Dynamites bauen Siegesserie weiter ausEHC Troisdorf

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Aber auch die anschließende Partie gegen das Team vom Gysenberg konnte sich durchaus sehen lassen, wenngleich die Dynamites einmal mehr in dieser Saison mit ihrer Chancenauswertung haderten. Am Ende reichte es aber dennoch zu einem 6:4 (1:0, 3:3, 2:1)-Erfolg und der EHC feiert seinen vierten Sieg in Folge.

Troisdorf begann stark und machte von Beginn an deutlich, wer der Herr im Hause ist. Angriff um Angriff rollte auf das Herner Tor zu. Allerdings haderte der EHC nicht das erste Mal in dieser Saison mit der Chancenauswertung. Obwohl man zahlreiche sehenswerte Möglichkeiten herausspielte, schaffte man es nicht, das Spielgerät auch im gegnerischen Gehäuse unter zu bringen. Rund 20 Torschüsse – gegenüber zwei von Herne – feuerten die EHC-Spieler im ersten Spielabschnitt Richtung Herner Tor ab. Letztendlich fand davon allerdings nur der von Alexander Richard (6.) sein Ziel und so ging es trotz Troisdorfer Überlegenheit mit einem mageren 1:0 aus Sicht der Gastgeber in die erste Pause. „Der einhundertprozentige Wille ein Tor zu erzielen, war einfach nicht vorhanden. Am Ende fehlte immer der entscheidende Druck den Angriff erfolgreich abzuschließen“, kommentierte EHC-Coach André Koslowski das erste Drittel, der sein Team aber auch für den disziplinierten Auftritt in den ersten 20 Minuten lobte.

Blieben die EHC-Spieler der Strafbank im Anfangsdrittel noch gänzlich fern, so gaben sie sich im zweiten Drittel die Klinke der Kühlbox quasi in die Hand. Insgesamt zwölf Strafminuten waren dem Trainer einfach zu viel: „Die Strafen haben uns im zweiten Drittel vollständig aus dem Tritt gebracht“, so Koslowski, der seiner Mannschaft in einigen Phasen einfach mangelnde Cleverness bescheinigte: „Fehlende Routine und Disziplin waren der Grund für zahlreiche Herner Chancen.“ Diese Chancen nutzten die Gäste eiskalt aus und erzielten im Mitteldrittel gleich drei Tore. Glücklicherweise hatte der EHC aber jeweils die passende Antwort parat und verteidigte die knappe Führung durch Tore von Daniel Fegus (23.), Constantin Nocker (26.) und Lucas Hubert (35.). So ging es mit einem 4:3 für die Hausherren in den Schlussabschnitt.

Auch hier war der EHC wieder klar überlegen, konnte seine Chancen aber nicht nutzen. Zu allem Übel kam dann noch eine kurze Unaufmerksamkeit hinzu – und plötzlich stand es 4:4. Als dieses Ergebnis auch gut sechs Minuten vor dem Ende noch bestand hatte, nahm Koslowski eine Auszeit, stellte die Reihen um und agierte fortan mit zwei Verteidigungs- und drei Sturmreihen. Dies sollte belohnt werden: Nur 38 Sekunden später erzielte Dominik Patt das lautstark umjubelte 5:4. Kurz vor Schluss riskierte Herne alles und nahm den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Troisdorf aber setzte die Vorgaben des Trainerteams um und hielt Herne möglichst fern vom Tor. Schließlich erlöste Dominik Klein sein Team, als er den Puck sechs Sekunden vor Schluss im leeren Herner Gehäuse unterbringen konnte und mit seinem Empty-Net-Goal den verdienten 6:4-Endstand herstellte.

„Auch wenn wir zwischenzeitlich den Faden verloren haben, sind wir immer wieder zur vorgegebenen Taktik zurückgekehrt“, war André Koslowski im Großen und Ganzen zufrieden mit seinem Team. Positiv hob der Coach die Tatsache hervor, dass die sechs Treffer von sechs verschiedenen Torschützen erzielt wurden. „Dies macht uns für den Gegner unberechenbarer“, so der Troisdorfer Bandenchef.

Der nächste Auftritt des EHC Troisdorf steht bereits am kommenden Wochenende auf dem Programm: Am Sonntag, 2. November, muss das Team von der Sieg zum Auswärtsspiel nach Hamm reisen. Um 18.30 Uhr geht es gegen die 1b-Mannschaft des Oberligisten Lippe-Hockey Hamm, die derzeit noch sieglos auf dem letzten Tabellenplatz der NRW-Liga steht.

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