Dinslakener Kobras unterliegen KEV im SchlussdrittelEin ganz besonderer Saisonauftakt

Die Kobras spielten gegen den KEV – vor Zuschauern.  (Foto: Dinslakener Kobras)Die Kobras spielten gegen den KEV – vor Zuschauern. (Foto: Dinslakener Kobras)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Am gestrigen Abend fand in der Schlangengrube das erste Heim-Testspiel der Kobras statt. Aber mit Ausnahme des Sportlichen war nur Weniges normal. Denn die Schutzmaßnahmen gegen Corona hatten die Abläufe für Zuschauer und Spieler fest im Griff. Zusatzkabinen sorgten dafür, dass sich beide Teams getrennt voneinander umziehen konnten – inklusive des vorgeschriebenen Abstands. Mundschutz während des Aufwärmens, personalisierte Sitzplätze für die Zuschauer inklusive der Dokumentation, Maskenpflicht für die Zuschauer auch auf den Plätzen. Dieser Auszug zeigt schon, dass der gestrige Abend ziemlich weit weg von einem „normalen“ Eishockeyabend gewesen ist. Und dennoch wurde er ein Erfolg. Das lag in erster Linie daran, dass sich alle Beteiligten (allen voran die Zuschauer) diszipliniert an die Vorgaben hielten, die Kobras selbst aber auch sehr gut auf dieses besondere Ereignis vorbereitet waren. Die Crew des Ordnungsdienstes leistete gute Arbeit und half Zuschauern, die sich noch nicht mit den neuen Abläufen zurechtfanden. Der gestrige Abend hat gezeigt, dass Eishockey – zumindest bei Veranstaltungen bis 300 Zuschauern – auch unter Corona-Bedingungen durchaus möglich ist. Wenn sich alle diszipliniert an die Vorgaben halten.

Aber auch sportlich hatte der gestrige Abend einiges zu bieten: Analog zum Hinspiel legte der favorisierte Oberligist los wie die Feuerwehr und berannte das von Lucas Eckardt ausgezeichnet gehütete Gehäuse. Doch auch der Dinslakener Goalie und seine Vorderleute waren gut vorbereitet und das Dinslakener Bollwerk sollte bis zur zwölften Spielminute halten. Die Krefelder Gäste benötigten schon eine Überzahlsituation, um sich erstmals auf die Anzeigetafel zu bringen. Ex-DEL-Profi Adrian Grygiel, an diesem Abend mit vier Toren erfolgreichster Krefelder, konnte den Dinslakener Goalie erstmalig überwinden.

Viele Spielanteile hatten die Hausherren im Eröffnungsdrittel nicht. Doch es half, dass man manchmal nur wenige Möglichkeiten braucht, um einen Treffer zu erzielen. Bei einem der wenigen Gegenangriffe brachte Martin Beneš die schwarze Hartgummischeibe, vorbei an Krefelds Goalie Kapteinat, etwas überraschend im gegnerischen Gehäuse unter. Überhaupt muss man festhalten, dass das gesamte Team einmal mehr bis zum Ende gekämpft hat, jedoch die beiden tschechischen Importspieler – Martin Beneš und Martin Brabec, selbst gegen den Oberligisten immer mal wieder auch spielerische Glanzpunkte setzen konnten. Dennoch setzte sich der KEV 81 im weiteren Verlauf des ersten Drittels immer mehr durch und stellte das Ergebnis bis zum ersten Pausentee durch Jakub Prokurat in Überzahl und erneut Adrian Grygiel auf 1:3.

Im zweiten Abschnitt sah es zunächst danach aus, als ob sich die Partie genauso fortsetzen würde, zumal Christian-Paul Mercier und Luca Hauf – erneut bei einfacher Überzahl – den Vorsprung der Gäste auf 5:1 ausbauen konnten. Zur Hälfte der Begegnung hatten die Kobra-Goalies Ken Passmann und Lucas Eckardt – wie abgesprochen – ihre Plätze getauscht. Inzwischen nahmen die Kobras das Herz in die Hand und legten sich den Oberligisten zurecht. Durch Treffer von erneut Martin Beneš, Moritz Hofschen bei einfacher Überzahl, Stefan Dreyer sowie Martin Brabec konnte der Regionalligist bis zur zweiten Pause auf 5:5 ausgleichen. Die Kobra-Fans unter den Zuschauern witterten bereits eine Überraschung.

Doch diese sollte ausbleiben. Ein knochenhartes Training der vergangenen Woche ließ die Vanek-Truppe im letzten Drittel etwas abbauen, sodass der Favorit durch drei Treffer, zwei weitere von Adrian Grygiel und einen von Janeck Sperling, am Ende als verdienter Sieger das Eis verließ.

Trotz der Niederlage kann man bei den Kobras von einem gelungenen Auftritt sprechen, der Lust auf mehr macht. Die nächste Gelegenheit bietet sich den Besuchern am Freitag, 18. September. Dann treffen die Giftschlangen auf den Neu-Regionalligisten Eisadler Dortmund, der im Ligabetrieb zunächst in der Parallelgruppe beheimatet ist.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!