Dinslakener Kobras erkämpfen sich Respekt und die Tabellenspitze5:3-Sieg gegen Füchse Duisburg

Die Kobras freuen sich über den Erfolg. (Foto: Dinslakener Kobras)Die Kobras freuen sich über den Erfolg. (Foto: Dinslakener Kobras)
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Dabei war noch nicht einmal der Sieg der Giftschlangen das wichtigste Element, sondern die Art und Weise, wie sie zu Werke gingen, ließen die Weihnachtsplätzchen im Anschluss noch deutlich besser schmecken. Dass am Ende zwei Treffer für die Dinslakener mehr auf der Habenseite standen, war nur noch das Sahnehäubchen.

Um einen Sieg gegen den hohen Favoriten einzufahren, muss allerdings alles stimmen. Und gestern war das so. Die Füchse hatten zwar mal wieder mehr Spielanteile, doch die Giftschlangen verteidigten äußerst geschickt und hatten eine gute Toreffizienz. Und hinten drin stand ein Justin Schrörs, der einmal mehr der Fels in der Brandung war.

Zudem erwischten sie einen perfekten Start. Der erste Angriff – der erste Treffer! Nur 32 Sekunden nach dem ersten Bully hatte es schon im Gästetor geklingelt. Dennis Appelhans hatte in Abstaubermanier die Hausherren in Führung geschossen. Im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts war der Favorit aus Duisburg die dominante Mannschaft, doch es dauerte bis zur 18. Spielminute, bis Derek Mecrones den Ausgleich für seine Farben erzielen konnte.

Als im zweiten Abschnitt Pascal Behlau seine Mannschaft erstmalig in Führung brachte, waren viele Fans der Meinung, dass die Partie nun die Wende zugunsten der Gäste gemacht hatte und wahrscheinlich schon verloren sei. Doch nicht erst seit gestern Abend weiß man, dass die Dinslakener inzwischen über ausgezeichnete Comeback-Qualitäten verfügen. So ließen sich die Kobras nicht verunsichern und hielten an ihrer Taktik fest. In der 28. Minute war es dann soweit. Und es war erneut Dennis Appelhans, der den Puck über die Duisburger Torlinie brachte. Das war das Halali für die beste Phase der Hausherren. Zunächst eroberte Stefan Dreyer mit einem Kunstdrehschuss in der 32. Spielminute die erneute Dinslakener Führung zurück, Sven Schiefner sorgte in der 36. Spielminute nach einem Solo mit einem Schuss von der Seite ins kurze Eck über die linke Schulter von Etienne Renkewitz für einen Zwei-Tore-Vorsprung. Doch dieser währte nicht lange. Nur zwei Minuten später war er wieder geschmolzen, Pascal Behlau konnte Justin Schrörs zum zweiten Mal überwinden. Mit dem knappen 4:3 ging es in die zweite Pause.

Im Schlussdrittel drehten die Gäste nochmal so richtig auf, doch die Taktik und der Einsatz der Giftschlangen ließ nicht so viele Großchancen zu. Und am Ende eines jeden Angriffs gab’s ja immer noch Justin Schrörs. Die Minuten vergingen, doch das Dinslakener Bollwerk hielt. Jetzt feuerten auch die Dinslakener Fans ihre Mannschaft frenetisch an. Die Spannung stieg von Sekunde zu Sekunde.  Zu guter Letzt musste Duisburgs Coach Alexander Jacobs seinen Goalie ziehen. Im weiteren Verlauf eroberten die Vanek-Schützlinge die Scheibe im eigenen Drittel und schickten Marek Malinsky auf die Reise. Dieser lief auf das leere Tor zu und wurde dabei regelwidrig zu Fall gebracht, sodass der Unparteiische keine andere Wahl hatte, als auf technisches Tor für die Kobras zu entscheiden. Dies war die letzte Aktion der Partie, der 5:3-Endstand war fix.

Damit setzen sich die Niederrheiner an die Tabellenspitze der Regionalliga West – zumindest vorübergehend. Denn sie spielen erst wieder am 7. Januar 2022 gegen die Neuwieder Bären, während sich Duisburg bereits am 30. Dezember mit eben diesen Bären vergleicht. Dann könnte die Tabellenführung wieder wechseln.

Knapp 600 Zuschauer hatten je einen Euro zugunsten des Friedensdorfes International gespendet und die Tatsachen, dass die Bocholter Eisenbahn, Dinslakens Hauptsponsor, diesen Betrag verdoppelte und alle Weihnachtstrikots ihren Besitzer gewechselt haben, machte den gestrigen Weihnachtsabend aus Dinslakener Sicht perfekt. 


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