Dinslakener Kobras sichern Platz zwei ab6:5-Sieg in Dortmund

Die Kobras setzten sich in Dortmund durch.  (Foto: Dinslakener Kobras)Die Kobras setzten sich in Dortmund durch. (Foto: Dinslakener Kobras)
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Zu Beginn lief alles wie am Schnürchen. Zwar hatten die Gastgeber die ersten vielversprechenden Möglichkeiten, doch noch war die Dinslakener Defensive sattelfest. Auch in die Gegenrichtung lief es zunächst wie gewünscht. Dominick Spazier eröffnete den Torreigen in der dritten Spielminute, ihm folgten Treffer von Stefan Dreyer (7.) und Igor Furda (14.) in sehenswerter Tic-Tac-Toe-Manier mit Martin Beneš und Stefan Dreyer. Mit einer 3:0-Führung für die Gäste ging es in die erste Pause.

Im Gefühl der Überlegenheit schalteten die Kobras in Durchgang zwei einen Gang zurück und brachten die Westfalen dadurch ins Laufen. Mit Folgen, wie sich dann herausstellen sollte. Bis zur 24. Spielminute waren sie durch Tore von Oliver Kraft (21.) und Robin Loecke (24.) auf 2:3 herangekommen. Für etwas Sicherheit sorgte dann wieder der sehenswerte Alleingang von Dominik Scharfenort, den er mit einem Schuss aus spitzem Winkel unter den Giebel abschloss (25.). Allerdings konnten die Niederrheiner aus einer anschließenden, zweiminütigen doppelten Überzahl kein Kapital schlagen, sodass beim Spielstand von 2:4 zum zweiten Mal die Sirene ertönte.

Als Igor Furda mit seinem zweiten Treffer in der 45. Spielminute das zwischenzeitliche 5:2 für Dinslaken erzielte, schien der Drops für die Giftschlangen eigentlich schon gelutscht. Doch die Westfalen merkten, dass ihr Gegner an diesem Abend nicht so ganz bei der Sache war und bestürmten weiter das von Lucas Eckardt bewachte Gehäuse. Erneut Robin Loecke verkürzte in der 46. Spielminute auf 3:5. Eine im Anschluss gegen einen Dinslakener Akteur ausgesprochene Fünfminutenstrafe bescherte dann den Hausherren die Chance, das Ergebnis für sie noch freundlicher zu gestalten.

Und als Kevin Thau in der 53. Spielminute innerhalb eben dieser Strafe das 4:5 erzielte, schwante den mitgereisten Dinslakener Fans nichts Gutes. Zum Glück hatte Igor Furda an diesem Abend all seine Erfahrung in die Waagschale geworfen und war in der 57. Spielminute mit seinem dritten Treffer an diesem Abend zum 4:6 für die Vanek-Truppe erfolgreich.

Doch dies war noch nicht das Ende. Während ein Dinslakener Akteur rund zwei Minuten vor Schluss in die Kühlbox musste, beorderte der Eisadler-Trainer seinen Goalie Marvin Nickel auf die Bank und schickte für ihn einen sechsten Feldspieler aufs Eis. Und die Westfalen nutzten die doppelte numerische Überzahl zum 5:6-Anschlusstreffer durch Dustin Demuth 48 Sekunden vor dem Ende. Marvin Nickel blieb auch nach diesem Treffer auf der Dortmunder Mannschaftsbank zugunsten des sechsten Feldspielers. Die Kobras hatten diverse Möglichkeiten, das Empty-Net-Tor zu erzielen, doch weder hüben noch drüben ging die Scheibe nochmals in die Maschen.

Somit wurde trotz eines sehr guten Starts am Ende „nur“ ein Arbeitssieg eingefahren. Die drei Punkte waren Pflicht und sie wurden von den Giftschlangen mitgenommen. Das war die Hauptsache. Damit erreichen die Giftschlangen erstmalig in ihrer Regionalliga-Geschichte einen Platz in den Playoffs, bei denen sie mit einem Heimvorteil beginnen. Davon ausgehend, dass der erste Platz den Duisburgern im Rahmen der Quotientenregelung erhalten bleibt, werden sich die Kobras mal wieder mit die Neuwieder Bären messen, die ihrerseits nicht mehr von den Ratinger Ice Aliens verdrängt werden können. Damit ist bei den Kobras im Halbfinale auf alle Fälle rassiges Eishockey garantiert.

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