EHC zieht den Raptors die KrallenErster Dreier

EHC zieht den Raptors die KrallenEHC zieht den Raptors die Krallen
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Erfolgreich kehrte der EHC Troisdorf am Wochenende von seiner Raptoren-Jagd aus Solingen zurück. Im Gepäck die Jagdtrophäe: Der erste Dreier in der 1. Liga-West-Pokalrunde. Zwar geriet das Team von Andre Koslowski auf seiner Jagd zwischenzeitlich in arge Gefahr, konnte sich dieser aber gekonnt widersetzen und zog schließlich den Urviechern aus Solingen die scharfen Krallen. 5:3 (0:1, 2:2, 3:0) hieß es am Ende für die erfolgreichen Raptoren-Jäger von der Sieg im Duell mit dem EC Bergisch Land.

„Die Mannschaft war schon vor Spielbeginn hoch motiviert und war sich sicher, endlich die ersten Punkte in der Pokalrunde einfahren zu können“, beschrieb Koslowski die Stimmung in der Kabine vor dem Anpfiff. Dabei konnten die Dynamites einmal mehr nicht in Bestbesetzung antreten. Mit Tobias Schäfer, Constantin Nocker und Justyn Tursas musste der Troisdorfer Bandenchef gleich auf drei seiner Führungsspieler verzichten. Dennoch kamen die Gäste gut in die Partie und setzten den Favoriten aus Solingen von Beginn an unter Druck. Allerdings haperte es einmal mehr an der Chancenauswertung und die Troisdorfer Offensive verpasste es, früh im Spiel eine der zahlreichen guten Möglichkeiten in Zählbares zu verwandeln. In der 7. Spielminute führte so eine Unachtsamkeit von Tobias Müller zur 1:0-Führung der Gastgeber, die auch zur ersten Pause immer noch Bestand hatte.

Auch im zweiten Drittel hatte der EHC den bissigeren Raptors zunächst nichts entgegenzusetzen. Hinzu kam, dass Troisdorf gleich zu Beginn einige Strafzeiten kassierte. Diese nutzte der EC Bergisch Land eiskalt aus und baute die Führung in der 24. und 27. Minute auf 3:0 aus. Es schien, als sollte es auch im sechsten Anlauf in der Pokalrunde nichts werden, mit den ersten Punkten. Von wegen! Troisdorf zeigte sich kaum Beeindruckt von der deutlichen Führung der Hausherren und setzte die Raptors weiter unter Druck. Mit Erfolg. Durch einen Doppelschlag brachte sich das Koslowski-Team wieder zurück ins Spiel: Innerhalb von knapp zwei Minuten trafen zunächst Lucas Hubert und dann Daniel Fegus und verkürzten so auf 2:3. Die Partie war nun wieder offen. In der Offensive drückte Troisdorf weiter auf den Ausgleich, während man in der Defensive konsequent und konzentriert zu Werke ging. Und wenn dann doch mal ein Solinger Angriff durchkam, stand da immer noch ein starker Lukas Hubert zwischen den Pfosten, der eine fehlerfreie Partie ablieferte.

Zu Beginn des letzten Spielabschnitts galt es für Troisdorf erneut eine Unterzahl zu überstehen. Dies meisterte der EHC nicht nur mit Bravour, sondern fand sogar noch eine Gelegenheit, sich in die Offensive einzuschalten und trotz numerischer Unterlegenheit durch Mario Wonde zum Ausgleich zu gelangen. Als schließlich in der 45. Spielminute Patrick Stellmaszyk einen platzierten Schuss im Solinger Tor versenkte und damit erstmals die Führung für Troisdorf erzielte, war das Spiel endgültig gedreht. Was nun folgte, war – zumindest für alle Troisdorfer Anhänger – nichts für schwache Nerven. Den ersten Sieg vor Augen, wurde der EHC etwas nervös und lud die Raptors immer wieder zum Torabschluss ein. Allerdings erwies sich insbesondere in dieser Phase der Partie Torhüter Haack als sicherer Rückhalt und vereitelte gleich mehrfach den Solinger Ausgleich. Zu allem Übel erhielt EHC-Kapitän Lucas Haack in der 47. Spielminute eine Spieldauerdisziplinarstrafe und wurde von den Unparteiischen frühzeitig unter die Dusche geschickt. Er wird seiner Mannschaft damit im nächsten Spiel gegen Paderborn fehlen. Die Gastgeber riskierten nun alles und nahmen kurz vor dem Ende ihren Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Dies nutzte Dominik Klein eine Minute vor dem Ende geschickt aus, indem er den Puck mit einem Schuss aus mehr als 50 Metern über die gesamte Eisfläche ins leere Solinger Tor beförderte.

„Wir wussten, wenn wir unsere Leistung über 60 Minuten abrufen, dann können wir auch gewinnen. Heute ist dies der Mannschaft eindrucksvoll gelungen. Die Jungs haben sich auch von dem deutlichen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen lassen und Moral bewiesen. Nach diesem tollen Erfolg können wir die letzten närrischen Tage genießen“, freute sich André Koslowski nach der Partie über den Sieg.

Während für die Narren am Aschermittwoch alles vorbei ist, steht für den Coach und sein Team noch einiges an Arbeit auf dem Programm: Am kommenden Wochenende müssen die Dynamites nämlich gleich zweimal ran. Am Freitag, 12. Februar, um 20 Uhr empfängt man zunächst den ESC Paderborn in eigener Halle in Troisdorf. Am Sonntag, 14. Februar, steht dann das schwere Auswärtsspiel bei der 1b-Vertretung der Roten Teufel aus Bad Nauheim auf dem Programm. Eröffnungsbully im Eisstadion in der hessischen Kurstadt ist um 17.45 Uhr.

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