EHC Neuwied wirft Dinslaken aus dem Play-off-RennenBären rufen im wichtigsten Spiel alles ab

Die Saison geht weiter: Michael Jamieson (links) und Frederic Hellmann bejubeln einen der sieben EHC-Treffer im fünften Viertelfinale gegen Dinslaken. (Foto: Neuwieder Bären)Die Saison geht weiter: Michael Jamieson (links) und Frederic Hellmann bejubeln einen der sieben EHC-Treffer im fünften Viertelfinale gegen Dinslaken. (Foto: Neuwieder Bären)
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„Der Knoten ist geplatzt. Heute haben wir endlich das aufs Eis gebracht, was wir können und was wir brauchen, um erfolgreich zu sein. Das muss man erst einmal machen in dieser Drucksituation. Respekt vor der Mannschaft. Ich bin stolz auf sie“, schnaufte EHC-Teammanager im Kabinengang tief durch. Zwei Niederlagen in Dinslaken, zwei knappe Siege in Neuwied – und dann fiel dieser 7:1-Erfolg der Blau-Weißen vor 691 Zuschauern am späten Dienstagabend doch aus der Reihe. Weil die Gastgeber von der ersten Minute an präsent waren, die Zeichen der Zeit erkannten, um jede Scheibe kämpften und ihre mit Abstand überzeugendste Leistung im Laufe der Serie aufs Eis brachten.

Sämtliche Wünsche von Manager Billigmann, Co-Trainer Andreas Halfmann und der Mannschaft selbst gingen in Erfüllung. Unter anderem der einer frühen Führung. Martin Brabec schloss ein Solo nach nur 77 Sekunden zum 1:0 ab, und weil die Giftschlangen schon einige Male in dieser Saison ihre Nehmerqualitäten gezeigt und Rückschläge weggesteckt hatten, war Treffer Nummer zwei von Maximilian Wasser (15.) nicht weniger wichtig. Fürs Nervenkostüm und um den Gegner direkt ein Zeichen zu setzen. Die Offensiv-Leistungsträger liefen heiß, die Arbeiter kämpften bis zum Umfallen – und darüber hinaus. „Heute sind alle bis an die Grenzen gegangen. Genau diese Einstellung brauchst du in einer solchen Partie“, betonte Billigmann. Dinslakens Trainer Milan Vanek sah insbesondere im Auftritt der Kontingentspieler den Unterschied: „Sie haben das Spiel entschieden.“ Was die Tore angeht, ja. EHC-Tscheche Brabec erzielte zwei Tore und bereitete ebenso viele vor, der US-Amerikaner Michael Jamieson erzielte das 5:1 und gab drei Assists. Aber ihre Tore allein waren es bei weitem nicht, die die Neuwieder Fans schwärmen ließen. Felix Köllejan stand in den wichtigen Situationen im Tor seinen Mann, Daniel Pering, Christian Neumann und Co. warfen sich in die Schüsse, was das Zeug hielt. „Heute war alles da“, freute sich Billigmann.

Nach Wassers 3:0 aus dem Getümmel heraus (28.) verkürzten die Kobras in Überzahl durch den zweiten Nachschuss von Philipp Heffler (32.), aber diesmal sollte das Comeback der Gäste aus den Partien eins und drei ausbleiben. Dafür sorgte bereits der nächste Neuwieder Angriff, der nur neun Sekunden später den alten Abstand wiederherstellte. Der endgültige K.o. für Dinslaken und gleichzeitig ein Tor, das in seiner Entstehung alles über die Bereitschaft der Einheimischen an diesem Abend aussagte. Martin Brabec kam zu Fall, stand direkt wieder auf, setzte nach, eroberte die Scheibe zurück und legte quer zu Dennis Appelhans, der einschoss. Hinfallen, Aufstehen, Nachsetzen – die Bären erarbeiteten sich das Tor und den Sieg. Auch das Ausnutzen gegnerischer Fehler trug zum deutlichen Endstand bei. So zum Beispiel, als die Kobras in der 36. Minute auf der linken Abwehrseite den Puck abgaben und Michael Jamieson auf 5:1 erhöhte.

Dinslaken brauchte ein Außergewöhnliches Schlussdrittel und griff in Person von Trainer Vanek in der 45. Minute bereits zum letzten Strohhalm. Indem er Keeper Marvin Frenzel auf die Bank beorderte, machte er aus einem 5:3-Powerplay einen Drei-Mann-Vorteil für sein Team. Aber auch mit halber Personalstärke verteidigten die Bären makellos und machten, nachdem Maximilian Wasser von der Strafbank aufs Eis zurückgekehrt war, durch Kapitän Stephan Fröhlich per Empty-Net-Goal das halbe Dutzend voll (47.). Fröhlich legte in Minute 53 noch einen nach. Im Gegensatz zu den ersten beiden Heimspielen der Serie diesmal „nur“ für die Statistik.

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