EG Diez-Limburg führt in Halbfinal-Serie gegen Hamm mit 2:1Rockets zeigen Herz und Leidenschaft

Jubel bei den Rockets. (Foto: fischkoppMedien/EG Diez-Limburg)Jubel bei den Rockets. (Foto: fischkoppMedien/EG Diez-Limburg)
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Die Kulisse war da, von der ersten Minute an: Rund 250 Hammer waren in vier für die Fans kostenlosen Bussen nach Diez gereist, um ihre Mannschaft 60 Minuten lang lautstark zu unterstützen. Beide Fanlager sorgten mit ihrem Support für eine starke Atmosphäre am Heckenweg. Davon ließen sich beide Teams anstecken und boten über 60 Minuten ein rassiges Play-off-Spiel.

Die Raketen mussten auf die erkrankten Konstantin Firsanov und Pablo Gimenez verzichten. Bei den Gästen kehrte der – laut Hammer Vorbericht – noch nicht fit und daher fehlende Ex-DEL-Spieler Kevin Orendorz „überraschend“ in die erste Sturmreihe zurück an die Seite von Kevin Thau und Milan Svarc. Diese Formation sorgte mit hohem Tempo für viel Gefahr vor dem Rockets-Tor, doch auch die Gastgeber waren offensiv von der ersten Minute an präsent. Allen voran RJ Reed, der mit seinem beiden Toren (12., 19.) im ersten Drittel den Grundstein legen sollte für den späteren Sieg. Der Kanadier hatte später im Spiel Glück, dass er sich bei einem Stockschlag auf das Handgelenk nicht schwerer verletzte.

Das zweite Drittel war auf beiden Seiten geprägt von vielen Strafzeiten. Die Gastgeber machten jedoch zu wenig aus diesen Überzahlsituationen. Dem 3:0 durch Andre Bruch (23.) bei gleicher Anzahl Spieler auf dem Eis folgten Powerplay-Situationen, in denen ein 4:0 für die Vorentscheidung hätte sorgen können. Aber die Eisbären um Keeper Sebastian May verhinderten mit starkem Einsatz einen weiteren Gegentreffer.

Auf der anderen Seite nutze Hamm die eigenen Überzahlsituationen besser, denn die beiden Treffer der Eisbären fielen in doppelter und einfacher Überzahl: Mike Ortwein verkürzte auf 1:3 (35.), Kevin Trapp auf 2:3 (47.). Beim Spiel Fünf-gegen-Fünf fanden die Gäste immer wieder ihren Meister in Keeper Jan Guryca, für dessen Leistungen einem langsam die Superlative ausgehen. Als in der Schlussminute der Druck noch einmal groß wurde und Hamm den Keeper für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis geholt hatte, traf Pierre Wex aus dem eigenen Drittel zum 4:2-Endstand (60.).

„Mit der 2:0-Führung im ersten Drittel war ich sehr zufrieden“, sagte Rockets-Trainer Frank Petrozza. „Auch in das zweite Drittel sind wir super reingekommen mit dem Treffer zum 3:0. Danach aber haben wir zu wenig aus unseren Chancen gemacht und das Überzahlspiel hat nicht gut funktioniert. So lassen wir Hamm noch einmal ins Spiel kommen. Aber ich habe immer gesagt, dass das ein sehr starker Gegner ist und das in den Play-offs alles möglich ist. Wichtig ist aber: Wir haben sehr hart gearbeitet, das ist die Grundlage zum Erfolg. Jetzt fahren wir nach Hamm und wollen dort genauso weitermachen.“

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