EGDL vor dem ersten Finale gegen HerfordMeister der Regionalliga West wird gesucht

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32 Hauptrundenspiele, sieben Play-off-Spiele - und plötzlich fällt alle Last von dir ab, suchst du erfolglos nach emotionalen Ankerpunkten. „Den Augenblick, in dem du mit dem Wissen auf das Eis stürmst, dass du im Finale stehst, den kannst du nicht beschreiben“, sagt Rockets-Trainer Arno Lörsch. „Das war einfach grandios. Die ganze Spannung, das Zittern, die Ungewissheit - plötzlich verflogen. Kurz vor Ende steht es Unentschieden. Dann machst du ein Tor. Da war der Jubel schon extrem. Dann machst du noch eins und noch eins. Und dann ist das Spiel endlich rum. Das sind Momente, die du mit der ganzen Welt teilen willst.“ Mannschaft und Trainer jubelten erst auf dem Eis, dann mit den Fans. „Dann mit den mitgereisten Bekannten, Verwandten, Freunden, Eltern, Frauen, Freundinnen - das zu sehen und selbst mitzuerleben war einfach unbeschreiblich."

Wohlgemerkt: Die Rockets hatten nach dem dritten Sieg im vierten Spiel der Halbfinal-Serie in Ratingen am Sonntag nicht die Meisterschaft gewonnen, sondern „nur“ das Finale erreicht. Aber weil der Weg dorthin so lang war und das Finale alles andere als selbstverständlich, musste all die Anspannung und Freude erst einmal raus.

„Ich habe der Mannschaft am späten Abend noch einmal mit ein wenig Abstand gratuliert und ihr meinen tief empfundenen Dank mitgeteilt“, sagte Lörsch. „Auch für mich ist die Finalteilnahme ein Traum. Wir alle haben uns für unsere Mühen belohnt. Es ist die Bestätigung für unsere Personalpolitik, für die Arbeit mit den Jungs und für den Weg, den wir alle gemeinsam seit dem Sommer gehen. Wir stehen in drei Wettbewerben im Finale und können die Saison jetzt zu einer unvergesslichen machen.“

Den Schlüssel zum Erfolg in der engen Halbfinalserie gegen starke Ice Aliens sieht Lörsch in der Mentalität seiner Mannschaft: „Es gab rund um das Team kein anderes Thema - nicht im Training, nicht im Bus, nicht auf dem Eis. Die Mannschaft hat dieses Halbfinale gelebt. Ich denke aber auch, dass wir am Ende den größeren Willen hatten. Wir hatten mehr Torschüsse als der Gegner und haben defensiv sicherlich weniger zugelassen. Das waren sicherlich entscheidende Faktoren."

Weil sich die Rockets mit dem Sieg in Ratingen ein fünftes Spiel am Dienstagabend ersparten, bleibt der Mannschaft nun Zeit, sich in aller Ruhe auf das Finale vorzubereiten. „Wir können jetzt mit riesiger Freude die nächste Aufgabe angehen und mussten uns nicht für Dienstag auf ein Entscheidungsspiel fokussieren. Stattdessen haben wir eine ganze Woche Zeit, uns in aller Ruhe auf einen sehr starken Gegner einzustellen.“

Die Ice Dragons aus Herford reisen mit der Empfehlung von zwei „Sweeps“ nach Diez an - sowohl im Viertelfinale gegen Soest als auch im Halbfinale gegen Neuwied konnte der HEV alle Spiele gewinnen und musste jeweils nur über drei Spiele gehen. „Herford hat gezeigt, in welch beeindruckender Form das Team ist. Das, was sie in den Play-offs gespielt haben war eindrucksvoll und ist eine Wiederholung der starken Leistung aus den Vorjahres-Play-offs. Ich erwarte einen Gegner in optimaler Verfassung.“

Wie man die Ice Dragons knacken kann, haben die Rockets in der Hauptrunde bereits gezeigt, als man in vier Spielen zehn von möglichen zwölf Punkten gegen Herford einfahren konnte. „Ich erwarte eine läuferisch und offensiv sehr starke Mannschaft“, sagt Lörsch. „Sie sind sehr ausgeglichen besetzt, haben zwei starke Imports und die notwendige Tiefe im Kader, um auch im Endspurt einer Partie noch einmal nachzulegen. Ein Schlüssel wird bei diesen zwei offensivstarken Teams sicherlich die Defensive sein. Und dann kommen noch die klassischen Play-off-Tugenden dazu: Wer opfert mehr? Wer will es mehr? Wer ist bereit, den einen Schritt mehr zu machen?“ Erste Antworten darauf gibt es am Freitagabend im mit Spannung erwarteten ersten Duell in Diez.

Tickets für das Heimspiel am Freitag gibt es im Vorverkauf in der Stadiongaststätte in der Diezer Eissporthalle (täglich ab 14 Uhr). Der Verein empfiehlt aufgrund des großen Interesses an den Finalspielen den Vorverkauf zu nutzen.

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