ECW unterliegt Tabellenführer MainzEC Wallernhausen

ECW unterliegt Tabellenführer MainzECW unterliegt Tabellenführer Mainz
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Stark dezimiert mit gerade einmal zehn Feldspielern ging der ECW in das Spiel gegen die Rheinland-Pfälzer. Die Marschroute war klar, die Räume eng machen um den Mainzern so ihr exzellentes Passspiel zu erschweren. Doch es waren gerade einmal 58 Sekunden gespielt, da nutzte Johansson einen Abpraller und netzte zum 0:1. In der fünften Spielminute dann der nächste Rückschlag für die Wallernhäuser, Martin Sigula erhöhte zum 0:2 für die Mainzer Wölfe und wiederum zwei Minuten später musste ECW-Goalie Kempf erneut hinter sich greifen und es stand 0:3 durch Witali Wölk. Die vorgegebene Taktik war dahin. Doch wer dachte, die Mainzer würden jetzt einem lockeren Sieg entgegengehen sah sich getäuscht. Der ECW legte seine Anfangsnervosität ab und kam seinerseits zu Chancen. Simon Platzer mit einem schönen Schlagschuss von der blauen Linie erzielte in Minute elf den Anschlusstreffer. Nur eine Minute später klingelte es wieder im Mainzer Kasten, Willkom verlud Gästetorwart Stromberg nach Zuspiel von Guldner und es hieß 2:3. Fortan entwickelte sich ein munteres Spiel. In der 15. Spielminute war es dann erneut Sagula, der für die Mainzer auf 2:4 erhöhte. Nachdem der ECW eine 3:5-Unterzahl schadlos überstanden hatte ging es mit diesem Spielstand dann in die Pause.

Zu Beginn des zweiten Drittels hatte der ECW seine beste Phase und erarbeitete sich zahlreiche Chancen, es sollten aber zunächst keine weiteren Tore fallen. Marcel Kempf im Wallernhäuser Tor zeichnete sich ein ums andere Mal aus mit tollen Reflexen. In der 32. Minute dann vollendete Coach Willkom einen schönen Alleingang zum erneuten Anschlusstreffer für seine Farben, was auch gleichzeitig den Pausenstand bedeutete.

Das letzte Drittel begann wie das zweite aufgehört hatte. Eine leichte Feldüberlegenheit der Mainzer, der ECW seinerseits mit einigen guten Spielzügen. In der 44. Spielminute dann die Riesenchance zum 4:4, doch Guldner, Schultheiss und Willkom konnten eine 3:1-Situation nicht nutzen und vergaben leichtfertig den zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich. Es kam wie es kommen musste, noch im direkten Gegenzug stellte Mainz mit dem 3:5 durch Alexei Gebel den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Nach diesem unglücklichen und unnötigen Gegentor war die Moral der Pirates gebrochen, so sollten die Mainzer noch zu weiteren Torerfolgen kommen. Auch begünstigt durch die schwindenden Kräfte der numerisch unterlegenen Gastgeber erhöhten Brauer, Gebel und Johansson auf 3:8.

Im Lager des ECW zog man ein durchwachsenes Fazit. Nach dem tollen Auftritt bei den Kassel Huskies 1b und gegen Mainz sind klare Aufwärtstendenzen erkennbar. Bei besserer Chancenauswertung wäre allerdings durchaus mehr für die Piraten drin gewesen.

Allgemein enttäuscht ist man im Lager des EC Wallernhausen jedoch über die sehr dürftige Zuschauerresonanz trotz des Aufstiegs in die Hessenliga. Gutklassiges Eishockey und attraktive Gegner wie Mainz, Darmstadt, die Kassel Huskies oder Eintracht Frankfurt sollten eigentlich deutlich mehr Zuschauer an den Lauterbacher Steinigsgrund locken. Als über die Landesgrenzen hinaus bekanntes und erfolgreiches Aushängeschild der Stadt Nidda hätte der EC Wallernhausen hier doch einen anderen Stellenwert und deutlich höheren Zuspruch aus der Bevölkerung verdient.

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