Dinslakener Kobras gleichen die Serie aus7:4-Sieg gegen Neuwied

Play-off-Leidenschaft! Die Dinslakener Kobras glichen die Serie gegen die Neuwieder Bären aus. (Foto: Simone Neuhaus/Dinslakener Kobras)Play-off-Leidenschaft! Die Dinslakener Kobras glichen die Serie gegen die Neuwieder Bären aus. (Foto: Simone Neuhaus/Dinslakener Kobras)
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In der Luft lag dieses besondere Knistern, dass es nur in den Play-offs gibt. Von Anfang an waren es die Kobras, die das Tor der Bären berannten. Als die Ex-Kobra Kevin Wilson auf der Strafbank saß, netzte Philipp Heffler mit einem trockenen Schuss zur 1:0-Führung ein. Auch in der Folge blieben die Kobras das bestimmende Team, alleine der Puck wollte nicht mehr über die Linie des Neuwieder Tores – trotz guter Chancen. Und so kam es, wie es im Sport meistens kommt. Die eine Mannschaft hat die Chancen, die andere macht das Tor. So war es der Neuwieder Jamieson, der zwei Sekunden vor Ende des ersten Drittels zum glücklichen Ausgleich für die Bären traf.

Das zweite Drittel begann mit einem Schock, denn es waren gerade einmal 34 Sekunden gespielt, da ging der Gast durch Max Wasser mit 2:1 in Führung. Was danach kam, wird den Kobrasfans noch lange in Erinnerung bleiben. Die Dinslakener drehten auf und das Spiel. Scheiterten Benny Hüsken und Pascal Behlau noch mit ihren Versuchen, war es im Anschluss daran Andrew Harrison, der den Puck zum 2:2 im Netz versenkte. Jetzt spielten sich die Kobras in einen Rausch und dominierten das Spiel nach Belieben. In der 33.Minute war es Pascal Behlau, der zum 3:2 traf. Ein kurioser Treffer, denn Leon Taraschewski war vor dem Tor gefoult worden, der Schiedsrichter zeigte erst Strafzeit für Neuwied an, um nach kurzer Rücksprache mit seinem Kollegen (es wurde im Vier-Mann-System gepfiffen) auf Tor zu entscheiden. Die Kobras wollten jetzt mehr und bekamen mehr. Nach einem Traumpass von Stefan Dreyer genau auf die Kelle des mitgelaufenen Andrew Harrison, hatte dieser keine Probleme zum 4:2 einzuschieben. Und nur eine Minute später war es Jesse Parker, der zum Pausenstand von 5:2 einnetzte.

Wer jetzt eine wütende Neuwieder Mannschaft zu Beginn des letzten Drittels erwartete, wurde zunächst eines Besseren belehrt, denn es waren weiterhin die Kobras, die das Heft in der Hand hatten – und auch das nächste Tor erzielten. In der 45.Minute war es Leon Taraschewski, der das 6:2 erzielte. Erst danach wachten die Bären auf und kämpften sich ins Spiel zurück. Und sie bekamen ihre Chancen. In der 48. und 49. Minute konnten sie auch zwei davon nutzen. Und so wurde aus dem passablen Vorsprung doch wieder eine knappe Angelegenheit. Aber die Kobras erholten sich schnell von dem Schock und kämpften in den letzten zehn Minuten, als ginge es um ihr Leben. Marvin Frenzel war in dieser Phase einfach nicht mehr zu überwinden und als die Bären die letzte Option zogen, ihren Goalie vom Eis nahmen und volles Risiko gingen, da war es Jesse Parker der ins leere Tor traf und seine Giftschlangen jubeln ließ.

„Wir haben ein Spiel gewonnen, mehr nicht“, lautete der knappe, aber zufriedene Kommentar von Dinslakeners Trainer Milan Vanek.

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