Dinslakener Kobras siegen deutlich in NeussRevanche geglückt

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Doch die Dinslakener vermochten es, sich dieses hohe Ergebnis durch die Effizienz in ihren Über- und Unterzahlsituationen zu erarbeiten. Während man in sieben Unterzahlsituationen nur zwei Treffer kassierte, konnte die Vanek-Truppe alle drei Powerplay-Situationen in Tore ummünzen. Spielerisch war die Darbietung der Giftschlangen sicherlich noch nicht play-off-reif, doch wer will es ihnen verdenken, dass man sich so kurz vor Beginn der fünften Jahreszeit im Eishockey nicht dem größten Verletzungsrisiko aussetzen will.

Dass es beim NEV nicht mehr um allzu viel ging, kam deren Spielweise allerdings positiv zugute. Mindestens zwei Drittel lang waren sie ein gleichwertiger Gegner, der mit pfeilschnell vorgetragenen Angriffen immer wieder gefährlich vor dem von Justin Schrörs bewachten Dinslakener Gehäuse auftauchte.

Dennoch waren es die Giftschlangen, die das erste Mal wirksam zubeißen konnten. Eine dieser eingangs aufgeführten Überzahlsituationen nutzte Martin Beneš, um seine Mannschaft erstmalig in Führung zu bringen (9.). Nachdem Igor Furda knapp 4 Minuten später das Ergebnis bereits auf 2:0 stellen konnte, hatten wohl einige Kobra Akteure auf Standby-Modus geschaltet, was sich im weiteren Verlauf rächen sollte. Denn bis zur 19. Spielminute sorgte der in Diensten des NEV stehende Serbe Lazar Pejcic innerhalb von 110 Sekunden für den 2:2-Ausgleich. Dass sein zweites Tor so kurz vor der ersten Sirene und damit zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt fiel, kam den Gastgebern gerade recht.

Der Mittelabschnitt knüpfte nahtlos an das bereits Gesehene an. Die Gäste bemühten sich redlich, das Team vom Südpark hielt aber erfolgreich dagegen und vermochte immer wieder, sich gefährlich vor dem Dinslakener Gehäuse zu positionieren. Dennoch waren es einmal mehr Überzahlsituationen, die benötigt wurden, um die schwarze Scheibe hinter die Torlinie zu bringen. Zunächst war es Dominik Scharfenort, der mit seinem ersten Treffer an diesem Abend die 3:2-Führung für die Dinslakener herstellte (26.), doch wie gewonnen, so zerronnen: Samuel Hasenpusch konnte für seine Farben in der 33. Spielminute wieder ausgleichen. Ebenfalls bei numerischer Überlegenheit. 

Dann kam wohl die entscheidende Phase der Partie. Zunächst konnte Stefan Dreyer eine sehenswerte Kombination zwischen ihm, Dominick Scharfenort und Martin Beneš zur erneuten Führung abschließen (36.), doch knapp 2 Minuten später bekamen die Hausherren einen Penaltyschuss zugesprochen, nachdem ein Dinslakener Akteur Dmitrii Metelkov auf dessen direkten Weg zum Tor nur regelwidrig am Schuss hindern konnte. Der Gefoulte versuchte sein Glück selbst, doch Goalie Justin Schrörs behielt die Nerven und verhinderte somit den erneuten Gäste-Ausgleich.  Als Igor Furda dann in der 39. Spielminute mit seinem zweiten Treffer seinen persönlichen Doppelpack zum 3:5 schnürte, kippte die Partie endgültig in die Richtung der Gäste.

Im Schlussdrittel hatte Coach Vanek noch ein paar personelle Veränderungen vorgenommen, was das Auftreten der Giftschlangen nun etwas dominanter machte. Nichtsdestotrotz vermochten es die Männer vom Südpark immer wieder, sich vielversprechende Situationen zu erarbeiten, doch im Schlussabschnitt blieb die Dinslakener Defensive sattelfest.  Und erneut bedurfte es einer personellen Überzahl, um das Ergebnis auf der Anzeigetafel zu verändern. Wieder war es Dominik Scharfenort, der diese Situation beim Schopfe fasste (58.), um auch den diesmal zahlreich mitgereisten Kobra-Fans das Gefühl zu geben, dass die Giftschlangen das Eis als Sieger verlassen würden. Für das Endergebnis sorgte dann nur sieben Sekunden später nach dem nun fälligen Mittelbully Youngster Nils Cleven, der Torhüter Markus Endress bei seinem Handgelenkschuss in den rechten oberen Winkel, übrigens nach schönem Vorbereitungsquerpass von Dominick Spazier, nicht den Hauch einer Chance ließ.

Damit ist den Dinslakenern, die gestern Abend auf die Dienste des kurzfristig erkrankten Marek Malinsky verzichten mussten, die Revanche für die blamable 3:5-Niederlage beim letzten Vergleich am Neusser Südpark geglückt. Man darf gespannt sein, wie die Generalprobe fürs Halbfinale, beim morgigen Heimspiel der Kobras gegen die Bären Neuwied, ausgehen wird. Los geht es um 19 Uhr. 

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