EHC Neuwied besiegt den EC Lauterbach mit 6:1Am Ende wird’s deutlich

Diese drei Spieler erzielten vier EHC-Tore gegen Lauterbach: Alexander Spister (links), Jeff Smith und Marco Bozzo (vorne). (Foto: Neuwieder Bären)Diese drei Spieler erzielten vier EHC-Tore gegen Lauterbach: Alexander Spister (links), Jeff Smith und Marco Bozzo (vorne). (Foto: Neuwieder Bären)
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Trainer Leos Sulak konnte vier Angriffsreihen aufbieten, und das zahlte sich aus. Weil die Gäste aus dem Vogelsbergkreis nur drei Formationen ins Rennen schicken konnten, wurde mit fortschreitender Spielzeit die Kraft ein Thema. Die Bären waren von Anfang an bemüht den Gegner unter Druck zu setzen, sodass es irgendwann gelang, die Luchse weichzuklopfen. Das machte sich im letzten Drittel bemerkbar, in dem der EHC dreimal traf und das Ergebnis am Ende deutlich machte.

Lauterbach zeigte auch ohne Kapitän Niels Hilgenberg und den DEL-erfahrenen Tobias Schwab einen großen Kampf und setzte den Neuwiedern, zumindest so lange die Beine noch mitspielten, doch ordentlich zu. Nach der offenen Anfangsphase verlagerte sich das Geschehen häufiger in die Lauterbacher Verteidigungszone. Endstation war für die Deichstädter aber zunächst immer beim starken Schlussmann Darian Sommerfeld. Er reagierte wiederholt blendend. Die größte EHC-Gelegenheit vereitelte er mit dem parierten Alleingang von Marco Bozzo. Aber der Neuwieder Neuzugang, nach der Schlusssirene zum Bären-Spieler des Spiels gewählt, sollte schon noch zu seinen Torbeteiligungen kommen. Es wurden derer vier – genauso wie für seinen Sturmpartner Jeff Smith. Die erste Reihe produzierte wie fast schon gewohnt fleißig. Smith machte 18 Sekunden vor der ersten Pause den Anfang und ließ die 600 Zuschauer erstmals an diesem Abend jubeln. Am knappen Zwischenstand änderte sich im Mittelabschnitt eine ganze Zeit lang nichts, weil die beiden Torhüter unverändert auf dem Posten waren. Auf Jan Guryca für die Bären und Sommerfeld für die Luchse konnten sich die Verteidigungsreihen verlassen. Alles konnten aber auch sie nicht entschärften. Alexander Spister erzielte in Überzahl sein erstes Tor im blauen Trikot der Deichstädter. In der 32. Minute schoss er aus dem Hinterhalt hart und präzise ins Netz.

Nur anderthalb Minuten später mussten sich die Gastgeber in Unterzahl den Luchsen erwehren, und auch dieses Powerplay endete vorzeitig. Tavish Davidson schloss aus zentraler Position platziert unter die Latte ab. Neuwied hatte einige Möglichkeiten großzügig vergeben und musste plötzlich die Sinne schärfen. Zumindest etwas wich der Druck, als Tobias Etzel in der 39. Minute auf 3:1 erhöhte.

Dass sich Trainer Leos Sulak trotz des Vorsprungs gezwungen sah einzugreifen, macht er mit der Auszeit in der 50. Minute deutlich. Der erfahrene Coach gab Anweisungen, die Mannschaft ließ Taten folgen. Brauchte der EHC für die ersten drei Treffer 50 Minuten, so fielen die Tore Nummer vier und fünf binnen zehn Sekunden. Dustin Schneider (51.) und Marco Bozzo (52.) hatten es so eilig, dass Hallensprecher Fabian Illigens mit dem Vermelden kaum noch hinterherkam. Bei Lauterbach schwanden die Kräfte, Neuwied legte nach. Jeff Smith, der den Abend mit dem 1:0 eröffnet hatte, beschloss ihn mit dem Treffer zum 6:1-Endstand (55.).

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