EG Diez-Limburg steht vor der Hauptrunden-MeisterschaftRockets reisen nach Herford und Soest

Pierre Wex beim Heimspiel gegen Soest. (Foto: fischkoppMedien / EGDL)Pierre Wex beim Heimspiel gegen Soest. (Foto: fischkoppMedien / EGDL)
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Das Team von der Lahn hätte als Rundenerster nach der Hauptrunde stets im ersten Play-off-Spiel einer Serie und bei Bedarf auch im entscheidenden fünften Spiel Heimrecht. Diesen einen fehlenden Punkt werden sich die Mannen von Trainer Arno Lörsch aber hart erkämpfen müssen, denn am Wochenende geht es zwei Mal auf Reisen: Freitag spielt die EGDL in Herford (20.30 Uhr), Sonntag in Soest (19 Uhr).

Der 9:4-Heimsieg gegen Disnlaken in der Vorwoche hatte erstmals seit einigen Partien wieder – zumindest phasenweise – die alte Souveränität zu bietet, mit denen die Rockets die meisten ihrer 67 Punkte eingefahren haben. „Aufgrund der nahenden Play-offs ist es immer wichtig sich selbst zu bestätigen“, sagte Arno Lörsch. „Das hat die Mannschaft gegen Dinslaken eindrucksvoll hinbekommen und wieder ,unser Eishockey' gespielt. Das gibt Selbstvertrauen für die bevorstehenden Aufgaben und setzt sicherlich die letzten Körner frei, die du für die Play-offs brauchst.“

Ein Mann, der seit Wochen souveräne Leistungen zeigt, ist Constantin Schönfelder. Der 19-jährige Keeper ersetzt den zunächst erkrankten und dann verletzten Routinier Steve Themm bisher glänzend. „Es ist schon bemerkenswert, mit welcher Ruhe und Gelassenheit er in die Spiele geht und sich in der Torhüterwertung der Liga auf Platz drei vorgearbeitet hat“, sagt der EGDL-Trainer. „Er profitiert von seinen unglaublichen Reflexen und einem guten Bewegungsmuster. Das macht ihn stark und gibt der Mannschaft ein gutes Gefühl. Für die Entwicklung von Constantin war es natürlich von Vorteil, dass er nun so viel spielen konnte. Er hat damit wertvolle Erfahrungen gesammelt, die ihn besser und sicherer gemacht haben. Natürlich ist es immer ein Risiko, auf einen solch jungen Torwart zu setzen, aber er hat durch Leistung überzeugt und am jetzigen Tabellenstand großen Anteil. Ich freue mich aber auch sehr, dass es bei Steve Themm erste positive Signale gibt. Er fühlt sich schon wieder sehr gut und ich denke, dass er ab nächster Woche wieder mit leichtem Aufbautraining beginnen kann. Wenn alles gut läuft, könnte er mit Beginn der Play-offs wieder im Kader stehen.“

In Herford und Soest ist der Auftrag nun ein klarer: „Schnellstmöglich diesen einen Punkt zu holen“, sagt Lörsch. „Dafür werden wir aber an unserem Spiel nichts ändern. Grundsätzlich versuchen wir, in jedem Spiel die Formkurve auf einem hohen Level zu halten, damit die Spieler sich dauerhaft an dieses Niveau gewöhnen. Sollte es uns am Wochenende gelingen, den einen Punkt zu holen, dann könnte es aber schon sein, dass wir im letzten Heimspiel zwei Dinge ausprobieren mit Blick auf die Play-offs. Das könnten taktische wie auch personelle Dinge sein.“

Vorher gilt die Konzentration aber erst einmal komplett den nächsten beiden Gegnern, den Auftakt macht am Freitag Herford: „Ich erwarte dort bereits Play-off-Eishockey auf sehr gutem Niveau. Herford hat den Kader zuletzt nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ aufgestockt. Sie werden vor heimischem Publikum sicherlich alles geben, um die kleine Chance auf Platz eins noch zu wahren, mindestens aber um Platz zwei zu sichern. Spiele vor voller Hütte in Herford sind immer Leckerbissen für alle Mannschaften. Wir freuen uns auf die Atmosphäre und einen echten Härtetest kurz vor Beginn der Crunch-Time.“

Am Sonntag geht es dann nach Soest – an jenen Ort, an dem die Rockets vor zwei Wochen noch mit 2:5 verloren haben. „Wir werden mit Blick auf unser Spiel in Soest sicherlich dieses Mal etwas verändern, um dort erfolgreich zu sein. Du kannst dort eben nicht alle Situationen spielerisch lösen, dafür ist Soest viel zu gut organisiert. Wir werden uns im Training sehr genau auch auf diesen Gegner einstellen.“

Personell gibt es noch einige Fragezeichen mit Blick auf den Wochenend-Kader. „Bei einigen Spielern kneift es ein wenig. Hier eine Erkältung, dort eine Prellung. Wir werden sehen, wie die angeschlagenen Jungs sich an den freien Tagen erholen konnten. Ganz sicher aber werden wir bei keinem angeschlagenen Spieler so kurz vor den Play-offs ein Risiko eingehen. Unsere Physiotherapeuten werden sehr genau schauen, ob ein Spieler einsatzfähig ist oder nicht. Und dann werden wir entscheiden, wer die Fahrten nach Herford und Soest antreten kann.“

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