Dynamite strauchelt im AufstiegskampfEHC Troisdorf

Constantin Nocker (links) ließ mit seinem Treffer nochmal Hoffnung aufkeimen. (Foto: Marc Schneider)Constantin Nocker (links) ließ mit seinem Treffer nochmal Hoffnung aufkeimen. (Foto: Marc Schneider)
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Den Grundstein für den Sieg gegen den Favoriten aus Troisdorf legten die Hausherren bereits in den ersten 20 Minuten. Dies lag in erster Linie an der schlechten Chancenauswertung der Gäste. Zwar hatte der EHC insgesamt mehr Spielanteile, konnte sich daraus allerdings keinen Vorteil erspielen. Anders die Black Tigers des Grafschafter Schlittschuh Clubs aus Moers: Während hinten Winand Schneider das GSC-Gehäuse sauber hielt, agierten die Moerser Offensivkräfte im Angriff eiskalt und versenkten die schwarze Hartgummischeibe gleich drei Mal im Troisdorfer Tor. So ging es mit einer deutlichen 3:0-Führung aus Sicht der Gastgeber in die erste Pause.

Im zweiten Drittel das gleiche Bild: Troisdorf hatte mehr vom Spiel und zeigte schöne Kombinationen, fand allerdings im Abschluss ein ums andere Mal seinen Meister im starken Moerser Schlussmann. Zusätzlich machte sich der EHC das Leben mit einigen unnötigen Strafzeiten selber schwer. So kam es wie es kommen musste: Statt des dringend benötigten Troisdorfer Anschlusstreffers fiel ein weiteres Tor der Black Tigers, die ihre Führung damit vor dem letzten Drittel auf 4:0 ausbauten.

Trotz des hohen Rückstandes bewies das Team von Gordon Lang in den letzten 20 Minuten Charakter und bäumte sich noch einmal auf. Zunächst traf allerdings erneut Moers zum 5:0. Kurz darauf vergab dann Andre Könitzer einen Penalty, ehe schließlich Daniel Fegus und Constantin Nocker für den EHC erfolgreich waren und mit ihren beiden Toren zum 2:5 noch mal für einen Hoffnungsschimmer sorgten. Die letzten zehn Minuten stellte Trainer Lang auf zwei Reihen um und warf nun alles nach vorne. Allerdings ohne Erfolg: Nachdem der GSC zwischenzeitlich das vorentscheidende 6:2 erzielt hatte, kam Mario Wondes Tor zum 3:6-Endstand aus Troisdorfer Sicht zu spät.

„Wir waren heute einfach zu schwach im Abschluss und haben zu wenig aus unseren Chancen gemacht“, analysierte Gordon Lang anschließend die Partie. Lob vom EHC-Coach gab es dafür für die mitgereisten Fans: „Die Unterstützung von der Tribüne war klasse. Umso ärgerlicher ist es, dass wir unsere Fans nicht mit einem Sieg belohnen konnten. Ich hoffe, wir können das im nächsten Heimspiel wieder gut machen“, so Lang, der das Ziel Aufstieg trotz der Niederlage in Moers nicht aus den Augen verloren hat: „Noch stehen wir auf einem Aufstiegsplatz und haben es selbst in der Hand.“ Schon im nächsten Heimspiel muss der EHC eine Schippe drauf legen: Am Sonntag, 2. Februar, gastiert um 18 Uhr der EHC Krefeld im Troisdorfer Icedome. Gegen die Preussen vom Niederrhein muss unbedingt ein Sieg her, schließlich sind die Krefelder auf Tabellenplatz fünf derzeit der härteste Konkurrent im Kampf um Platz drei (Herford ist Vierter, darf aber nicht aufsteigen). Bei einem Spiel mehr als der EHC Troisdorf hat Krefeld aktuell fünf Punkte Rückstand auf die Dynamites. Sollten die Kufencracks von der Sieg also am kommenden Wochenende erfolgreich sein, würde man wohl bei dann nur noch zwei ausstehenden Partien bereits mit mehr als einem Bein in der Regionalliga stehen. „Am Sonntag zählt für uns nur ein Sieg“, nimmt Gordon Lang sein Team in die Pflicht und gibt die eindeutige Marschroute vor.

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