Dinslakener Kobras siegen in Essen nach PausenrückstandDie Pflicht erfüllt

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Doch insbesondere in Abschnitt eins taten sich die Gäste im Spielaufbau gegen laufstarke, engagiert spielende Moskitos schwer. Man benötigte zudem die gesamten ersten 20 Minuten, um ein Mittel gegen das aggressive Zwei-Mann-Forechecking der Stechmücken zu finden. Das Aufbauspiel wirkte zerfahren und in der Rückwärtsbewegung war man ebenfalls das ein oder andere Mal zweiter Sieger. Eine solche Kontersituation nutzten dann auch die Hausherren in der achten Spielminute zur 1:0-Führung.

Die Pausenansprache von Milan Vanek muss es dann wohl in sich gehabt haben, denn die Giftschlangen kamen nun mit mehr Engagement aufs Eis zurück. Spielerisch war sicherlich immer noch deutlich Luft nach oben, man sollte aber auch berücksichtigen, dass das Team erst seit kurzer Zeit wieder personell so gut bestückt ist und man eigentlich noch nie in dieser Konstellation zusammengespielt hat. Apropos: „Neuzugang“ Benni Hüsken hatte Wort gehalten und lief in Essen wieder für die Kobras auf. Zum Ende der Begegnung merkte man ihm dann doch seine noch vorhandenen konditionellen Probleme an, spielerisch und kämpferisch kann man ihm dafür einen sehr guten Wiedereinstieg attestieren.

Mit dem „Mehr“ an Engagement lief bei den Giftschlangen nun auch die Torproduktion an. In der 31. Spielminute sorgte Stefan Dreyer mit seinem 1:1 für die Wende in der Partie. Vier Minuten später brachte Sven Schiefner die Gäste erstmalig in Führung. Einen Schlagschuss von Martin Beneš fälschte Dominik Scharfenort, der sich vor dem Essener Gehäuse während eines Powerplays eingeparkt hatte, unhaltbar für Steffen Pietzko gekonnt ab. Gespielt waren zu diesem Zeitpunkt knapp 39 Minuten. Mit dieser beruhigenden 3:1-Führung ging es in die zweite Drittelpause.

Im letzten Abschnitt gab die Vanek-Truppe das Heft nun nicht mehr aus der Hand und tat etwas für ihr Torverhältnis. Dabei konnten sich zweimal Dennis Appelhans (48., 59.), einmal Martin Beneš (52.) und noch einmal Sven Schiefner (60.) auf dem Spielberichtsbogen verewigen.

Mit bangem Blick schauten die mitgereisten Fans auf den Kader der Gäste während des Spiels, denn die Dinslakener waren nur mit Lucas Eckardt als einzigem Goalie angereist und während des letzten Drittels gingen dann schon diverse Spieler duschen.  Dazu der Dinslakener Coach: „Dass wir heute nur mit Lucas Eckardt als Goalie anreisen würden, war im Vorfeld so abgesprochen. Im letzten Drittel habe ich den ein oder anderen Spieler aus der Partie genommen, um ihn für Sonntag zu schonen. Mit Ausnahme von Tjaard Jansen, Pawel Kuska und Benni Hüsken werden wir gegen die Füchse Stand jetzt mit voller Kapelle auflaufen. Ich glaube übrigens, dass meine Jungs zumindest im ersten Abschnitt gedanklich schon zwei Tage weiter waren. Nachdem ich sie daran erinnert hatte, dass wir nur von Spiel zu Spiel denken, lief es dann ja auch besser“, äußerte sich Milan Vanek nach dieser Partie.

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