Dinslakener Kobras gewinnen mit 8:3 in NimwegenRevanche mit Bravour

(Foto: Dinslakener Kobras)(Foto: Dinslakener Kobras)
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„Wir waren agil, wir waren häufig als Erste an der Scheibe, wir haben Chancen kreiert, wir haben ein gutes Über- und Unterzahl gespielt. Wenn wir so am Freitag gespielt hätten, hätten wir bestimmt nicht verloren. Vergleicht man die beiden Begegnungen, war das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Aber manchmal ist das so im Leben. Heute war ich vollkommen zufrieden. Ich denke, dass wenn wir – bis auf ein paar Kleinigkeiten – immer so agieren, sind wir auf dem richtigen Weg. In der gesamten Vorbereitung ging es mir nie um Ergebnisse, auch das heutige ist zweitrangig. Es ging immer darum, ob und wie die Mannschaft das umsetzt, was wir uns vorgenommen haben. Dass dabei dieses Ergebnis herausgekommen ist, ist dennoch ein schöner Nebeneffekt. Es tut mir zwar leid, vor allem für meinen Freund Alex, dass wir den Devils ein wenig das 50-jährige Jubiläum versaut haben, aber es war ja in erster Linie nur ein Testspiel. Ich bin den Devils sehr dankbar, dass wir dieses Vorbereitungsspiel gegen sie bestreiten durften. Sie spielen ein Hockey, was uns fordert und nur so kommen wir in der Vorbereitung weiter. Wir spielen ja auch im Interregio-Cup gegen sie und wir haben heute gesehen, dass bei uns alles passen muss, um das Eis als Sieger zu verlassen. Wir müssen uns in erster Linie immer an uns orientieren, dies ist uns heute in den ersten beiden Dritteln gut gelungen, zum Schluss klappte das nicht mehr ganz so gut. Da wurden die Schiedsrichterentscheidungen von meinen Jungs immer wieder angezweifelt. Ich werde noch darauf einwirken, dass die Mannschaft alles, was um sie herum passiert, außen vor lässt und ihr Spiel spielt. Denn natürlich liegt unser Fokus insbesondere auf dem Saisonauftakt am 27. September gegen Meister Herford“, lautete das Statement des Schlangenbeschwörers im Anschluss an die Partie.

Tatsächlich: Wie ausgewechselt spielten die Dinslakener bei ihrem vermutlich ersten Auslandsauftritt im Seniorenbereich seit es in Dinslaken Eishockey gibt. Die mitgereisten Kobra-Fans kamen aus dem Staunen nicht heraus. Auch die Neuverpflichtungen stachen und trugen sich teilweise zum ersten Mal für die Kobras im Spielberichtsbogen ein. Zwar kassierten die Giftschlangen einmal mehr ein Gegentor bei eigener Überzahl, dafür waren sie aber auch gleich fünfmal bei numerischer Überlegenheit erfolgreich. Dennoch fielen die ersten beiden Treffer für die Gäste bei gleicher Spieleranzahl auf dem Eis. Den Anfang machte Stefan Dreyer in der fünften Spielminute, Dennis Appelhans legte vier Minuten später Treffer zwei nach. 38 Sekunden vor Ende des ersten Spielabschnitts bekam dann auch Martin Beneš den Puck von seinen Mannschaftskollegen für sein erstes Tor für die Kobras überreicht. Mit 0:3 ging es dann zum ersten Pausentee.

Die niederländischen Gastgeber durften noch einmal in der 25. Spielminute dank eines Shorthanders noch Hoffnung schöpfen, doch Stefan Dreyer nutzte nur 39 Sekunden später die gleiche Überzahlsituation für die Kobras, um den alten Abstand wiederherzustellen. Im weiteren Verlauf fielen die Treffer nahezu abwechselnd. Die Devils verkürzten erneut auf 2:4, Philipp Heffler stellte in der 38. Spielminute mit seinem ersten Treffer des Abends die Drei-Tore-Differenz wieder her. 

Im Schlussabschnitt fiel dann nur noch ein Treffer bei gleicher Mannschaftsstärke auf dem Eis. Jetzt waren wieder die Niederländer am Zug und erzielten das 3:5. Von nun an wurde es turbulenter auf dem Eis. Das Schiedsrichtergespann verhängte Strafen gegen Spieler beider Mannschaften, mit denen diese überhaupt nicht einverstanden waren und die Situation noch einmal gerne ausdiskutiert hätten. In einigen Situationen könnte die falsche Wortwahl getroffen worden sein, Genaues war von der Tribüne aus nicht zu hören. Jedenfalls wurde zunächst Dennis Appelhans, bereits im ersten Spielabschnitt mit einer Zehn-Minuten-Strafe bedacht, ebenso Leon Taraschewski. Alexander Zaslavski mit einer zehn Minuten- sowie einer Spieldauerdisziplinarstrafe rundete das Paket der persönlichen Strafen ab.

Doch die auf dem Eis verbliebenen Akteure ließen sich nicht von der Hektik anstecken und brachten auch in Unterzahl den Sieg unter Dach und Fach. Sven Schiefner in der 51. Und Philipp Heffler mit seinem zweiten Tor sorgten in der Folge für klare Verhältnisse auf dem Eis. Der vierte Devils – Treffer in Spielminute 54 war dann nur noch die berühmte Ergebniskosmetik. Das letzte Wort an diesem Abend hatten dann doch noch die Kobras, Dennis Appelhans stellte gut 1 Minute vor dem Ende mit seinem Treffer das 4:8-Endergebnis her.

Erwähnenswert noch, dass bei den Kobras Marvin Frenzel und Lucas Eckardt jeweils zur Hälfte das Gehäuse bewachten. Beide hinterließen erneut einen starken Eindruck.

Nach der vergangenen Woche mit einem Mammut-Pensum folgt das nächste Spiel der Kobras am Sonntag, 22. September, gegen die Unis Flyers Heerenveen. Dann wieder in eigener Halle. Spielbeginn ist um 19 Uhr.

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