EHC hadert mit Freitag dem 13. und verliert TabellenführungDynamites unterliegen Herford im Spitzenspiel

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Ob man nun abergläubisch sein mag oder nicht – der Freitag, der 13., wurde für den EHC Troisdorf zu eben jenem Unglückstag, den so viele fürchten. Dabei stand das Spitzenspiel bei den Herforder Ice Dragons für das Team von André Koslowski schon vor Beginn unter keinem wirklich guten Stern. Mit Constantin Nocker, Justyn Tursas, Tobias Schäfer und Patrick Stellmaczyk fehlten dem Troisdorfer Bandenchef gleich vier Leistungsträger. Dem nicht genug, wurde bereits die Hinfahrt nach Herford zur Tortur und dauerte aufgrund eines Staus über drei Stunden. Die Rückfahrt ging zwar etwas schneller, war aber keinesfalls angenehmer. Denn im Gepäck hatte der EHC nicht nur eine bittere 3:6 (2:3, 1:0, 0:3)-Niederlage, sondern auch die Gewissheit, die Tabellenführung zunächst einmal in Herford gelassen zu haben.

Dabei sah es zu Beginn sogar recht vielversprechend aus für die Gäste von der Sieg. Trotz der langen Busfahrt war Troisdorf vom Eröffnungsbully an hell wach und hielt das Tempo hoch. So ließ dann auch der Führungstreffer nicht lange auf sich warten und Kapitän Luca Hubert brachte seine Mannschaft in der 3. Spielminute mit 1:0 in Front. Die Gastgeber hielten allerdings dagegen, erspielten sich zahlreiche Chancen und kamen in der 13. Spielminute zum Ausgleich. Die Troisdorfer Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten und schon 48 Sekunden danach markierte Max Schäfer das 2:1 für die Dynamites. Die Partie blieb weiter offen und Herford drängte nun wieder auf den Ausgleich. In der 16. Spielminute dann der Doppel-Schock für Troisdorf: Zunächst glichen die Hausherren aus, um dann 20 Sekunden später in Überzahl sogar die erstmalige Führung zu erzielen.

So ging es mit einem 3:2 aus Sicht der Ice Dragons in den zweiten Spielabschnitt. Die Partie war weiter ausgeglichen und es gab Chancen auf beiden Seiten. Schließlich war es Alexander Richard, der in der 26. Spielminute das Ziel fand und den 3:3-Ausgleich erzielte. Somit war für die letzten 20. Minuten wieder alles offen.

Allerdings machte sich der EHC Troisdorf im Schlussdrittel das Leben dann selber schwer. Zum einen ließ man zahlreiche gute Chancen ungenutzt liegen, zum anderen kassierte man zu viele Strafzeiten und musste immer wieder in Unterzahl agieren. Der dritte Grund für die Troisdorfer Niederlage stammt aus Edmonton, ist 1,73 Meter groß und heißt Killian Hutt. Der 24-jährige Kanadier im Trikot der Ice Dragons, der unter anderem drei Spielzeiten in der WHL aufzuweisen hat ,machte an diesem Abend den Unterschied und war von Troisdorf nie wirklich zu stoppen. Am Ende trug er sich mit drei Toren und einer Vorlage auf dem Spielbericht ein. Zunächst erzielte Hutt trotz Herforder Unterzahl den Führungstreffer zum 4:3, legte dann für seinen Mitspieler zum 5:3 auf, um schließlich kurz vor Schluss mit einem Empty Net Goal selbst alles klar zu machen.

„Wir haben zu viele Chancen einfach nicht genutzt“, betonte EHC-Coach André Koslowski nach der Partie und haderte insbesondere mit den insgesamt 45 Strafminuten seiner Mannschaft: „Wenn man so viele Strafzeiten kassiert, kann man gegen ein so gutes Team wie Herford nicht gewinnen. Außerdem hat sich insbesondere auch beim Unterzahlspiel das Fehlen der zahlreichen Spieler bemerkbar gemacht.“

Mit der Niederlage ist nun auch erst einmal der Platz an der Sonne dahin. Der neue Tabellenführer der Regionalliga West heißt seit dem vergangenen Freitagabend Herforder EV. Zwar hat es der EHC Troisdorf noch selbst in der Hand, die Tabellenführung zurück zu erobern, dafür aber darf man sich jetzt keine Niederlage mehr erlauben. Der nächste Prüfstein steht bereits auf dem Programm: Nach drei Auswärtsspielen in Folge rutsch die schwarze Hartgummischeibe am kommenden Wochenende nun endlich auch mal wieder über das Troisdorfer Eis. Am Freitag, 20. November, empfangen die Dynamites die Soester EG zum Heimspiel im Icedome. Spielbeginn gegen die Bördeindianer ist um 20 Uhr.

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