Dinslakener Kobras zeigen Moral und besiegen NeuwiedViertelfinalserie geht ins fünfte Spiel

(Foto: Simon Neuhaus/Dinslakener Kobras)(Foto: Simon Neuhaus/Dinslakener Kobras)
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Und schon wieder hatte sich der Heimvorteil bezahlt gemacht: In der Serie steht es aktuell 2:2, wobei beide Mannschaften ihre Siege jeweils daheim feiern konnten. Jetzt kommt es am Dienstag zum endgültigen Showdown in Neuwied, denn dort wird in der Best-of-Five-Serie der Halbfinalist ermittelt. 

Die Mannschaft von Milan Vanek stand ein wenig unter Druck, da sie sich für ihre guten Leistungen gerne belohnen und das fünfte Spiel erzwingen wollen, um den Einzug ins Halbfinale klar zu machen. Denn das Motto an diesem Abend war ganz klar: Siegen der Fliegen und damit die vorzeitige Sommerpause. Die Schlangengrube war reichlich gefüllt, denn zahlreiche Kobrafans hatten sich auf den Weg gemacht, um ihre Mannschaft nach vorne zu peitschen. Es waren sogar Fans aus anderen Fanlagern anzutreffen, um den Kobras die Daumen zu drücken.

Die Kobras starteten sehr engagiert in den ersten Spielabschnitt. Man spürte regelrecht, dass sie unbedingt den Sieg einfahren wollten. Das machte sich bemerkbar, indem sie die Gäste sehr früh störten und ihnen zunächst keinen Raum ließen. Das Forechecking hatte sich bezahlt gemacht. Und somit versuchten die Kobras, sich die Neuwieder zurecht zu legen und das gelang ihnen auch in der 13. Spielminute, als Jesse Parker die Schlangengrube zum Beben brachte. Verdiente 1:0-Führung bis dahin und gleichzeitig das erste Pausenergebnis.

Den besseren Start in den zweiten Spielabschnitt erwischten die Gäste aus Neuwied.  In der 24. Spielminute war es Michael Jamieson, der für die Bären ausgleichen konnte. Doch die Kobras ließen sich dadurch nicht beirren und stellten in wenigen Minuten, durch einen sehenswerten Schuss von Stefan Dreyer in den rechten Winkel, auf 2:1. Lobenswert ist auch, dass die Kobras um jeden Millimeter Eis kämpften und leidenschaftlich verteidigten. Das galt besonders für die Unterzahlsituationen und ein gut aufgelegter Marvin Frenzel, der an diesem Abend hervorragend parierte. Doch nachdem die Giftschlangen eine Unterzahlsituation überstanden hatten, kassierten sie kurz danach den bitteren Ausgleich zum 2:2 durch Robin Schütz. Doch das schockte die Kobras nicht und 20 Sekunden nach dem Ausgleichstreffer brachte Henrik Müller seine Schlangen wieder mit 3:2 in Front.

Das letzte Drittel versprach noch einmal spannend zu werden. Doch die Kobras spielten weiterhin mutig nach vorne und versteckten sich keineswegs. In der 43. Minute war es dann soweit. Phillip Heffler stellte auf 4:2 und zum ersten Mal einen Zwei-Tore-Abstand. Doch die Freude währte nur kurz und die Bären kamen in der 51. Spielminute zum Anschluss durch Frederic Hellmann. In dieser Phase setzten die Gäste die Kobras enorm unter Druck, doch der Abwehrriegel hielt stand und Marvin Frenzel glänzte mit seinen Paraden und hielt seine Mannschaft im Spiel. Die Neuwieder wollten unbedingt den Ausgleich erzwingen. Die Giftschlangen warteten geduldig auf Kontermöglichkeiten und belohnten sich dann auch schließlich. Phillip Heffler mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend und zugleich die 5:3-Führung. Wer denkt, dass das Spiel schon gewonnen war, täuschte sich. Eine Unterzahlsituation der Kobras wurde eiskalt von den Gästen ausgenutzt und sie kamen noch mal mit 5:4 heran. Torschütze war Stephan Fröhlich. Aber die Kobras konnten im späteren Spielverlauf von einer Überzahlsituation profitieren. Joey Menzel setzte den Schlusspunkt und netzte zum 6:4 Endstand ein.

Die Freude und Erleichterung auf den Rängen und bei den Verantwortlichen war deutlich zu spüren. Die Jungs ließen sich auf dem Eis gebührend feiern. „Wir haben in den letzten Wochen gesagt, dass wir auf einem guten Level sind, um Neuwied zu schlagen. Wir haben viermal in der Saison verloren, aber wenn wir in der Serie dreimal gewinnen, sind wir weiter. Wir fahren am Dienstag mit breiter Brust nach Neuwied und wollen an der Leistung von vergangenem Freitag anknüpfen“, sagte ein zuversichtlicher Milan Vanek im Trainertalk nach dem Spiel.