Dinslakener Kobras setzen sich gegen Hammer Eisbären durchZwei Drittel besser entspricht bringt zwei Drittel der Punkte

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Technisch und läuferisch besseren Westfalen stellten sich einsatzbereite und kämpferische Niederrheiner entgegen, die am Ende beim Penaltyschießen aber auch das verdiente Quäntchen Glück hatten, zwei der drei Punkte auf der Habenseite zu verbuchen.

Dieses Glück hatten sich die Giftschlangen aber auch in den vorherigen 60 Minuten erarbeitet, knapp 40 Minuten hauptsächlich durch Eigeninitiative und Gefährlichkeit vor dem Gehäuse von Sebastian May, im letzten Abschnitt durch engagierte Verteidigungsarbeit, als der Favorit aus Hamm noch einmal so richtig aufdrehte.

Die Kobras gingen druckvoll in das Spiel und schafften es auch, im Startabschnitt sich selbst zu belohnen. Nach 10:52 Minuten war es soweit, Dominick Spazier konnte die Hausherren erstmalig auf die Anzeigetafel bringen. Daniel Pleger und Stefan Dreyer hießen beim Führungstreffer seine Vorbereiter. Scheinbar von diesem Treffer noch geschockt, mussten die Gäste nur 25 Sekunden später das 2:0 der Giftschlangen hinnehmen. Michal Plichta legte die schwarze Hartgummischeibe ins lange Eck. Tom Giesen und Moritz Hofschen hatten dem Tschechen aufgelegt. Es ging weiter „from coast to coast“, mit den etwas besseren Möglichkeiten für die Kobras, doch ein weiterer Treffer sollte zunächst nicht fallen.

Erst in Spielminute 37 änderte sich die Ansicht der Spielstand auf der Anzeigetafel. Diesmal zugunsten der Gäste. Nachdem sich Marvin Cohut durch die Dinslakener Defensive getankt hatte, passte er zu Ibrahim Weissleder, der den Puck hinter die Linie bringen konnte. Mit dem Spielstand von 2:1 ging es zum zweiten Pausentee.

Der Treffer war Rückenwind für die Gäste, die von nun an immer besser ins Spiel kamen und ihre technischen und läuferischen Vorteile mehr und mehr einbrachten. Doch auch die Hausherren hatten noch ihre Möglichkeiten, doch Verteidiger, Torhüter Sebastian May oder das Torgestänge erwiesen sich als zu starke Gegner. Der Druck der Gäste wurde im Schlussabschnitt von Minute zu Minute größer und es war nur eine Frage der Zeit, wann der Ausgleichstreffer fallen würde. Allerdings benötigten die Hammer Gäste dazu schon eine Überzahlsituation. Denn als Daniel Pleger wegen Beinstellens auf die Strafbank geschickt wurde, schafften es die Eisbären, schnell ihre Überzahlbox aufzubauen. Und als Andre Kuchnia einfach mal von der blauen Linie abzog, war vor Felix Zerbe im Kobra-Tor so viel Verkehr, dass ihm komplett die Sicht versperrt war. Der Puck schlug in die linke obere Ecke ein und bescherte den Gästen den 2:2-Ausgleich, ohne dass der Torhüter der Schwarzen auch nur den Ansatz einer Reaktion gezeigt hätte. Sich tapfer wehrende Kobras hielten dem weiteren Druck des Favoriten bis zur Schlusssirene stand und so musste die Sikorski-Truppe zum vierten Mal in dieser Spielzeit ins Penaltyschießen. Bis dahin hatten sie allesamt für sich entscheiden können. Und auch diesmal hieß der Sieger am Ende: Dinslakener Kobras.

Zwar war nach den ersten sechs Schützen noch kein Sieger ermittelt, doch Tom Giesen erwies sich beim nachfolgenden Tie-Break als treffsicher und konnte den Kobras den Zusatzpunkt sichern.

In der anschließenden Pressekonferenz zeigte sich Kobras-Coach Sikorski stolz auf seine Mannschaft und auch Gäste-Trainer Ralf Hoja musste einräumen, dass die Dinslakener das Spiel verdient gewonnen hatten. Allerdings mussten beide Trainer eingestehen, dass der jeweilige Gegner mit etwas Glück das Spiel auch in der regulären Spielzeit hätte für sich entscheiden können.

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