EGDL verstärkt sich mit drei AngreifernKaliszewski, Diefenbach und Knihs kommen

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Natürlich haben die Verantwortlichen der EG Diez-Limburg vollstes Vertrauen in ihre Mannschaft. Tabellenplatz zwei in der Hessenliga und die Chancen auf den angestrebten Aufstieg in die Regionalliga sind absolut intakt. Aber warum nicht die Chance nutzen, seinen Kader weiter zu verstärken, wenn sich die Möglichkeit dazu bietet? Die Rockets haben das getan. Und zwar dreifach. „Wir bekommen noch etwas mehr Breite ins Team – sowohl in Sachen Quantität, aber vor allem auch was die Qualität angeht“, sagt Trainer Holger Pöritzsch, der gemeinsam mit dem Vorstand gleich eine komplette Sturmreihe als Nachverpflichtungen an den Heckenweg lotsen konnte. Sie stehen schon im ersten Spiel des Jahres am 31. Januar in Frankfurt gegen die Eisteufel zur Verfügung. „Für die Hessenliga richtig gute Leute“, sagt der B-Schein-Inhaber über die Neuzugänge, die da heißen: Patric Kaliszewski, Anton Knihs und Oliver Diefenbach.

Das Trio bringt nicht nur die Position im Angriff als Gemeinsamkeit mit. Alle drei haben in der Vergangenheit bereits unter Pöritzsch trainiert und gespielt. Kaliszewski und Knihs in Mainz, Diefenbach zu seiner Jugendzeit in Diez. Der Kontakt zwischen Trainer und Spielern riss nie wirklich ab. „Das kam uns nun sicherlich zugute“, sagt Pöritzsch.

Patric Kaliszewski beschränkte sich zuletzt auf das Spielen in einer Hobbyliga, will nun aber noch einmal angreifen. „Er ist ein begnadeter Eishockeyspieler, ein positiv Verrückte. Für den Geschmack des Trainers manchmal etwas zu verspielt und zu spektakulär. Bei den Fans dürfte das aber gut ankommen. Er hat das Zeug zum Publikumspublikum. Im Fußball würde man ihn als Straßenfußballer bezeichnen“, sagt der EGDL-Trainer über den 26-Jährigen aus der Schule der Frankfurt Lions, der in der Saison 2013/14 in der Regionalliga für Hügelsheim und ein Jahr zuvor in der Oberliga für die Crocodiles Hamburg auflief.

Der Name Knihs klingt in Bad Nauheim wie Musik in den Ohren. Das Trikot von Rolf Knihs hängt im Colonel-Knight-Stadion unter Decke. Der inzwischen 66-Jährige zählt in Bad Nauheim zur „Hall of Fame“, kein Anderer spielte länger für Bad Nauheim Eishockey. Auch Anton Knihs, der Neffe des Ex-Nationalspielers, hat in der Wetterau seine Eishockeywurzeln ehe er gemeinsam mit seinem älteren Bruder Paul nach Frankfurt und dann nach Mainz wechselte. Studienbedingt legte der 27-Jährige zuletzt eine dreijährige Pause ein. „Er wird noch ein paar Trainingseinheiten brauchen, um wieder komplett das Gefühl für das Eis, den Schläger und die Scheibe zu haben. Aber schon die ersten Einheiten haben gezeigt, dass er definitiv noch weiß, wo das Tor steht. Anton ist ein technisch starker Spieler mit Torinstinkt“, charakterisiert ihn Trainer Pöritzsch.

Neuzugang Nummer drei ist ein Rückkehrer. Oliver Diefenbach erlernte am Heckenweg das Eishockey-ABC und gewann später mit Bad Nauheim die deutsche Juniorenmeisterschaft. Über einen Zwischenstopp beim EHC Neuwied verschlug es den Studenten zuletzt zum EGDL-Ligakonkurrenten Darmstadt, weil er im Rhein-Main-Gebiet ein Praktikum absolvierte. Dieses ist nun beendet, sodass der der 23-Jährige an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt. „Er ist ein junger Spieler, der noch jede Menge Potential nach oben hat. Oli ist sehr kampf- und laufstark, ein Stürmer, der auch dahin geht, wo es weh tut“, sagt Pöritzsch.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!