Dinslakener Kobras unterliegen den Eisadlern4:2 für Dortmund

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War es das Wissen um das bereits erreichte Minimalziel in dieser Gruppe A, der Verbleib in der Regionalliga in der nächsten Saison inklusive des Erreichens der Hauptrunde oder lag es am Fehlen diverser Spieler, die angeschlagen oder krank waren? Besonders Martin Beneš, der Topscorer der Giftschlangen, wurde schmerzlich vermisst. Er musste zuhause wegen einer starken Erkältung das Bett hüten. Die Wahrheit, warum die Niederrheiner gestern leer ausgingen, liegt wohl in der Mitte.

Jedenfalls hatten die Eisadler verstanden, worum es für sie ging. Sie mussten gewinnen, wenn sie noch eine Chance auf den begehrten dritten Tabellenplatz haben wollten, der ihnen ebenfalls die Qualifikation für die Hauptrunde bescheren würde. Dementsprechend legten die Hausherren los wie die Feuerwehr und schnürten die Giftschlangen, insbesondere in Abschnitt 1, immer wieder im Verteidigungsdrittel ein und tauchten auch häufig gefährlich vor Justin Schrörs auf. In der 5. und 13. Spielminute belohnten sie ihre Angriffsbemühungen und waren in dieser Phase mit zwei Treffern erfolgreich. Kurz vor Drittelende gelang bei einem sehenswerten Konter Sven Schiefner der Anschlusstreffer.

Auch wenn es insgesamt spielerisch kein Augenschmaus war, gelang den Gästen in der 26. Spielminute durch Joey Menzel der Ausgleich. Doch von da an war das Toreschießen für die Dinslakener vorbei. Und als die Dortmunder in der 26. Spielminute den 3:2-Führungstreffer erzielten, hatten die Dinslakener nichts Gleichwertiges mehr entgegen zu setzen. 

Zwar hatte die Kabinenansprache von Milan Vanek in der Drittelpause ihre Wirkung nicht verfehlt und Philipp Heffler & Co. legten im Schlussabschnitt eine Schippe drauf, doch Zählbares sollte nicht dabei herausspringen. Es half auch nichts, dass man knapp sechs Minuten in Überzahl agieren durfte, die Scheibe wollte nicht über die Torlinie.

Die tragische Figur des Abends war Verteidiger Nicholas Kanak. Erst traf er bei einem Schlagschuss von der blauen Linie nur den Pfosten, dann rutschte er im eigenen Drittel aus, als er einen Aufbaupass absetzen wollte. Dies war insofern tragisch, weil Milan Vanek zu diesem Zeitpunkt bereits Justin Schrörs für einen sechsten Feldspieler aus seinem Kasten beordert hatte. Somit war es für einen Eisadler sehr einfach, sich den freiliegenden Puck zu schnappen und quer zu legen. Ted Zeitler hatte dann keine Mühe mehr, das leere Gehäuse zum 4:2-Endstand zu treffen.

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