Dinslakener Kobras verbuchen Arbeitssieg gegen NeussDer erste Sieg ist eingefahren

(Foto: Dinslakener Kobras)(Foto: Dinslakener Kobras)
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Spielerisch hatte die Begegnung beidseitig noch reichlich Potenzial nach oben, sodass die Partie bis zehn  Minuten vor dem Ende arm an Höhepunkten war. Und sollte doch einmal ein Schuss in Richtung Torlinie gegangen sein, waren die Schlussleute Passmann für Neuss und Eckardt für Dinslaken jeweils zur Stelle.

So plätscherte die Begegnung bis zur 50. Minute dahin. Was ihr fehlte war ein Treffer, denn beide Teams schienen unbedingt den ersten großen Fehler vermeiden zu wollen.

Dieser sollte dann aber bei 49:46 Minuten zum ersten Treffer führen und zum „Dosenöffner“ für den weiteren Verlauf der Begegnung werden. Nach einem Bullygewinn im Dinslakener Verteidigungsdrittel sorgten zwei kleine Pässe für freie Bahn für den am linken Pfosten völlig freistehenden Maximilian Bleyer, der wenig Mühe hatte, das Spielgerät an Lucas Eckardt vorbei zum 0:1 einzuschieben. Nun waren die Kobras am Zug und deren erste Reihe übernahm jetzt Verantwortung. Denn knapp fünf Minuten später ließ Philipp Heffler nach Zuspiel von Martin Beneš und Jesse Parker Ken Passmann im Tor des NEV keine Chance.

Die Dinslakener schalteten nicht wieder in den „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“-Modus zurück, sondern wollten nun den nächsten Treffer nachlegen. Dies gelang dann Jerome Baum mit einem abgefälschten Schlagschuss bei 58:25 von der blauen Linie. Nur 17 Sekunden später nutzte Jesse Parker einen individuellen Fehler der Neusser Verteidigung und verlud den Gäste-Goalie zum 3:1. Scheinbar waren die Hausherren gedanklich schon in der Kabine, denn eine kaum stattgefundene Gegenwehr ermöglichte den Gästen noch den 2:3-Anschlusstreffer, wiederum durch Maximilian Bleyer. NEV-Coach Benske nahm daraufhin Ken Passmann zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, doch weder hüben noch drüben ergaben sich daraus weitere zwingende Torchancen.

Der derzeit verletzte Assistenzkapitän Pascal Behlau analysierte die Partie wie folgt: „Es war ein typisches Spiel gegen Neuss. Auch als ich noch für Ratingen spielte, gestalteten sich diese Begegnungen genau in dieser Art und Weise. Man fühlt sich überlegen, Neuss stellt sich hinten rein und lauert auf Konter. Trotzdem haben wir phasenweise nicht gut gespielt, Pucks zu leicht hergeschenkt, unsere Chancen vor dem gegnerischen Tor nicht konsequent genutzt. Damit war es nahezu folgerichtig, dass wir zunächst in Rückstand gerieten. Aber wir haben Moral bewiesen, haben nicht nur ausgeglichen, sondern sogar das 2:1 geschossen. Das 3:1 war ein individueller Fehler von Neuss, den Jesse super ausgenutzt hat. Trotzdem müssen wir uns am Sonntag deutlich steigern. Dass wir das können, hat man vor allem bei der Partie gegen Herford gesehen. Da hatten wir meiner Meinung nach eigentlich alle drei Punkte verdient.“

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