EGDL spielt künftig in der Regionalliga WestZahlreiche Leistungsträger haben verlängert

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Eine wichtige Entscheidung im Rahmen der Zukunftsplanung ist bereits gefallen: Holger Pöritzsch bleibt den Rockets erhalten und hat auch in der kommenden Saison am Diezer Heckenweg das Sagen an der Bande. Darüber hinaus wird der Coach in der neuen Saison nicht nur die erste Mannschaft trainieren, sondern übernimmt in Doppelfunktion auch das Amt des sportlichen Leiters für den Gesamtverein. „Natürlich halten wir auch weiterhin an unseren Nachwuchstrainern fest“, betont EGDL-Vorsitzender Steffen Krüger und erklärt: „Holgers Funktion wird mehr im Bereich Planung und Koordination liegen, außerdem soll er seine Erfahrung an unsere anderen Trainer weitergeben.“ Derzeit arbeitet Pöritzsch an einem Konzept, mit dem der Eishockeystandort Diez-Limburg weiter gestärkt und zukunftsfähig gemacht werden soll. „Wir müssen es schaffen, wieder mehr Kinder und Jugendliche in der Region für diesen tollen Sport zu begeistern“, sagt der B-Lizenz-Inhaber, der in der neuen Saison neben der EGDL auch parallel weiterhin die Schülermannschaft beim EHC Troisdorf trainieren wird. „Wir haben viele Ideen, die es nach und nach umzusetzen gilt“, sagt der 45-Jährige, „dies geht natürlich nicht von jetzt auf gleich. Langfristig muss es unser Ziel sein, Diez-Limburg wieder zu einer festen Adresse im Eishockey zu machen, und das geht nur über eine gute Nachwuchsarbeit“.

Während der Rockets-Nachwuchs noch tief in den Kinderschuhen steckt, ist man mit der ersten Mannschaft bereits einen Schritt weiter. Nachdem die Frankfurter Löwen als Hessenmeister mittlerweile auf den Aufstieg verzichtet haben, rückt die EGDL als Vizemeister nach und wird in der Saison 2016/17 in der Regionalliga West spielen. „Natürlich haben wir uns diesen Schritt reiflich überlegt. Aber letztendlich halten wir ihn für den richtigen“, so Mario Haseloff, der in der Liga des nordrhein-westfälischen Landesverbandes einfach mehr Potenzial sieht als in Hessen: „Der Spielbetrieb ist geregelter und hat mehr Struktur, wir haben mehr Spiele und attraktivere Gegner“, nennt der Obmann der EGDL-Seniorenabteilung die ausschlaggebenden Gründe für den Aufstieg in die vierthöchste Klasse im deutschen Eishockey. Wie der Modus in der neuen Regionalliga West genau aussehen wird, steht noch nicht abschließend fest, da der Eishockeyverband NRW derzeit noch in den finalen Planungen steckt. Eines aber kann schon mal festgehalten werden: „Die Zuschauer können sich schon jetzt auf viele tolle Eishockeyspiele in der Diezer Eissporthalle freuen. Und für uns wird die Regionalliga West definitiv eine sportliche Herausforderung“, unterstreicht Steffen Krüger.

Um für diese Herausforderung gerüstet zu sein, bastelt Holger Pöritzsch derzeit intensiv am Team für die neue Spielzeit. Erste Ansprechpartner sind dabei die Spieler aus der abgelaufenen Saison. „Unser Ziel ist es, das Grundgerüst der Mannschaft zu erhalten, um es punktuell mit dem einen oder anderen Neuzugang zu verstärken“, erläutert der Coach. Erste Erfolge bei diesem Vorhaben können die Verantwortlichen bereits vermelden: Mit Alexander Neurath, Ralf Groos, Dennis Stroeks, Patrik Morys, Daniel Niestroj, Karl Neubert, Marco Herbel, Igor Engelmann und Willi Hamann haben bereits einige wichtige Leistungsträger ihre Zusage gegeben und werden auch in der kommenden Regionalligasaison die Schlittschuhe für die Diez-Limburger schnüren. Und auch der erste echte Neuzugang steht fest: Kim Mainzer wechselt von Neuwied an die Lahn und wird künftig den Sturm der Rockets verstärken. „Kim passt genau in das Konzept, dass wir in der kommenden Saison, aber vor allem auch langfristig verfolgen: Wir wollen insbesondere jungen Spielern die Möglichkeit geben, sich bei uns weiterzuentwickeln und von den erfahrenen Spielern im Team zu lernen“, sagt Pöritzsch. Mit Blick auf die Kaderplanung ist sich der Übungsleiter sicher, dass schon in den nächsten Tagen weiter Lücken geschlossen werden können. „Zum einen fehlen noch einige Zusagen von Spielern aus der letzten Saison, zum anderen stehe ich mit weiteren potentiellen Neuzugängen in Kontakt“, so der EGDL-Trainer, der außerdem noch ein Ass im Ärmel hat. Wie dieses aussieht, will man bei den Rockets jedoch noch nicht verraten. „Wasserstandsmeldungen abzugeben macht keinen Sinn, daher wollen noch nichts dazu vermelden. Nur so viel: Läuft alles nach Plan, wäre das definitiv eine Bereicherung für das Eishockey in Diez-Limburg“, hält sich der Coach und Sportliche Leiter in Personalunion noch sehr bedeckt. Was immer dabei auch rauskommt, zeigt es doch einmal mehr, dass den Verantwortlichen bei der EG Diez-Limburg trotz fehlendem Eis unter den Kufen auch über die Sommermonate keinesfalls langweilig wird.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!