Hahn und Weber geprägt wurde. So stellte insbesondere Referee Hahn in den letzten acht Spielminuten, beinah durchgehend einen Eifel-Mosel Bären Spieler auf die Strafbank und verteilte insgesamt 30 Strafminuten lediglich in diesem Zeitabschnitt – Kassel blieb hingegen straffrei.

Trotz aufopfernden Kampfes und viel Leidenschaft passierte das beinahe unvermeidliche und die „89ers“ erzielten in Überzahl, weniger als zwei Minuten vor Schluss, den 3:3-Ausgleich. Ob das Tor durch einen hohen Stock, oberhalb der Querlatte, eventuell irregulär war, darüber ließ Schiedsrichter Hahn keine Diskussionen zu, entschied von der blauen Linie aus auf ein reguläres Tor und vergab stattdessen weitere Strafminuten, sodass die Bären auch nach dem Ausgleich weiter bravourös um das Unentschieden kämpfen mussten.

Im anschließenden Penaltyschießen waren es erneut die Gäste, die beim direkten Duell mit dem Torhüter cooler blieben und sich somit den Zusatzpunkt sicherten. Aus Kasseler Sicht eine beeindruckende Aufholjagd in einem tollen Eishockeyspiel, was auch die Bären-Spieler anerkannten. Die „89ers“ stehen somit weiterhin an der Tabellenspitze, der noch jungen Hessenliga Saison. Die Eifel-Mosel Bären starten im Vergleich zur letzten Saison ein wenig besser und rangieren mit zwei Punkten, jeweils nach Penaltyschießen, im Mittelfeld der Liga.

Am kommenden Sonntag, den 29. Oktober 2017, erwartet die Mannschaft von Spielertrainer Michal Janega Fußball-Bundesliga Flair. So spielt man bereits um 14.15 Uhr, zu Gast bei der Eintracht Frankfurt, um sehr wichtige Punkte im Kampf um den Einzug in die Endrunde.

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